MÄRKTE EUROPA/DAX von SAP-Minus belastet - Siemens sehr fest

29.01.26 10:11 Uhr

DOW JONES--Das deutliche Minus der SAP-Aktie drückt den DAX am Donnerstag im frühen Handel in den negativen Bereich. Der Index verliert 0,6 Prozent auf 24.667 Punkte. Dagegen geht es für den Euro-Stoxx-50 um 0,4 Prozent auf 5.959 Punkte nach oben. Die Impulse gehen vor allem von der Berichtssaison aus, die einen ersten Höhepunkt erreicht. Die Zinsentscheidung der US-Notenbank vom Vorabend liefert keinen Impuls. Diese bestätigte wie erwartet das Leitzinsniveau und US-Notenbankpräsident Jerome Powell dämpfte die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen in den USA eher - hielt den Glauben an selbige im Jahresverlauf aber aufrecht.

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Derweil steigen Gold und Silber vor dem Hintergrund der Spannungen um den Iran auf neue Rekordhochs. Für die Feinunze geht es in der Spitze bis knapp an die Marke von 5.600 Dollar nach oben. Aktuell legt die Feinunze um 1,5 Prozent auf 5.496 Dollar zu. Auch für die Ölpreise geht es mit den zunehmenden geopolitischen Risiken erneut aufwärts. Die Notierung für die Nordseesorte Brent steigt um 1,5 Prozent.

Unter den Einzelwerten stürzen SAP um 10,7 Prozent ab und bilden damit mit weitem Abstand das DAX-Schlusslicht. Der Zuwachs beim Current Cloud Backlog (CCB), der die gesicherten Aufträge auf Sicht eines Jahres beziffert, habe im vierten Quartal 2025 mit 25 Prozent im Jahresvergleich unter der Erwartung von 26 Prozent gelegen, merkt JP Morgan an. Zudem liege die Wachstumsprognose für den Cloud-Umsatz im Jahr 2026 bei 23 bis 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was ebenfalls unter den Schätzungen von 24 bis 26 Prozent ausgefallen sei.

Für die Aktien der Deutschen Bank geht es um 2,3 Prozent nach unten. Die Bank hat im vierten Quartal wieder einen Milliardengewinn erzielt. Trotz einer unterdurchschnittlichen Rendite im Schlussquartal hat die Bank ihr vor gut drei Jahren ausgegebenes Renditeziel für 2025 erreicht. Aktionäre können sich über eine höhere Dividende und weitere Aktienrückkäufe freuen. Die Ergebnisse für das vierte Quartal waren besser als erwartet und der Ausblick für 2026 habe mehr oder weniger im Rahmen der Erwartungen gelegen, heißt es von Jefferies.

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Die Papiere der DWS gewinnen 7,9 Prozent. Die Vermögensverwaltungstochter der Deutschen Bank übertraf im vierten Quartal sowohl die eigene Gewinnprognose als auch jene der Analysten. Bei den Nettomittelzuflüssen im Schlussquartal schnitt die DWS dagegen etwas schwächer ab als erwartet. Bereits am Vorabend hatte das Unternehmen die mittelfristigen Ziele erhöht und eine Sonderdividende für 2027 in Aussicht gestellt.

Die Geschäftsausweise der US-Technologiekonzerne Meta Platforms, IBM und Microsoft liefern kein einheitliches Bild. Während IBM und vor allem Meta mit einem optimistischen Ausblick die KI-Euphorie am Leben hielten, überzeugte Microsoft nicht. Der Software-Konzern sprach von steigenden Kosten im Zusammenhang mit KI. Der Technologiesektor fällt in Europa um 0,6 Prozent. Er hatte bereits am Vortag von starken Ergebnissen und einem optimistischen Ausblick von ASML profitiert, die Gewinne im späten Handel allerdings wieder eingebüßt. Infineon klettern um 0,1 Prozent.

Daneben gab es eine Reihe von Geschäftszahlen aus der Schweiz. Der Pharmakonzern Roche (-0,8%) rechnet für dieses Jahr mit einem währungsbereinigten Wachstum bei Umsatz und Kerngewinn je Aktie. Das Unternehmen begründete dies unter anderem mit der Stärke seiner Medikamentenpipeline. ABB (+8,7%) hat das Jahr 2025 mit höheren Auftragseingängen und den höchsten Quartalsumsätzen ihrer Geschichte abgeschlossen. Damit übertraf der Technologiekonzern die Markterwartungen. ABB teilte zudem mit, ein neues Aktienrückkaufprogramm von bis zu 2,0 Milliarden Dollar bis zum 27. Januar 2027 auflegen zu wollen. Siemens steigen im Fahrwasser um 2,7 Prozent und sind damit größter DAX-Gewinner.

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Nokia hat aufgrund der stark gestiegenen Nachfrage von Kunden aus den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI) und Rechenzentren einen kräftigen Umsatzanstieg für das Jahr 2025 bei ihrer Netzwerkinfrastruktur-Ausrüstung gemeldet. Die Aktie verliert dennoch 6,2 Prozent. STMicroelectronics (+1,4%) hat Zahlen für das vierte Quartal vorgelegt und eine Prognose für das erste Quartal abgegeben, die leicht über den Erwartungen lagen, wie die Citi-Analysten anmerken.

Nemetschek verlieren 0,1 Prozent. Der Umsatz für das Gesamtjahr 2025 habe über dem Konsens gelegen, heißt es von Morgan Stanley. Das bereinigte EBITDA bewege sich im Rahmen des Konsens.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 5.959,35 +0,4% 26,15 +3,5%

Stoxx-50 5.067,58 +0,4% 22,17 +3,8%

DAX 24.666,99 -0,6% -155,80 +1,6%

MDAX 31.760,54 +0,4% 120,17 +3,6%

TecDAX 3.675,50 -1,3% -48,04 +2,5%

SDAX 18.293,86 -0,1% -25,93 +6,7%

CAC 8.130,20 +0,8% 63,52 +0,0%

SMI 13.052,83 +0,2% 29,02 -0,4%

ATX 5.634,16 +0,1% 8,39 +5,5%

DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Mi, 17:15 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1965 +0,1% 1,1956 1,1938 +2,5%

EUR/JPY 183,59 +0,1% 183,43 183,42 -0,4%

EUR/CHF 0,9181 -0,1% 0,9186 0,9190 -1,5%

EUR/GBP 0,8656 -0,1% 0,8663 0,8664 -0,2%

USD/JPY 153,43 +0,0% 153,42 153,65 -2,8%

GBP/USD 1,3823 +0,1% 1,3804 1,3780 +2,8%

USD/CNY 6,9740 -0,0% 6,9749 6,9753 -0,9%

USD/CNH 6,9429 -0,0% 6,9436 6,9465 -0,5%

AUS/USD 0,7061 +0,3% 0,7039 0,6994 +5,1%

Bitcoin/USD 88.063,00 -1,3% 89.253,25 89.190,60 +0,5%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 64,22 63,21 +1,6% 1,01 +8,3%

Brent/ICE 69,40 68,40 +1,5% 1,00 +10,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold 5.495,50 5.415,55 +1,5% 79,95 +19,9%

Silber 115,90 116,82 -0,8% -0,92 +57,3%

Platin 2.263,11 2.267,11 -0,2% -4,00 +25,5%

Kupfer 6,30 5,93 +6,3% 0,37 +2,6%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/flf

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January 29, 2026 04:12 ET (09:12 GMT)

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