Lufthansa-Aktie im Minus: Ausbau von strategischer Partnerschaft mit Air India - VC droht mit Streik

Die Lufthansa Group will künftig enger mit der Fluggesellschaft Air India zusammenarbeiten, um neue Wachstumschancen zu nutzen, die sich im Rahmen des im Januar geschlossenen Freihandelsvertrages zwischen Indien und der Europäischen Union (EU) ergeben.
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Die beiden Unternehmenschefs, Lufthansa-CEO Carsten Spohr und Air-India-CEO Campbell Wilson, unterzeichneten am Dienstag eine entsprechende Absichtserklärung (Memorandum of Understanding). Diese bilde den Rahmen für ein zukünftiges "Joint Business Agreement" zwischen den Fluggesellschaften der Lufthansa Group sowie Air India und Air India Express, teilte der MDAX-Konzern mit.
Indien sei für die Lufthansa Group bei Langstreckenflügen bereits der zweitwichtigste Markt nach den USA. Im Rahmen des Luftfahrtbündnisses Star Alliance bieten die Fluggesellschaften des Airlines-Konzerns und Air India aktuell Codeshare-Flüge auf 146 Strecken in 22 Länder an. Das gemeinsame Netz umfasst der Mitteilung zufolge 15 indische und 27 europäische Ziele.
Das am Dienstag unterzeichnete "Memorandum of Understanding" werde sich in einem ersten Schritt auf die Erweiterung und gemeinsame Vermarktung des Flugangebotes konzentrieren. In einem zweiten Schritt sollen die restlichen Länder der EU und der indischen Subkontinent miteinbezogen werden. Der genaue Umfang, einschließlich spezifischer Strecken und Märkte, werde nach Abschluss des kommerziellen "Joint Business Agreement" festgelegt, vorbehaltlich erforderlicher behördlicher und kartellrechtlicher Genehmigungen.
Perspektivisch soll die Zusammenarbeit in mehreren Bereichen vertieft werden, etwa bei der Koordination von Flugplänen und Streckennetzen, um Umsteigezeiten zu verkürzen, oder bei der Verzahnung von Vielfliegerprogrammen.
Pilotengewerkschaft VC droht bei Lufthansa-Tochter Cityline mit Streik
Bei der zum Lufthansa-Konzern gehörenden Cityline stehen die Zeichen auf Streik. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) erklärte die Tarifverhandlungen bei der Regionalfluggesellschaft für gescheitert. Die Tarifkommission habe bei dem Gewerkschaftsvorstand die Einleitung einer Urabstimmung beantragt, teilte die VC mit. Eine Entscheidung darüber werde im Laufe der Woche erwartet.
In der vergangenen Woche hatte bereits die Kabinengewerkschaft Ufo bei der Cityline gestreikt und damit auf die angekündigte Schließung des Flugbetriebs der Regionalfluggesellschaft reagiert, die Zubringerflüge an die Flughäfen Frankfurt und München anbietet.
Die Verhandlungen der VC zum Vergütungstarifvertrag für die Cityline-Piloten laufen seit dem vergangenen August. Die Gewerkschaft fordert unter anderen eine stufenweise Anpassung der aktuell gültigen Vergütungstabellen um jeweils 3,3 Prozent rückwirkend ab dem 1. Februar 2024, dem 1. Januar 2025 und dem 1. Januar 2026. Nach mehreren Verhandlungsrunden liege seitens des Arbeitgebers jedoch kein verhandlungsfähiges Angebot vor, hieß es.
"Selbst wenn der Konzern unternehmerische Entscheidungen über die Zukunft einzelner Flugbetriebe trifft, entbindet dies nicht von der Verantwortung, laufende Tarifverhandlungen ernsthaft und konstruktiv zu führen", sagte der Sprecher der Group-Tarifkommission, Arne Karstens. "Offene oder bewusst vage Zukunftsszenarien dürfen nicht als Druckmittel eingesetzt werden, um notwendige tarifliche Verbesserungen zu blockieren."
Im XETRA-Handel notiert die Lufthansa-Aktie zeitweise 1,64 Prozent tiefer bei 9,09 Euro.
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