Wichtige Konjunkturdaten

Darum zeigt sich der Euro stabil - ifo-Geschäftsklima dämpft Sorgen

24.09.19 12:45 Uhr

Darum zeigt sich der Euro stabil - ifo-Geschäftsklima dämpft Sorgen | finanzen.net

Der Euro hat am Dienstag kaum auf etwas bessere Wirtschaftsdaten aus Deutschland reagiert.

Werte in diesem Artikel
Devisen

0,0782 EUR -0,0026 EUR -3,18%

0,0828 EUR -0,0029 EUR -3,38%

0,0006 EUR 0,0000 EUR 0,04%

0,0002 EUR 0,0000 EUR 0,00%

0,0007 EUR 0,0000 EUR 0,04%

0,1236 EUR -0,0003 EUR -0,25%

1.756,3084 ACT -0,7675 ACT -0,04%

4.761,9048 ADT 0,0000 ADT 0,00%

12,7950 ADX 0,4073 ADX 3,29%

8,0931 CNY 0,0216 CNY 0,27%

1.506,3920 DLT -0,6583 DLT -0,04%

12,0805 ELF 0,4079 ELF 3,49%

0,8681 GBP 0,0005 GBP 0,06%

9,0593 HKD 0,0258 HKD 0,29%

183,3390 JPY 0,5090 JPY 0,28%

1,1623 USD 0,0037 USD 0,32%

1,1519 EUR -0,0007 EUR -0,06%

0,0055 EUR 0,0000 EUR -0,26%

0,8606 EUR -0,0029 EUR -0,33%

Am Mittag kostete die Gemeinschaftswährung Euro 1,0995 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,0985 Dollar festgesetzt.

Deutliche Kursschwankungen verzeichnete dagegen das britische Pfund. Auslöser war eine mit Spannung erwartete Entscheidung des Supreme Court. Das oberste Gericht des Königreichs erklärte die von der Regierung verhängte parlamentarische Zwangspause für rechtswidrig. Die Entscheidung schwäche Premierminister Boris Johnson innen- wie außenpolitisch erheblich, kommentierte Ökonom Marco Weber von Union Investment. "Der weitere Fortgang der Ereignisse und die Zukunft von Boris Johnson sind nun völlig offen."

Das britische Pfund legte kurz nach dem Urteil zum Euro und Dollar zunächst deutlich zu, fiel anschließend aber wieder zurück. Kritiker Johnsons hatten ihm vorgeworfen, die äußerst lange Zwangspause anzusetzen, um die Möglichkeiten des Parlaments zu beschneiden, einen ungeordneten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union zu verhindern.

Neue Konjunkturdaten aus Deutschland dämpften unterdessen die bestehenden Rezessionsängste etwas. Das ifo-Geschäftsklima, Deutschlands wichtigster wirtschaftlicher Frühindikator, stieg nach fünf Rückgängen in Folge wieder an. ifo-Präsident Clemens Fuest sprach allerdings nur von einer Pause im Abschwung. Am Montag hatten sehr schwache Umfragedaten des Instituts Markit neue Konjunktursorgen hervorgerufen.

Unterdessen mehrt sich der Widerstand gegen einen wichtigen Teil des jüngsten EZB-Lockerungspakets. Frankreichs Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau bezeichnete die neuen Wertpapierkäufe der Notenbank in Höhe von 20 Milliarden Euro je Monat als unnötig. Die beschlossene Zinssenkung und das neue Zinsversprechen allein seien bereits eine starke geldpolitische Kombination. Schon vor der Entscheidung der EZB hatte sich Villeroy de Galhau zurückhaltend geäußert, allerdings nicht so klar ablehnend wie jetzt. Der Kreis der Kritiker an den neuen Anleihekäufen wird damit immer größer.

FRANKFURT (dpa-AFX)

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