MÄRKTE USA/Positive Verbraucherstimmung hievt Dow über 50.000 Punkte
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DOW JONES--Nach einer dreitägigen Talfahrt ist die Wall Street mit einer Rally und Rekordständen am Freitag durchgestartet. Ausgabefreudige US-Verbraucher sorgten auch unter Investoren für Kauflaune. Die Verbraucherstimmung der Universität Michigan war überraschend gestiegen, Volkswirte hatten mit einer Eintrübung gerechnet. Das Konsumklima bewegte sich damit auf dem höchsten Niveau seit August 2025. Nach zuletzt schwachen Arbeitsmarktdaten minderte die positive Verbraucherstimmung Sorgen über das US-Wachstum. Die eigentlich vorgesehene Bekanntgabe des offiziellen Arbeitsmarktberichts für Januar wurde wegen des Haushaltsstreits auf Mittwoch verschoben.
Der Dow-Jones-Index zog um 2,5 Prozent auf 50.116 Punkte an und markierte Allzeithochs. S&P-500 und Nasdaq-Composite kletterten um 2,0 bzw. 2,2 Prozent. Die Zahl der Kursgewinner an der Nyse wurde mit 2.262 (Donnerstag: 887) angegeben, die der -verlierer mit 511 (1.881). Unverändert schlossen 44 (53) Titel. Der zuletzt arg gebeutelte Informationssektor im S&P-500 erholte sich als Spitzenreiter um 4,1 Prozent. "Obwohl wir heute höher stehen, wachsen die Befürchtungen (...). Wir würden eine Korrektur zwischen jetzt und Mitte März nicht ausschließen (...). Die Stimmung bleibt optimistisch (...). Aber wenn AMD über den Erwartungen liegende Geschäftszahlen meldet und die Aktie um 15 Prozent fällt, stimmt etwas nicht", sagte Rentenstratege Andrew Brenner von NatAlliance Securities.
Verunsicherung wegen neuer KI-Anwendungen mit Blick auf die Zukunft der Software- und Informationsbranche hatte in den vergangenen Tagen zu einem Ausverkauf bei Branchenaktien geführt. Die Sorgen im KI-Bereich waren aber keineswegs verflogen, wie das jüngste Beispiel Amazon zeigte. Denn die ehrgeizigen Investitionspläne großer Technologieunternehmen werden von Anlegern in zunehmendem Maße kritisch gesehen. Wie schon Alphabet hat nun auch Amazon angekündigt, die KI-Investitionen kräftig hochzufahren. Der E-Commerce-Riese will dieses Jahr 200 Milliarden Dollar in KI investieren, eine Steigerung um 56 Prozent. Hinzu kam, dass die Geschäftszahlen zum vierten Quartal nicht in allen Punkten überzeugen. Der Kurs stürzte daher um über 5,6 Prozent ab - hatte aber schon deutlicher im Minus gelegen.
Am Rentenmarkt drehen die Notierungen mit den starken Konsumdaten mehrheitlich ins Minus - die Rendite zehnjähriger US-Anleihen sank gleichwohl um knapp 1 Basispunkt auf 4,20 Prozent, denn die zuletzt schwachen Arbeitsmarktdaten blieben in Erinnerung. Laut Mary Daly, Präsidentin der Fed-Filiale in San Francisco, muss die Zentralbank angesichts einer Kombination aus erhöhter Inflation und einem frustrierenden Arbeitsmarkt beide Seiten ihres doppelten Mandats sorgfältig beobachten.
Der Dollar neigte daher zur Schwäche, der Dollar-Index gab 0,2 Prozent nach. Mit entscheidend für den nachgebenden Greenback dürften die Inflationserwartungen der Konsumenten gewesen sein, die sich auf Sicht von zwölf Monaten im Vergleich zum Vormonat verringert hatten. Bitcoin erholte sich leicht vom jüngsten Einbruch. Devisenhändler erklärten den jüngsten Wertverlust der Kryptowährung mit der verringerten Risikoneigung der Anleger. Innerhalb eines Monats hatte Bitcoin etwa ein Drittel an Wert eingebüßt. Bei Gold stiegen Anleger auf dem tieferen Niveau wieder ein - der Preis stieg um 3,7 Prozent.
Die Ölpreise zeigten sich volatil und am Abend knapp im Plus. Der Markt fokussierte sich ganz auf die Gespräche zwischen den USA und dem Iran, die aber bislang keine Ergebnisse geliefert haben. Nach einer ersten Verhandlungsrunde im Oman hielten sich beide Seiten weitere Gespräche offen. Im Handel sprachen von Hoffen und Bangen.
Am Aktienmarkt drehten Philip Morris 0,4 Prozent ins Plus. Der Tabakkonzern hatte im vierten Quartal 2025 einen höheren Gewinn verzeichnet und prognostizierte für die kommenden Jahre weiteres Wachstum. News Corp (-6,4%) übertraf mit ihren Umsätzen die Erwartungen. Der Nettogewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen sank aber um 21 Prozent, im Vorjahreszeitraum waren Gewinne aus einem Verkauf von Vermögenswerten enthalten.
Eine Negativüberraschung lieferte Stellantis, die Aktien brachen um rund 23,9 Prozent ein. Der Jeep-Hersteller wird im Rahmen einer Abkehr von Elektrofahrzeugen nun Belastungen von rund 22,2 Milliarden Euro verbuchen. Die Titel des US-Telemedizinanbieters Hims & Hers Health fielen um 2 Prozent. Novo Nordisk und die US-Gesundheitsbehörde FDA wollen gegen das Unternehmen vorgehen, weil dieses Nachahmerprodukte im Bereich Abnehmmedikamente vermarktet - ohne offenbar dafür eine Zulassung zu besitzen. Eli Lilly zogen um 3,6 Prozent an - der Pharmakonzern ist im Bereich Gewichtsreduktion sehr aktiv und dürfte profitieren, sollte Hims & Hers Health ausgebremst werden.
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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 50.115,67 +2,5% 1206,95 +1,8%
S&P-500 6.932,30 +2,0% 133,90 -0,7%
NASDAQ Comp 23.031,21 +2,2% 490,63 -3,0%
NASDAQ 100 25.075,77 +2,1% 527,08 -2,8%
DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Do, 17:59 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1823 +0,3% 1,1782 1,1801 +0,3%
EUR/JPY 185,75 +0,4% 185,01 185,16 +0,5%
EUR/CHF 0,9166 +0,0% 0,9166 0,9173 -1,5%
EUR/GBP 0,8681 -0,3% 0,8703 0,8713 -0,2%
USD/JPY 157,11 +0,0% 157,04 156,90 +0,2%
GBP/USD 1,3620 +0,6% 1,3537 1,3545 +0,5%
USD/CNY 6,9500 -0,1% 6,9589 6,9530 -1,0%
USD/CNH 6,9302 -0,1% 6,9382 6,9345 -0,5%
AUS/USD 0,7019 +1,3% 0,6929 0,6969 +3,9%
Bitcoin/USD 70.153,65 +9,7% 63.926,40 67.879,55 -29,1%
ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 63,43 63,29 +0,2% 0,14 +9,9%
Brent/ICE 67,87 67,55 +0,5% 0,32 +10,7%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold 4.951,74 4.774,29 +3,7% 177,46 +10,6%
Silber 77,27 70,90 +9,0% 6,37 -0,6%
Platin 1.768,67 1.690,39 +4,6% 78,28 -3,6%
Kupfer 5,89 5,82 +1,2% 0,07 +2,0%
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
(Angaben ohne Gewähr)
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Kontakt: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/flf
(END) Dow Jones Newswires
February 06, 2026 16:11 ET (21:11 GMT)
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