Infineon-Sicherheitschef warnt vor Spitzeln
Der Sicherheitschef des Halbleiterkonzerns Infineon hat deutsche Unternehmen vor Abhöraktionen ausländischer Geheimdienste gewarnt.
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"Das stellt eine reale Bedrohung dar", sagte Wolf-Rüdiger Moritz dem "Manager Magazin (Ausgabe 19. Juli). Es sei davon auszugehen, "dass in einigen Fällen gezielt Wirtschaftsspionage betrieben wird".
Die kürzlich publik gewordenen Aktivitäten des US-Auslandsgeheimdienstes NSA sieht Moritz nur als Teil einer weltweiten Offensive. Sämtliche Auslandsnachrichtendienste, die technisch dazu in der Lage seien, bemühten sich um den Zugang zu geheimen Wirtschaftsdaten. Moritz spricht von einem "globalen Wettrüsten" zwischen Unternehmen und Geheimdiensten. "Wer sich nicht verteidigt, wird auf Dauer im Wettbewerb verlieren", sagte der Infineon-Manager.
Die deutsche Wirtschaft und gerade mittelständische Unternehmen sieht der Sicherheitsexperte nicht ausreichend vor Spionageakten geschützt. "Leider unterschätzen viele Unternehmen den Ernst der Lage: Sie wissen nicht einmal, dass sie abgehört werden", sagt Moritz. Der Manager arbeitete von 1987 bis 1999 beim Bundesnachrichtendienst (BND) in leitender Position im Bereich der Fernmeldeaufklärung./stb/fbr
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