S&P 500 nach drei starken Jahren: Warum 2026 die Anleger trotzdem überraschen könnte

Trotz Skepsis könnten starke Gewinne den S&P 500 in 2026 weiter antreiben.
Werte in diesem Artikel
• Analysten gehen von einer bullischen Entwicklung des S&P 500 aus
• Es sind nicht mehr nur die Tech-Giganten, die das Gewinnwachstum tragen
• Trotz Skepsis könnte der S&P 500 Anleger 2026 positiv überraschen
Nach drei außergewöhnlich starken Börsenjahren wächst an den Märkten die Skepsis, ob der Aufschwung 2026 weiter anhalten wird. Doch ein Blick auf die Gewinn- und Umsatzprognosen der Unternehmen liefert ein anderes Bild - und könnte erklären, warum der S&P 500 die Anleger auch im kommenden Jahr überraschen könnte.
Analysten erwarten erneut zweistelliges Gewinnwachstum
Laut aktuellen Schätzungen rechnen Analysten damit, dass die Unternehmen im S&P 500 auch 2026 ein zweistelliges Gewinnwachstum erzielen, so eine Analyse von FactSet. Für das Kalenderjahr 2026 wird ein Gewinnanstieg von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartet. Damit läge das Wachstum deutlich über dem Zehnjahresdurchschnitt von 8,6 Prozent, wie Daten von FactSet zeigen. Sollte sich diese Prognose bestätigen, so John Butters von FactSet weiter, wäre es das sechste Jahr in Folge mit steigenden Unternehmensgewinnen und zugleich das dritte Jahr hintereinander mit zweistelligem Gewinnwachstum - ein wichtiger Fundamentalfaktor nach der starken Kursentwicklung der vergangenen Jahre.
Auch der Analyst Tom Lee von Fundstrat Global Advisor gibt in einem Interview mit CNBC Anfang November 2025 an, dass er eine bullische Einschätzung bezüglich des S&P 500 vertritt. Seiner Einschätzung nach könnte der Index bis Jahresende auf 7.500 Punkte steigen.
Breiteres Gewinnwachstum - weniger Abhängigkeit von den Tech-Giganten
Laut Daten von FactSet, wird das erwartete Gewinnwachstum nicht mehr ausschließlich von den großen Tech-Giganten getragen. Denn unter den fünf größten Beitragszahlern zum Gewinnwachstum 2026 finden sich nur zwei Unternehmen aus dem Kreis der "Magnificent Seven": NVIDIA und Meta Platforms. Dennoch wird für die sieben Mega-Cap-Werte insgesamt weiterhin ein Gewinnwachstum von 22,7 Prozent im Jahr 2026 erwartet.
Doch auch der restliche Markt holt auf: Für die übrigen 493 Unternehmen im S&P 500 prognostizieren Analysten für 2026 ein Gewinnplus von 12,5 Prozent, rund 3 Prozent mehr als im Jahr 2025. Das könnte für eine breitere Basis der Gewinnentwicklung sprechen.
Ein weiterer stabilisierender Faktor: Alle elf Sektoren des S&P 500 sollen 2026 ein Gewinnwachstum gegenüber dem Vorjahr erzielen. In den Branchen Informationstechnologie, Materialien, Industrie, Kommunikationsdienste und zyklische Konsumgüter rechnen Analysten sogar mit zweistelligen Zuwächsen, so die Analyse von FactSet weiter.
Umsatzwachstum über dem langjährigen Durchschnitt
Die Analyse von FactSet geht von einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von 7,2 Prozent aus, wobei in zehn der elf Sektoren steigende Erlöse erwartet werden. Besonders stark sollen die Bereiche Informationstechnologie und Kommunikationsdienste zulegen, während für den Energiesektor ein Rückgang prognostiziert wird, so Daten von FactSet.
Rekordhohe Gewinnmargen als möglicher Kurstreiber
Besonders auffällig ist der Ausblick auf die Profitabilität: Die Nettogewinnmarge des S&P 500 wird für 2026 auf 13,9 Prozent geschätzt und liegt damit fast 3 Prozentpunkte über dem Zehnjahresdurchschnitt von 11 Prozent, so FactSet.
Fundamentaldaten stützen die Hoffnung auf ein starkes 2026
Nach drei starken Börsenjahren bleibt Vorsicht angebracht. Doch die aktuellen Gewinn-, Umsatz- und Margenprognosen zeigen, dass der Aufschwung auf einer zunehmend breiten Fundamentaldynamik beruht.
Genau das könnte erklären, warum der S&P 500 auch 2026 viele Anleger überraschen könnte.
Redaktion finanzen.net
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