Microsoft-Aktie bricht nach Zahlen ein - Analysten sehen weiter großes KI-Potenzial

Die Microsoft-Aktie geriet nach den Quartalszahlen deutlich unter Druck. Mehrere Analysten sehen den Tech-Konzern dennoch weiter als einen der größten Profiteure des KI-Booms.
Werte in diesem Artikel
• Microsoft-Aktie rutscht nach Zahlen kräftig ab
• Piper Sandler sieht Microsoft als KI-Spitzenreiter
• Mehrheit der Analysten bleibt klar auf Kaufkurs
Microsoft-Aktie stürzt nach Zahlen ab - doch Piper Sandler bleibt bullish
Microsoft erhielt zuletzt deutliche Unterstützung von Analystenseite, auch wenn sich dies nicht im Aktienkurs widerspiegelte - die Aktie stürzte am Tag nach der Zahlenvorlage an der NASDAQ letztlich um 9,99 Prozent auf 433,50 US-Dollar ab. Zwar konnte der Softwarekonzern Microsoft im Berichtszeitraum erneut kräftig zulegen und profitierte dabei von einer weiter hohen Nachfrage rund um Künstliche Intelligenz und Cloud-Dienste. Jedoch blieb das Wachstum hinter jenem aus dem Vorquartal zurück. Hinzu kamen Sorgen über die stark gestiegenen Kosten.
Das Analysehaus Piper Sandler stufte den Softwarekonzern dennoch als einen der größten Profiteure im Bereich Künstliche Intelligenz ein. Analyst Billy Fitzsimmons erklärte laut TipRanks: "Wir sehen Microsoft als das derzeit vielleicht beste reine KI-Unternehmen." Er verwies dabei auf Ergebnisse einer Studie: "Die Teilnehmer unserer CIO-Umfrage für das zweite Halbjahr 2025 äußerten sich zunehmend positiv zu Azure und Copilot." Er erklärte daher, dass Rücksetzer nach den Zahlen eine Kaufgelegenheit darstellen könnten.
Gleichzeitig sieht Piper Sandler Microsoft vergleichsweise gut gegen mögliche Risiken im Zusammenhang mit der zunehmenden KI-Nutzung in der Softwarebranche gewappnet. "Wir glauben, dass Microsoft am besten positioniert ist, um von den erhöhten Ausgaben für KI-Infrastruktur zu profitieren. Wir glauben auch, dass Microsoft finanziell besser aufgestellt ist als einige Mitbewerber, um die notwendigen Investitionen zu tätigen, da es über eine robuste Bilanz verfügt und davon ausgeht, dass der freie Cashflow in den nächsten Jahren weiterhin solide positiv sein wird.", zitiert 24/7 WALL ST.
Weitere Analysten-Reaktionen nach Microsofts Zahlen
Die kanadische Bank RBC hat ihr Kursziel für Microsoft nach Zahlen bei 640 US-Dollar und die Einstufung auf "Outperform" belassen. Analyst Rishi Jaluria erklärte, dass das Unternehmen in einem soliden Quartal die Prognosen übertroffen habe, während die vorab noch gestiegenen Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden. Er sieht dennoch weiter Luft nach oben für Wachstum und Margen - die Aktie bleibe sein "Top Pick".
Derweil hat JPMorgan sein Kursziel von 575 auf 550 US-Dollar gesenkt - die Einstufung blieb aber auf "Overweight". Laut Mark Murphy habe Azure ordentlich abgeschnitten, allerdings würden Kapazitätsengpässe das Geschäft weiter prägen, während der Umsatzausblick für das dritte Geschäftsquartal währungsbereinigt etwas unter den Erwartungen liege.
Jefferies hat Microsoft auf "Buy" mit einem Kursziel von 675 US-Dollar belassen. Analyst Brent Thill erklärte, dass das Unternehmen insgesamt ordentlich abgeschnitten und die Erwartungen übertroffen habe.
Die US-Großbank Goldman Sachs hat das Kursziel für den Softwarekonzern von 655 auf 600 US-Dollar gesenkt, blieb aber bei ihrem "Buy"-Rating.
Die DZ Bank hat den fairen Wert für Microsoft von 650 auf 620 US-Dollar je Aktie gesenkt, die Einstufung aber auf "Kaufen" belassen. Analyst Axel Herlinghaus betrachtet Microsoft weiter als einen klaren "KI-Gewinner" und als erstklassige Kaufgelegenheit.
Daneben hat Barclays das Kursziel für den Softwareriesen von 610 auf 600 US-Dollar gesenkt, die Einstufung beließ die britische Investmentbank auf "Overweight". Analyst Raimo Lenschow erklärte, dass die Story der Microsoft-Papiere etwas auf den Prüfstand gestellt werden dürfte, da es so aussehe als ob das Wachstum von Azure nicht weiter beschleunigt werden könne.
Insgesamt starke Kaufempfehlung für Microsoft
Insgesamt zeigen sich die Analysten auch nach Microsofts Zahlenvorlage weiter optimistisch für den Softwareriesen. Laut TipRanks haben in den letzten drei Monaten 35 Wall Street-Analysten 12-Monats-Kursziele für die Microsoft-Aktie abgegeben. Von diesen empfehlen 33 die Aktie zum Kauf, während zwei ein Hold-Rating abgegeben haben. Verkaufsempfehlungen gibt es derzeit keine.
Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 598,99 US-Dollar, wobei die höchste Prognose bei 678,00 US-Dollar und die niedrigste bei 392,00 US-Dollar liegt. Das durchschnittliche Kursziel entspricht einer Veränderung von 44,62 Prozent gegenüber dem letzten Kurs von 419,19 US-Dollar (Stand: 04.02.2026).
Redaktion finanzen.net
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