27.10.2020 17:56

Brenntag-Aktie legt kräftig zu: Stellenabbau soll Brenntag profitabler machen

Konzernumbau: Brenntag-Aktie legt kräftig zu: Stellenabbau soll Brenntag profitabler machen | Nachricht | finanzen.net
Konzernumbau
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Der Chemikalienhändler Brenntag will im Zuge seines Umbaus weltweit etwa 1.300 seiner 17.500 Arbeitsplätze abbauen.
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Dies solle innerhalb der nächsten zwei Jahre auf sozialverträgliche Weise geschehen, teilte das im MDAX notierte Unternehmen am Montagabend in Essen mit. Global sollen etwa 100 Standorte geschlossen werden.

Das Sparprogramm soll das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ab dem Jahr 2023 um 220 Millionen Euro verbessern. Zunächst kostet es aber Geld: 370 Millionen Euro fließen durch die Veränderungen aus dem Unternehmen, teilte Brenntag weiter mit.

Die Fortschritte beim "Project Brenntag" brächten nochmals mehr Aufwärtspotenzial mit sich, schrieb Analyst Chetan Udeshi von der US-Bank JPMorgan. Die laufenden Kostenkürzungen erschienen ihm deutlich höher als erwartet. Nach Ansicht von Analyst Markus Mayer von der Baader Bank liegt der Beitrag des Programms zum operativen Gewinn (Ebitda) weit über den Erwartungen. Trotz des guten Kursverlaufs seit Jahresbeginn bleibt er positiv gestimmt für die Aktie.

"Die Einführung unserer neuen operativen Geschäftsstruktur war ein erster wichtiger Meilenstein, um zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden und an der Spitze unserer Branche zu bleiben", sagte Unternehmenschef Christian Kohlpaintner laut Mitteilung. Um das Potenzial voll auszuschöpfen, müsse Brenntag schlanker und effizienter werden.

Anfang 2021 führt der Konzern zwei Geschäftsbereiche ein: Brenntag Essentials und Brenntag Specialties. Im ersten Bereich sollen Prozesschemikalien für ein breites Spektrum an Branchen und Anwendungen vermarktet werden. Der zweite Bereich soll sich auf den Vertrieb von Inhaltsstoffen für ausgewählte Branchen konzentrieren.

Brenntag ist ein international tätiger Händler von Industrie- und Spezialchemikalien sowie Inhaltsstoffen. Das Unternehmen kauft seine mehr als 10 000 Produkte bei den Chemiekonzernen in größeren Mengen ein, lagert sie und verkauft sie dann in kleineren Mengen. In den vergangenen Jahren ist das Unternehmen mithilfe kleinerer Übernahmen gewachsen.

Das macht die Brenntag-Aktie

Die Aktien von Brenntag haben am Dienstag mit einem Kurssprung auf das angekündigte Sparprogramm des Chemikalienhändlers reagiert. Zum Handelsschluss notierten die Papiere via XETRA 5,75 Prozent höher bei 57,04 Euro und waren damit Spitzenreiter im MDAX.

Damit näherten sich die Brenntag-Titel wieder ihrem Rekordhoch bei 59,39 Euro aus dem Jahr 2015. Seit dem Corona-Crash im März, als sie bis auf 28,68 Euro abgerutscht waren, haben sie sich damit nun praktisch verdoppelt.

Brenntag will im Zuge seines Unternehmensumbaus weltweit etwa 1300 seiner 17 500 Arbeitsplätze abbauen. Global sollen etwa 100 Standorte geschlossen werden. Diese Schritte sind Teil des Programms "Projekt Brenntag", mit dem der Chemikalienhändler das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) ab dem Jahr 2023 um 220 Millionen Euro steigern will. Zunächst kostet es aber Geld: 370 Millionen Euro sollen die geplanten Maßnahmen kosten.

Die Deutsche Bank nahm die avisierte Ergebnissteigerung zum Anlass, das Kursziel von 49 auf 61 Euro anzuheben. Laut Analyst Chetan Udeshi von der US-Bank JPMorgan bringen die Fortschritte beim "Projekt Brenntag" nochmals mehr Aufwärtspotenzial mit sich. Die laufenden Kostenkürzungen erschienen ihm deutlich höher als erwartet.

Rory McKenzie von der Schweizer Großbank UBS hatte ebenfalls mit geringeren Einsparungen gerechnet. In diese Kerbe schlug auch Analyst Markus Mayer von der Baader Bank: Der geplante Ebitda-Beitrag des "Projekts Brenntag" liege weit über den Erwartungen. Daher dürften die Konsensschätzungen für 2020 und 2021 um jeweils mehr als zehn Prozent steigen, für 2022 gar um 20 Prozent. Analyst Christian Cohrs von Warburg Research sprach von enormem Potenzial zur Selbstoptimierung bei Brenntag.

/mne/brd/stw/jha/

ESSEN (dpa-AFX)

Bildquellen: Brenntag

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