21.01.2022 16:06

QIX Deutschland: Mit diesen Schritten erschließen Symrise und Covestro derzeit potenziale Zukunftsmärkte

QIX aktuell: QIX Deutschland: Mit diesen Schritten erschließen Symrise und Covestro derzeit potenziale Zukunftsmärkte | Nachricht | finanzen.net
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In Anbetracht der erwarteten geldpolitischen Straffungen in den USA bleibt der QIX Deutschland auch am Freitag im Korrekturmodus.
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Dabei verliert der Index am Nachmittag gut 1,8% auf 16.315 Punkte. Symrise kauft den Proteinhersteller Schaffelaarbos aus den Niederlanden und stärkt damit seinen Bereich "Pet Nutrition" in Europa. Kunststoffkonzern Covestro will ab 2024 in seinen weltweiten Werken künftig umweltfreundlich produzierten Wasserstoff aus Australien einsetzen.

Ungeachtet florierender Geschäfte gibt am Freitag im Qualitäts-Index die Symrise-Aktie deutlich auf aktuell 113,30 Euro nach. Dabei waren die Papiere des Aromen- und Duftstoffherstellers noch im letzten Jahr ein Outperformer und markierten im Dezember bei 130,00 Euro sogar ein Allzeithoch. Mittlerweile geht aber unter Investoren die Angst um, das die Geschäfte rund um Duft- und Geschmackstoffe im 4.Quartal eine gewisse Absatzschwäche bei gleichzeitigem Preis- und Margendruck verzeichnet haben könnten. Und aufgrund der anhaltenden Kosteninflation könnte es vom Management zudem vielleicht auch nur einen vorsichtigen Ausblick auf das Jahr 2022 geben. Allerdings steht bei Symrise das Wachstum auf 2 tragenden Säulen, zu der neben der Sparte "Flavor & Nutrition", in der Aromastoffe für Lebensmittel sowie Inhaltsstoffe für Tierfutter angeboten werden, auch der Bereich "Scent & Care" gehört. In diesem geht es hauptsächlich um Düfte und Zusätze für Körperpflege-Produkte wie Parfüm oder auch Kosmetik. Zuletzt ging der Symrise-Vorstand trotz steigender Rohstoffkosten jedenfalls davon aus, 2021 eine operative Gewinnmarge von rund 21% erzielen zu können, während ein organisches Wachstum von mehr als 5 bis 7% für das Gesamtjahr anpeilt wurde. Symrise hatte sich erst Anfang Januar in den Niederlanden mit dem Proteinhersteller Schaffelaarbos gestärkt. Die neue Tochter verarbeitet beschädigte Eier und gewinnt daraus nachhaltige Eiweiße. Zuletzt lag der Umsatz der Niederländer bei rund 25 Mio. Euro. Mit der Akquisition will der Geschmackstoffspezialist seine Expansion vor allem im Bereich "Pet Nutrition" voranbringen.

Die Kombination unserer Aktivitäten von ADF/IsoNova in den USA und der führenden Position von Schaffelaarbos in der EU wird es uns ermöglichen, unsere Kunden mit einem globalen Portfolio und einer regionalen Lieferkette noch besser zu bedienen, betonte der Symrise-Chef. Durch die Zusammenführung werden wir zudem unsere Produktpalette und unser Leistungsangebot in den Bereichen Geschmack, Ernährung und Gesundheit weiter verbessern. Schon im Dezember gab der Duftstoffproduzent den Kauf der kanadischen Firma Giraffe Foods bekannt, die als führender Anbieter von maßgeschneiderten Geschmackslösungen für "Home Meal Replacement", Food Service und den Lebensmittelhandel gilt. Die künftige Symrise-Tochter stellt vor allem Saucen, Dips, Dressings, Sirupen und Getränke her. Mit diesem Schritt treibt das Unternehmen letztlich auch hier den Ausbau seiner Marktposition und Kapazitäten in Nordamerika voran, wobei Giraffe Foods zuletzt ein Umsatzplus von über 25% auf 80 Mio. CAD (56 Mio. Euro) vorweisen konnte. Dank der anhaltenden Expansion und des robusten Kerngeschäfts, das mit beachtlichen Margen und einer hohen Eigenkapitalrendite von 13% einhergeht, dürfte Symrise letztlich einer der Top-Performer im deutschen Qualitätsaktien-Index (QIX) auch zukünftig bleiben.

Der QIX Deutschland ist ein Aktien-Index, der aus den besten 25 deutschen Aktien gebildet wird. Die 25 Aktien werden nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk ausgewählt. Die im Index enthaltenen Unternehmen zeichnen sich durch hohe Gewinnspannen und Kapitalrenditen sowie stabile Wachstumsraten und solide Bilanzen aus. Auch Value-Kriterien wie Dividendenrendite, niedrige Kurs-Gewinn- und Kurs-Umsatz-Verhältnisse werden mit einbezogen.

Deutliche Robustheit zeigt am Freitag im Qualitäts-Index dagegen die Covestro-Aktie, die leicht bei 53,00 Euro im Plus gehandelt wird. Dabei läuft es operativ bei dem Produzent von Hightech-Polymerwerkstoffen dank der anhaltend guten globalen Nachfrage sehr gut. Zudem steckt das Management weiteres Geld auch in zukunftsträchtige Technologien. So wurde in dieser Woche bekanntgegeben, dass Covestro in seinen Werken in Asien, Nordamerika und Europa künftig umweltfreundlich produzierten Wasserstoff aus Australien einsetzen will. Geplant ist eine langfristige Liefervereinbarung mit dem australischen Hersteller Fortescue Future Industries (FFI), wie die Leverkusener Anfang der Woche mitteilten. FFI gehört zum australischen Bergbaukonzern Fortescue Metals Group. Die Lieferungen der Australier könnten sich laut Unternehmensangaben auf bis zu 100.000 Tonnen grünem Wasserstoff und Wasserstoffverbindungen wie etwa Ammoniak pro Jahr belaufen. Covestro selbst rechnet mit der ersten Lieferung aber frühestens im Jahr 2024. Der vor allem mit Sonnenstrom hergestellte Wasserstoff soll mit Spezialschiffen transportiert werden, sagte ein Sprecher. Die Stoffe sollen zunächst vor allem als Grundstoffe eingesetzt werden, später ist auch ein Einsatz als Energieträger geplant.

Covestro könne mit der Vereinbarung seine Treibhausgas-Emissionen um bis zu 900.000 Tonnen CO2 pro Jahr reduzieren, betonte das Unternehmen. Zudem bezeichnete der Vorstand den Übergang zur Nutzung von grünem Wasserstoff und seinen Derivaten als einen "wesentlichen Schritt" im Bemühen, nachhaltigere Produkte anzubieten. Über das mögliche finanzielle Volumen der Lieferungen machte der Kunststoffspezialist allerdings keine näheren Angaben. Offen blieb auch, wann der Vertrag von Covestro unterzeichnet werden könnte. Die gesamte deutsche Chemieindustrie benötigt nach Angaben des Branchenverbandes VCI jährlich gut 1 Mio. Tonnen Wasserstoff, um die CO2-Bilanz zu verbessern, hieß es schon 2020 in einem Positionspapier.

Wenn Sie den QIX nachbilden wollen, bietet sich ein Index-Tracker der UBS an.

Hinweis: Da der QIX Deutschland von finanzen.net und der Traderfox GmbH, einer Tochtergesellschaft der finanzen.net GmbH, entwickelt wurde, partizipieren die finanzen.net GmbH und die TraderFox GmbH indirekt oder direkt an der Vermarktung des QIX Deutschland. Dies betrifft u.a. Lizenzeinnahmen von Emissionsbanken und KVGs.

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