25.01.2019 21:03

"Er steht über dem Gesetz": Tesla-Shortseller teilt gegen Elon Musk aus

Neue Vorwürfe: "Er steht über dem Gesetz": Tesla-Shortseller teilt gegen Elon Musk aus | Nachricht | finanzen.net
Neue Vorwürfe
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David Einhorn, einer der bekanntesten Tesla-Shortseller, war nie ein Unterstützer von Tesla-Chef Elon Musk. Besonders sein spezielles Verhältnis zur US-Börsenaufsicht ist dem Hedgefondsmanager ein Dorn im Auge.
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In einem Brief, den David Einhorn als Chef des Hedgefonds Greenlight Capital vierteljährlich an seine Kunden schreibt, tat der Investor einmal mehr seine Meinung über Teslas Elon Musk kund.

"Musk steht über dem Gesetz"

Den Autobauer selbst nannte Einhorn "eine bizarre Situation". Im Folgenden nahm er Bezug auf Elon Musk und rekapitulierte dabei insbesondere dessen Streit mit der US-Börsenaufsicht im vergangenen Jahr. Die Börsenaufseher hatten Musk ins Visier genommen, nachdem dieser im August in einem folgenschweren Tweet angekündigt hatte, Tesla von der Börse nehmen zu wollen. Die Finanzierung für dieses Vorhaben sei gesichert, hatte Musk hinzugefügt.

Nur wenige Tage später - nachdem die Tesla-Aktie einen deutlichen Kurssprung hingelegt hatte - machte der CEO einen Rückzieher und kündigte an, dass Tesla ein börsennotiertes Unternehmen bleibe. Das rief die Securities and Exchange Commission (SEC) auf den Plan, die eine Klage gegen den Chef des Autobauer anstrengte, in dessen Folge Elon Musk teilweise entmachtet wurde. Seine Doppelfunktion als Chef des Aufsichtsrats und CEO gab Musk auf, der Aufsichtsratsvorsitz wurden zwischenzeitlich für die nächsten drei Jahre mit Robyn Denholm besetzt.

Ein weiterer Teil der Vereinbarung zwischen der SEC und Musk sah eine finanzielle Entschädigung für Tesla-Anleger vor, sowohl Musk als auch das Unternehmen mussten eine Strafe von 20 Millionen Dollar zahlen.

Genau diese Vereinbarung stimmt Hedgefonds-Chef David Einhorn offenbar unzufrieden. Denn infolge des Deals äußerte Musk im vergangenen Jahr, er habe "keinen Respekt vor der SEC". Einhorn kommentierte dies in seinem Investorenbrief mit den Worten "Warum sollte er auch? Schließlich hat er krasse Marktmanipulationen begangenen und wurde mit einer Geldstrafe belegt, die die Sache seiner Meinung wert gewesen sei", so der Greenlight Capital-Chef. Seinen Posten an der Konzernspitze habe Musk außerdem noch behalten können, ihn aus der Führungsebene zu entfernen sei offenbar keine ernsthafte Option, wenn man so wichtig ist, wie Elon Musk, fügte Einhorn noch hinzu. "Musk steht über dem Gesetz".

Streit zwischen Einhorn und Musk hat lange Tradition

David Einhorn und Elon Musk waren in der Vergangenheit häufig aneinander geraten. Einhorn ist überzeugter Tesla-Leerverkäufer und gehört damit zur Riege der von Musk verhassten Shortseller. Während Einhorn in der Vergangenheit nicht müde wurde, insbesondere das Geschäftsmodell von Tesla auf den Prüfstand zu stellen und sogar Parallelen zur Pleitebank Lehman Brothers zog, schoss Musk diverse Male auf Twitter gegen den Hedgefonds-Chef zurück.

So versprach Elon Musk, dem bekennenden Shortseller eine Kiste voll Shorts zukommen zu lassen, nachdem dieser auf Twitter vermeldet hatte, er sei froh, dass der Leasingvertrag für seinen Tesla ausgelaufen sei.

Der Tesla-Chef machte sein Versprechen wahr: "Er steht zu seinem Wort!", postete Einhorn ebenfalls auf Twitter, die Shorts seien aber mit einigen Fabrikationsfehlern bei ihm angekommen.

Nach dem jüngsten Investorenbrief dürfte der Streit zwischen dem Tesla-Chef und Einhorn in eine neue Runde gehen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Paul Bereswill/Getty Images, Chris Saucedo/Getty Images for SXSW

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