04.07.2016 13:00

VW-Chef Müller lehnt Dieselgate-Entschädigung in Europa ab

"Nicht zu leisten": VW-Chef Müller lehnt Dieselgate-Entschädigung in Europa ab | Nachricht | finanzen.net
"Nicht zu leisten"
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Volkswagen-Chef Matthias Müller hat Forderungen nach Entschädigungen für Kunden in Europa im Zuge der Abgasaffäre eine Absage erteilt.
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Das sei, anders als in den USA, für den VW-Konzern nicht zu leisten, sagte Müller der Welt am Sonntag (WamS). "Wir haben für die Lösung der Dieselthematik in den USA bis zum heutigen Tag 16,2 Milliarden Euro zurückgestellt. Volkswagen ist weiterhin finanziell solide aufgestellt", sagte der Vorstandschef und fügte hinzu: "Man muss kein Mathematiker sein um zu erkennen, dass eine Entschädigungszahlung in beliebiger Höhe auch Volkswagen überfordern würde."

   Zudem könne man die Sachlage in den USA nicht mit der in der EU vergleichen. "Ich habe das Industrie-Kommissarin Elzbieta Bienkowska auch in einem persönlichen Gespräch am Donnerstag in Brüssel gesagt. In den USA sind die Grenzwerte deutlich strenger, damit wird auch die Nachrüstung komplizierter. Außerdem ist die Teilnahme an einer Rückrufaktion in den USA freiwillig - anders als in Deutschland zum Beispiel", sagte Müller.

   Dennoch würden die Behörden in den USA erwarten, dass möglichst viele Fahrzeugbesitzer ihre Autos umrüsteten. "Daher müssen wir eine hohe Teilnahmequote für die Umrüstung nachweisen. Mit der Prämie in den USA sollen wir unseren Kunden einen Anreiz zur Teilnahme an der Umrüstung geben", sagte der Volkswagen-Chef.

   Die Situation in den USA auf Europa zu übertragen und entsprechende Entschädigungen zu fordern, sei daher falsch. "Und was es nicht zuletzt wirtschaftlich für unser Unternehmen bedeuten würde, wenn wir das doch tun würden, muss ich wohl nicht weiter ausführen", sagte Müller.

   Neben der Aufklärung der Abgasaffäre konzentriere er sich auf die Neuausrichtung des Konzerns. "Die Umsetzung unseres Zukunftsprogramms ist reizvoll und macht Spaß. Die Beantwortung der Frage, welche Form von Mobilität wir künftig haben, nimmt gerade 30 bis 50 Prozent meiner Arbeitszeit in Anspruch", sagte Müller.

   Müller geht es nach eigenen Worten nicht darum, immer der Erste zu sein - "man kann auch mal Fast Follower sein und es dann besser machen", sagte er mit Blick auf neue Entwicklungen und Technologietreiber wie Tesla. Dass das Image Volkswagens durch die Abgasaffare nachhaltig beschädigt sei, räumt er ohne Umschweife ein. "Wir brauchen Geduld, dieser Transformationsprozess ist nicht morgen abgeschlossen. Vertrauen ist schnell verspielt. Aber man braucht Jahre, um es zurückzubekommen, und so wird es auch bei uns sein", sagte Müller.

   FRANKFURT (Dow Jones)-

Bildquellen: JOHN MACDOUGALL/AFP/Getty Images

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