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13.03.2015 03:00

Bilanzsaison 2016: Das sind die Überflieger

Gewinnprognosen im Blick: Bilanzsaison 2016: Das sind die Überflieger | Nachricht | finanzen.net
Gewinnprognosen im Blick
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€uro am Sonntag hat die Gewinnschätzungen für 2015 angepasst - und für das Jahr 2016 erstmals erstellt. Welche Werte aus DAX und Co ihre Profite besonders stark steigern.
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€uro am Sonntag
von C. Scheid und S. Bauer, Euro am Sonntag

Wir blicken weiterhin optimistisch in die Zukunft", sagt Marijn Dekkers. Die Aussage des Bayer-Chefs bei der jüngsten ­Bilanzvorlage wird es wohl kaum noch wegen ihrer Originalität auf die Titelseiten schaffen.

Aktionäre können mit der bewährten Managerfloskel jedoch gut leben - schließlich ist der Ausblick des größten deutschen Pharmakonzerns für das laufende Jahr vielversprechend: Nach einem Rekordumsatz 2014 soll der DAX-Wert laut Konzernchef Dekkers auch im laufenden Jahr kräftig bei Umsatz und Gewinn zulegen.

Die Bilanzsaison läuft auf Hochtouren - und bei dieser Gelegenheit geben die Vorstände Einblicke in ihre Planungen für das laufende Jahr. Die Redaktion von €uro am Sonntag hat deshalb die Gewinnentwicklung von rund 560 deutschen Unternehmen für 2015 unter die Lupe genommen. Dazu wurden die Gewinnprognosen in der hauseigenen Datenbank mit den aktuellen Analystenschätzungen abgeglichen.

Zugleich haben wir, wie jedes Jahr im März, erstmals die Schätzungen für das kommende Jahr aufgenommen. In den Aktienbesprechungen und im Kursteil der aktuellen Ausgabe finden Leser deshalb erstmals auch die Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGV) der Wertpapiere auf Basis der Gewinnprognosen für 2016.

Profitprotze

Gewinne beeinflussen die Kurse maßgeblich - deshalb hat die Redaktion Werte herausgefiltert, bei ­ denen künftig besonders hohe Zuwächse zu erwarten sind (siehe Tabelle). ­Jeweils zwei stammen aus den Indizes DAX, MDAX, SDAX und TecDAX.

Eines vorweg: Es läuft ziemlich rund bei deutschen Unternehmen. Im Leitindex sind die Mitglieder drauf und dran, die Rekordgewinnsumme von 85,1 Milliarden Euro aus dem Jahr 2007 zu knacken. Insgesamt dürften die 30 Konzerne 2014 rund 85 Milliarden Euro verdienen. Für das laufende Jahr steht ein Zuwachs von respektablen 17 Prozent auf der Agenda.

Der Pharmakonzern Bayer zählt mit im Schnitt über 30 Prozent ­Gewinnplus im Jahr (zum Kriterium siehe Tabelle unten) zu den Top Ten im DAX. Spitze ist hier die Lufthansa: Die größte deutsche Airline wird demnach den Gewinn 2015 gleich um das 17-Fache steigern. Dass der Gewinnanstieg so hoch ist, liegt aber auch am besonders niedrigen Gewinn des Vorjahres: 2014 verbuchte die Airline erhebliche Sonderbelastungen wegen der Pilotenstreiks, wodurch es zu Belastungen in Höhe von 232 Millionen Euro kam. Der Konzern profitiert indes von der anziehenden Konjunktur und der regen Reisetätigkeit in Deutschland. 2016 sollten sich die Kölner ein weiteres Gewinnplus von 20 Prozent erarbeiten können.

Auch ThyssenKrupp ragt im Leitindex heraus. Der Industriekonzern hat sich nach drei Jahren mit Milliardenverlusten in die schwarzen Zahlen gekämpft - das Sparprogramm zeigt Wirkung. Unter dem Strich verdiente ThyssenKrupp im vergangenen Geschäftsjahr 210 Millionen Euro. Für die laufende Periode kündigte Chef Heinrich Hiesinger erneut schwarze Zahlen mit einem "deutlich" positiven Jahresüberschuss an. Analysten trauen ThyssenKrupp in der laufenden sowie der kommenden Periode ein Gewinnplus von im Schnitt knapp über 100 Prozent zu.

Wie an der Schnur gezogen geht es derzeit auch für den MDAX nach oben. Erstmals in seiner Geschichte hat der Index für die mittelgroßen Unternehmen die Marke von 20.000 Punkten überwunden. Basis des ­Erfolgs sind nicht zuletzt die stetigen Gewinnsteigerungen. Im vergangenen Jahr haben die 50 Firmen ­Berechnungen zufolge gut 13,5 Milliarden Euro verdient. 2016 dürfte die Gewinnsumme über die Marke von 17 Milliarden Euro steigen.

Ein Garant für regelmäßig steigende Erträge ist Rheinmetall, auch wenn beim Autozulieferer und Rüstungskonzern immer wieder politische Entscheidungen für Unsicherheit sorgen. Wer sich hier engagiert, sollte also einen langen Atem mitbringen, um Kursdellen wie die im zweiten Halbjahr 2014 überstehen zu können. Gute Geschäfte mit der Fahrzeugindustrie haben dem Konzern dann im vergangenen Jahr die Bilanz gerettet. Allmählich dürfte sich der harte Sparkurs aber auszahlen. Laut Gewinnschätzungen wird sich das Ergebnis je Aktie 2015 mehr als verdreifachen. Für 2016 steht demnach ein weiterer Anstieg von 23 Prozent auf der Agenda.

Leoni ist günstig

Ganz so stark beschleunigen die Profite des Autozulieferers und Kabelspezialisten Leoni zwar nicht. Doch angesichts des erwarteten Gewinnwachstums von 32 Prozent pro Jahr bis 2016 ist die Aktie mit einem KGV von rund neun sicherlich alles andere als teuer. Nach dem Rekordjahr 2014 sieht sich das Unternehmen auf Kurs zu seinen Zielen für 2016. Die Nürnberger peilen weiterhin fünf Milliarden Euro Umsatz an. Das wären 22 Prozent mehr als 2014. Vor Zinsen und Steuern sollen dann sieben Prozent des Umsatzes als ­Gewinn hängen bleiben. Wenn das gelingt, besteht bei den Prognosen noch reichlich Spielraum nach oben.

Mit dem stärksten Ertragswachstum wartet der SDAX auf. Die Gewinne der 50 Mitglieder des Small-Cap-Index dürften zwischen 2014 und 2016 von 1,8 Milliarden auf 3,2 Milliarden Euro zunehmen. Voraussichtlich wird dann auch kein einziges SDAX-Unternehmen mehr einen Verlust ausweisen. Im vergangenen Jahr war das immerhin noch bei drei Firmen der Fall: Heidelberger Druck, SGL Carbon und Vossloh.

Magere Zeiten hat Ströer Media hinter sich. Nach zwei Verlustjahren reichte es 2013 wieder zu einem kleinen Gewinn für den Spezialisten für Außenwerbung, der etwa durch seine elektrisch betriebenen Plakatwände bekannt ist. Seitdem geht es steil nach oben. Im vergangenen Jahr blieben unter dem Strich bereits 0,54 Euro als Gewinn pro Aktie hängen - fast siebenmal so viel wie 2013. Ströer profitiert von der Neuausrichtung als integriertes und zunehmend digitales Medienunternehmen. Der Mix aus Online- und Plakatwerbung ist lukrativ. Experten trauen den Kölnern bis 2016 ein Gewinnplus von 69 Prozent pro Jahr zu.

Um fast 100 Prozent jährlich könnte es bei Tom Tailor nach oben gehen - wenn der Modekonzern sein Sorgenkind Bonita in den Griff bekommt. Mit der Übernahme des Labels im Jahr 2012 hatte sich das Unternehmen einen Klotz ans Bein gebunden. Doch nun zeichnet sich Entspannung ab. Da Tom Tailor 2014 die Profitabilität bei Bonita im Fokus hatte, erzielte der SDAX-Wert erstmals seit dem Zukauf wieder ein positives Konzernergebnis.

Eine Sondersituation herrscht im TecDAX vor. Telefónica Deutschland ist nach Börsenwert mit Abstand das größte Unternehmen im Index und hat ein hohes Gewicht. Der Verlust im dreistelligen Millionenbereich des vergangenen Jahres, der bei der Fusion mit E-Plus aufgelaufen war, drückte die Gewinne des gesamten Technologie-Index. Bis 2016 dürften sich die Ergebnisse aber insgesamt erholen. Mit geschätzt 2,9 Milliarden Euro sollten die TecDAX-Mitglieder dann rund 15 Prozent mehr verdienen als 2013.

Personalisiertes Plus Allein knapp 300 Millionen Euro wird aller Voraussicht nach Qiagen dazu beitragen. Damit ist die Gesellschaft hinter BB Biotech und United Internet der drittgrößte Gewinnbringer im Index für Technologieaktien. Auch gemessen an der durchschnittlichen Gewinnsteigerungsrate von mehr als 60 Prozent ist das Biotechunternehmen sehr weit vorn zu finden. Qiagen profitiert vom Trend zur personalisierten Medizin. Hier werden spezifische Merkmale von Gruppen oder Individuen bei der Arzneitherapie berücksichtigt. Die Aktie sieht charttechnisch vielversprechend aus und hat das Potenzial, im laufenden Jahr zu einem Überflieger zu werden.

Der IT-Dienstleister Cancom setzt auf den Megatrend "Cloud-Computing" und bietet Lösungen für Datendienste aus dem Internet an. Das Geschäft läuft, der Gewinn stieg etwa im vierten Quartal überproportional. In diesem Stil dürfte es weitergehen: Analysten gehen bei den Münchnern von einem durchschnittlichen jährlichen Gewinnwachstum von 41,4 Prozent bis 2016 aus. Die Aktie kämpft zwar seit etwa einem Jahr mit einem Widerstand um die 40-Euro-Marke. Das Gewinnpotenzial des Technologieunternehmens ist aber so hoch, dass der Sprung über die Hürde gelingen sollte.
Favoriten: Gewinn-Gewinner aus DAX & Co (pdf)

Investor-Info

DAX
Neuer Gewinnrekord

Das Geschäft der 30 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands brummt. Den Schätzungen zufolge wird die Gewinnsumme der DAX-Konzerne bereits 2014 den bisherigen Spitzenwert des Jahres 2007 übersteigen. Anleger, denen das Risiko eines ­Investments in Einzelwerte zu hoch ist, setzen auf ­einen ETF auf den Leitindex, etwa auf den Indexfonds der Deutschen Bank (ISIN: LU 027 421 148 0).

MDAX
Dynamische zweite Reihe

Wie an der Schnur gezogen steigen Schätzungen zufolge die Gewinne im MDAX an. Die 50 größten deutschen Nebenwerte dürften 2015 mit zwölf Prozent Gewinnplus zwar etwas weniger stark zulegen als der DAX. Gleichwohl ist ein Indexfonds etwa von BlackRock (ISIN: DE 000 593 392 3) wegen der steten Gewinnentwicklung interessant.

SDAX
Gewinnsprung der Kleinen

In der dritten Reihe sitzen Anleger in diesem Fall ­besonders gut: Die 50 kleinen Werte des Small-Cap-Index SDAX sollen den Schätzungen zufolge im laufenden Jahr den Gewinn gleich um rund 50 Prozent steigern - was auch daran liegt, dass die Verlustbringer schwarze Zahlen schreiben. Wer davon profitieren möchte, ist mit einem ETF, etwa der Commerzbank (ISIN: LU 060 394 288 8), gut bedient.
Bildquellen: MichaelJayBerlin / Shutterstock.com, Markus Gann / Shutterstock.com

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