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05.03.2019 15:38
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WACKER CHEMIE erwartet 2019 Gewinnrückgang trotz Umsatzplus - Aktie bricht deutlich ein

Enttäuschende Gewinnprognose: WACKER CHEMIE erwartet 2019 Gewinnrückgang trotz Umsatzplus - Aktie bricht deutlich ein | Nachricht | finanzen.net
Enttäuschende Gewinnprognose
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Die WACKER CHEMIE wird in diesem Jahr dank höherer Absatzmengen bei Polysilicium und im Chemiegeschäft den Umsatz zwar voraussichtlich um einen mittleren einstelligen Prozentsatz steigern.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wird aber wegen der niedrigeren Durchschnittspreise für Polysilicium wahrscheinlich um 10 bis 20 Prozent geringer ausfallen als im Vorjahr, wie das im MDAX notierte Unternehmen mitteilte. 2018 wurde bei einem Umsatz von 4,98 Milliarden ein EBITDA von 930 Millionen Euro erzielt.

Den Netto-Cashflow soll 2019 "deutlich" über dem Vorjahreswert von 125 Millionen Euro liegen.

Die erwarteten Versicherungsleistungen aus dem Schadensfall am Standort Charleston in Tennessee sind in dieser Prognose nicht enthalten. Beim Umsatz rechnet der MDAX-Konzern 2019 derweil mit einem Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich. Bei einer angenommenen Steigerung um 5 Prozent wären das etwa 5,2 Milliarden Euro nach 4,98 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Zumindest das wäre mehr als Experten derzeit im Durchschnitt erwarten.

Neben höheren Verkaufszahlen im Polysilizium-Geschäft setzt Wacker dabei auf eine gute Entwicklung im Chemiegeschäft. So war 2018 etwa die Silikon-Sparte, die auch Dicht- und Schmiermittel für die Bau- und Autoindustrie herstellt, stark gewachsen. In der Polymer-Sparte für Bindemittel und Lackharze war der Umsatz im vergangenen Jahr zwar noch leicht gestiegen, allerdings hatten höhere Rohstoffkosten auf den Gewinn gedrückt. Die gesamte Prognose will WACKER CHEMIE im Rahmen der Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2018 am 19. März 2019 vorlegen.

Enttäuschende Gewinnprognose belastet WACKER CHEMIE-Aktien schwer

Die Gewinnprognose von WACKER CHEMIE für 2019 hat am Dienstag schwer enttäuscht und die Aktie auf Talfahrt geschickt. Schwache Preise für den Solarindustrie-Grundstoff Polysilizium machen dem Chemiekonzern zu schaffen.

Am frühen Nachmittag büßten die Papiere 10,40 Prozent auf 86,16 Euro ein und lagen damit abgeschlagen am Ende des MDAX. Schlussendlich verließen die Papiere den Handel 8,96 Prozent leichter bei 87,54 Euro. Zeitweise waren sie mit 85,26 Euro bis knapp an die 90-Tage-Linie gesackt. Dieser Indikator für den mittelfristigen Trend ist aktuell eine wichtige Unterstützung für das Papier.

Der Hersteller von Grundstoffen für zahlreiche Industrien rechnet in diesem Jahr mit einem Rückgang des operativen Gewinns (Ebitda) um 10 bis 20 Prozent. Analysten indes hatten bisher noch noch einen Anstieg prognostiziert. Ein wesentlicher Grund für den erwarteten Rückgang des Ebitda sind die im laufenden Jahr voraussichtlich geringeren Durchschnittspreise für Polysilizium.

"Einige Marktteilnehmer sind von einer Erholung der Polysiliziumpreise ausgegangen und werden nun komplett auf dem falschen Fuß erwischt", sagte ein Händler. Das spiegele sich in der heftigen Kursreaktion wider.

Die Münchener seien zwar für zurückhaltende Ausblicke bekannt, sagte Analystin Laura Lopez Pineda von der Baader Bank in einer ersten Einschätzung. Ein derart starker Rückgang des Ebitda sei jedoch "konservativer als wir erwartet hatten".

Im zweiten Halbjahr rechnet die Expertin jedoch mit wieder besseren Preisen auf den Märkten für Polysilizium. Für Erleichterung könnten ferner sinkende Rohstoffkosten sorgen. Mit Blick auf die ihrer Einschätzung nach überaus konservativen Annahmen von Wacker eröffne sich also wieder deutliches Aufwärtspotenzial.

Der starke Preisverfall von Polysilizium im vergangenen Jahr hatte den Aktienkurs von Wacker Chemie erheblich belastet. Im Dezember rutschte er bis auf rund 70 Euro ab auf den tiefsten Stand seit fast drei Jahren. Anschließend erholten sich die Papiere wieder und hatten sich tags zuvor sogar wieder der Marke von 100 Euro angenähert.

DJG/bam/kla

Dow Jones Newswires / dpa

Bildquellen: WACKER Chemie

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