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16.01.2018 13:31
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Darum weiten die Ölpreise ihre Verluste aus

Debatte um Fördergrenze: Darum weiten die Ölpreise ihre Verluste aus | Nachricht | finanzen.net
Debatte um Fördergrenze
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Die Ölpreise sind am Dienstag deutlich gesunken. Sie hielten sich aber weiterhin in der Nähe mehrjähriger Höchststände.
Im Mittagshandel kostete ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März 69,29 US-Dollar. Das waren 97 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Februar fiel um 43 Cent auf 63,87 Dollar.
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Am Montag hatte der US-Ölpreise bei 64,89 Dollar und der Brent-Preis bei 70,37 Dollar noch jeweils den höchsten Stand seit etwa drei Jahren erreicht. Vor allem die jüngste Kursschwäche des US-Dollar sorgte für Auftrieb. Rohöl wird in Dollar gehandelt. Ein schwacher Dollar macht Öl in Ländern außerhalb des Dollarraums günstiger und sorgt damit für eine stärkere Nachfrage.

Zuletzt hätten aber Spekulationen über ein vorzeitiges Ende der Förderbegrenzung wichtiger Ölstaaten belastet, hieß es von Marktbeobachtern. Zwischen dem Ölkartell Opec und Russland ist eine Debatte über ein vorzeitiges Ende der eigentlich bis Ende 2018 vereinbarten Fördergrenze entbrannt. Während sich die Opec-Länder Irak und die Vereinigten Arabischen Emirate für eine Einhaltung der Vereinbarung aussprechen, scheint Russland mit der Möglichkeit eines vorzeitigen schrittweisen Ausstiegs zu liebäugeln.

Hinweise, dass Russland aus der Allianz der Förderstaaten ausscheren könnte, lieferten jüngste Äußerungen ranghoher Regierungs- und Unternehmensvertreter. Rohstoffexperten einiger großer amerikanischen Banken halten einen vorzeitigen Ausstieg aus der Vereinbarung mittlerweile für denkbar.

Trotz der aktuellen Verluste spricht die Anlegerstimmung am Ölmarkt dennoch für weiter steigende Erdölpreise. Viele Investoren haben sich mit Terminkontrakten entsprechend positioniert, wie aus jüngsten Daten der Regulierungsbehörde CFTC hervorgeht./jkr/bgf/jha/

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX)

Bildquellen: Jamen Percy / Shutterstock.com, Istockphoto, iurii / Shutterstock.com, Kokhanchikov / Shutterstock.com

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