Aktien von Rheinmetall, TKMS & HENSOLDT: Russland schlägt internationale Übergangsverwaltung für die Ukraine vor

Moskau bringt eine internationale Übergangsverwaltung für die Ukraine ins Spiel. HENSOLDT verkündet unterdessen eine neue Partnerschaft.
Werte in diesem Artikel
• USA stehen zu Europa
• Russland kratzt erneut an Legitimität der Ukraine
• Rüstungsaktien im Fokus
Der Krieg in der Ukraine und die Verlässlichkeit der USA innerhalb der NATO waren die wesentlichen Punkte der Münchner Sicherheitskonferenz. So nutzte Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj die Gelegenheit, um vor den versammelten Staats- und Regierungschefs um Aufmerksamkeit für sein Land zu ringen. US-Außenminister Marco Rubio beteuerte derweil, dass die USA weiterhin eine Schlüsselrolle bei der Verteidigung Europas spielen werden. "Unser Schicksal wird immer mit dem Ihren verflochten sein", sagte er und wurde dafür mit stehenden Ovationen belohnt.
Allerdings forderte Rubio in diesem Zusammenhang, dass sowohl die Europäer als auch die NATO dafür mehr Lasten übernehmen müssten. "Wir wollen Verbündete, die sich selbst verteidigen können, damit kein Gegner jemals in Versuchung geführt wird, unsere kollektive Stärke zu testen", so der ranghöchste US-Vertreter auf der Konferenz.
Internationale Übergangsverwaltung für die Ukraine?
Russland brachte derweil am Wochenende wieder eine internationale Übergangsverwaltung für die Ukraine unter Ägide der Vereinten Nationen ins Spiel. Russland sei bereit, mit den USA, Europa und anderen Ländern über eine externe Verwaltung zu sprechen, sagte Vizeaußenminister Michail Galusin laut einem ntv-Bericht gegenüber der russischen Nachrichtenagentur Tass in Moskau.
"Ein solcher Schritt würde es ermöglichen, demokratische Wahlen in der Ukraine abzuhalten und eine handlungsfähige Regierung an die Macht zu bringen", wird Galusin zitiert. Mit dieser Führung könnten dann ein Friedensvertrag sowie eine künftige Zusammenarbeit ausgehandelt werden.
Bei diesem Vorschlag, der über die Köpfe der Ukrainer hinweg gemacht wurde, handelt es sich um einen weiteren Versuch Russlands, die Ukraine als nicht handlungsfähigen Staat und die Führung von Präsident Wolodymyr Selenskyj als nicht legitim darzustellen.
HENSOLDT arbeitet mit Partner an Cloud-Angeboten für die Verteidigung
Der Sensorspezialist HENSOLDT arbeitet mit einem Partner an Cloud-fähigen Angeboten für den Verteidigungssektor. Wie der Konzern mitteilte, hat er eine strategische Partnerschaft mit Schwarz Digits, der IT- und Digitalsparte der Schwarz Gruppe, geschlossen. Ziel sei es, vollständig integrierte, souveräne und Cloud-fähige Lösungen für Deutschland und verbündete Nationen bereitzustellen. Dieses Jahr sollen Vorarbeiten in konkrete Prototypen und gemeinsame Angebote überführt werden. Finanzielle Details wurden nicht genannt. "Die Partnerschaft mit Schwarz Digits verbindet führende Verteidigungselektronik mit souveräner digitaler Infrastruktur", sagte HENSOLDT-CEO Oliver Dörre.
Rüstungsaktien im Blick
Das Analysehaus Warburg Research hat das Kursziel für HENSOLDT vor den anstehenden Jahreszahlen von 86 auf 91 Euro angehoben und die Aktien nach ihrem Rückschlag von "Hold" auf "Buy" hochgestuft. Nach der Korrektur der Aktie und der Markterwartungen auf ein realistisches Niveau sieht Analyst Christian Cohrs die Papiere des Radarspezialisten positiver. Für 2025 erwartet er ein "solides Jahresendergebnis in beiden Geschäftsbereichen und eine starke Auftragsdynamik", wie er am Montag in seinem Bilanzausblick schrieb. Er sieht das vergangene Jahr primär als Vorbereitung auf den erwarteten Boom im Verteidigungssektor.
Letztlich kletterte die Aktie von HENSOLDT im XETRA-Handel daraufhin 0,50 Prozent auf 81,20 Euro. Daneben verzeichnete der Anteilsschein von Rheinmetall ein Plus von 0,68 Prozent auf 1.620,00 Euro. Für RENK ging es um 2,61 Prozent auf 59,04 Euro nach oben, während TKMS-Aktien um 5,95 Prozent auf 98,80 Euro stiegen.
Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX und DOW JONES
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