Einigung der Bundesregierung

BASF, Covestro, Evonik & Co.: Einigung über Industriestrompreis beflügelt Chemie und Metallwerte

09.11.23 17:51 Uhr

BASF, Covestro, Evonik & Co.: Einigung über Industriestrompreis beflügelt Chemie und Metallwerte | finanzen.net

Die Aktien vieler deutscher Industrieunternehmen etwa aus der Chemie- und Metallbranche haben am Donnerstag auf eine Einigung der Bundesregierung auf einen Industriestrompreis reagiert.

Werte in diesem Artikel
Aktien

46,57 EUR 0,50 EUR 1,09%

87,60 EUR 1,10 EUR 1,27%

98,96 EUR -0,98 EUR -0,98%

Indizes

17.118,1 PKT 49,7 PKT 0,29%

Das wirkte sich auch auf das europäische Branchentableau aus. Der Stoxx Europe 600 Chemicals und der Stoxx Europe 600 Industrial Goods & Services führten das Branchentableau mit Gewinnen an, während der breit gefasste Stoxx Europe 50 weniger stark zulegte.

Die geplante Senkung der Stromsteuer soll zunächst für die Jahre 2024 und 2025 gesetzlich geregelt werden. "Es besteht Einigkeit, dass die Absenkung weitere drei Jahre gelten soll, sofern für die Jahre 2026 bis 2028 eine Gegenfinanzierung im Bundeshaushalt dargestellt werden kann", teilte die Bundesregierung am Donnerstag in Berlin mit - also wenn sich Geld dafür findet.

Kanzler Olaf Scholz (SPD), Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Finanzminister Christian Lindner (FDP) hätten sich auf zusätzliche Entlastungen für Unternehmen für die nächsten fünf Jahre verständigt, hieß es. Insbesondere Unternehmen mit besonders stromintensiver Produktion würden von dem Strompreispaket profitieren, auch das produzierende Gewerbe werde entlastet.

Scholz sprach von Entlastungen in Höhe von bis zu zwölf Milliarden Euro allein im nächsten Jahr. Habeck erklärte, für relevante Teile der sehr energieintensiven Betriebe gebe es "über das Zusammenspiel der Instrumente eine wettbewerbsfähige Lösung". Die Stromsteuersenkung für das produzierende Gewerbe wiederum wirke in die Breite der Unternehmen. Lindner betonte: "Alle Maßnahmen sind im Rahmen der Schuldenbremse finanziert."

Das so genannte Strompreispaket hat mehrere Teile. Neben einem bereits beschlossenen Zuschuss zu den Netzentgelten, die Teil des Strompreises sind, soll die Stromsteuer für alle Unternehmen des produzierenden Gewerbes auf den in der EU zulässigen Mindestwert gesenkt werden. Sie fällt damit vom derzeitigen reduzierten Satz von 15,37 Euro pro Megawattstunde beziehungsweise 1,537 Cent pro Kilowattstunde auf 0,50 Euro pro Megawattstunde beziehungsweise 0,05 Cent pro Kilowattstunde.

Der bisherige Spitzenausgleich, über den energieintensive Unternehmen sich einen Großteil ihrer abgeführten Stromsteuer zurückerstatten lassen können, soll auslaufen. Von der Steuersenkung könnten alle Unternehmen des produzierenden Gewerbes profitieren, nicht nur jene, die bislang den Spitzenausgleich geltend machen konnten.

Die so genannte Strompreiskompensation, die rund 350 Unternehmen von Kosten durch den EU-Emissionshandel entlastet, soll für fünf Jahre verlängert und zudem ausgeweitet werden, indem der bisherige Selbstbehalt gestrichen wird. Die Extra-Entlastung, die in diesem Zusammenhang für rund 90 besonders stromintensive Unternehmen gilt ("Super-Cap") soll für die nächsten fünf Jahre verlängert und ausgeweitet werden.

Im DAX notierten die Aktien des Chemiekonzerns BASF letztlich 2,08 Prozent im Plus bei 44,48 Euro, für Covestro ging es um 1,36 Prozent auf 47,73 Euro nach oben. In MDAX profitierten Evonik, WACKER CHEMIE und LANXESS.

Und auch die Papiere des Industriekonzerns thyssenkrupp, des Stahlkochers Salzgitter, des Stahlhändlers Klöcker & Co und des Kupferkonzerns Aurubis waren gefragt. Im SDAX legten die Anteilsscheine von Siltronic zu, einem Wafer-Hersteller für Chipkonzerne.

Gerade Unternehmen aus der Chemie-, der Metall- und der Halbleiterbranche verbrauchen viel Strom. Die mit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine stark gestiegenen Energiepreise machen den Konzernen schon lange zu schaffen. Ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit leidet, teils wurden schon Standortschließungen hierzulande angekündigt. Die Unternehmen fordern daher schon lange einen Industriestrompreis sowie eine dauerhafte Lösung für die hohen Strompreise.

/mis/stk

FRANKFURT (dpa-AFX)

Ausgewählte Hebelprodukte auf BASF

Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf BASF

NameHebelKOEmittent
NameHebelKOEmittent
Werbung

Bildquellen: Covestro

Nachrichten zu BASF

Analysen zu BASF

DatumRatingAnalyst
24.01.2024BASF HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
22.01.2024BASF HaltenDZ BANK
22.01.2024BASF BuyDeutsche Bank AG
22.01.2024BASF HoldWarburg Research
19.01.2024BASF AddBaader Bank
DatumRatingAnalyst
22.01.2024BASF BuyDeutsche Bank AG
19.01.2024BASF AddBaader Bank
19.01.2024BASF BuyUBS AG
19.01.2024BASF AddBaader Bank
11.01.2024BASF BuyDeutsche Bank AG
DatumRatingAnalyst
24.01.2024BASF HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
22.01.2024BASF HaltenDZ BANK
22.01.2024BASF HoldWarburg Research
16.01.2024BASF Equal WeightBarclays Capital
22.12.2023BASF HoldWarburg Research
DatumRatingAnalyst
19.01.2024BASF UnderperformJefferies & Company Inc.
10.01.2024BASF UnderperformBernstein Research
09.01.2024BASF UnderperformBernstein Research
05.01.2024BASF UnderperformJefferies & Company Inc.
21.12.2023BASF UnderperformJefferies & Company Inc.

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für BASF nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"