✩ ✩ ✩ 10 % Fixzins mit Homeoffice Plus Aktienanleihe auf 💻 Cisco 💻 Microsoft und 💻 Zoom - 2 Jahre - anfängliche Plus Barriere bei 60 % ✩ ✩ ✩-w-
09.03.2021 17:53

Continental erwartet 2021 Umsatz- und Margenzuwachs - Conti-Aktie tiefrot

Corona-Krise: Continental erwartet 2021 Umsatz- und Margenzuwachs - Conti-Aktie tiefrot | Nachricht | finanzen.net
Corona-Krise
Folgen
Nach einem erneuten Verlustjahr durch Corona-Einbußen und den teuren Konzernumbau will der Autozulieferer Continental 2021 endlich die Wende schaffen.
Werbung
Die schlimmste Phase der abgesackten Nachfrage und verminderten Produktion in der Branche sei inzwischen vermutlich überwunden, hieß es am Dienstag bei der Vorstellung der vorläufigen Jahreszahlen in Hannover. Conti gab sich mit Blick auf die kommenden Monate daher optimistisch - blieb aber dennoch vorsichtig.

Das DAX-Unternehmen muss nämlich mit einigen weiteren Herausforderungen umgehen. Dazu gehört insbesondere, den anhaltenden Liefermangel bei Halbleitern für Elektronik und Sensorik in den Griff zu bekommen.

Die Conti-Aktie sackte im XETRA-Handel letztlich um 8 Prozent auf 118,50 Euro ab, weil der Konzern beim Ausblick betont verhalten blieb. Das Papier war allerdings am Vortag auch kräftig gestiegen und hat vor allem seit Anfang November noch ein kräftiges Plus aufzuweisen. Damals kostete die Aktie noch um die 90 Euro.

Beim Umsatz erwartet das Management um Vorstandschef Nikolai Setzer für das laufende Geschäftsjahr ein Wachstum auf rund 40,5 bis 42,5 Milliarden Euro - noch inklusive der per Spin-Off abzuspaltenden Antriebstechnik. Die um Sondereffekte bereinigte operative Marge des Konzerngewinns vor Zinsen und Steuern soll von 3,5 Prozent auf zwischen 5 und 6 Prozent zulegen. Analysten hatten bisher beim Umsatz im Schnitt für 2021 mit einem Wert am oberen Ende der Spanne gerechnet und bei der Marge sogar 6,9 Prozent auf dem Zettel. Dieses Jahr soll es nach Planungen des Managements auch wieder einen Nettogewinn geben.

JPMorgan-Analyst Jose Asumendi sprach von einem starken Jahresende, aber auch von einem durchwachsenen Ausblick wegen Problemen mit Chips und in der Lieferkette. Jefferies-Experte Sascha Gommel sah den Barmittelzufluss im Jahr stark und über den Erwartungen. Die Prognose sei aber vorsichtig.

Unterm Strich fiel bei dem nach Bosch zweitgrößten Zulieferer im vorigen Jahr ein Minus von knapp einer Milliarde (962 Mio) Euro an, nach 1,22 Milliarden Euro Verlust 2019. Es hakte bei Bestellungen und in den Lieferketten. Im Tagesgeschäft knickte der bereinigte operative Gewinn (ber. Ebit) um fast 60 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro ein, der Umsatz sank um 15 Prozent auf 37,7 Milliarden Euro. Andererseits konnte Continental zum Beispiel bei den Technologien rund ums autonome Fahren von 2018 bis 2020 zusammengerechnet schon Aufträge über gut 9 Milliarden Euro einsammeln.

Im laufenden Jahr, das mit allerlei Unsicherheiten gespickt ist, soll es bergauf gehen. "Der Tiefpunkt liegt hinter uns", sagte Finanzchef Wolfgang Schäfer. Conti hält Zuwächse für möglich, wird den Plänen zufolge aber noch nicht zum Geschäftsvolumen aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 zurückfinden. Aktuell sind bei Autoherstellern und -zulieferern zudem vor allem die Beschaffungsprobleme mit Elektronik-Bauteilen ein Problem. "2021 bleibt in Summe herausfordernd", erklärte Schäfer.

Halbleiter-Elemente stecken in jedem Auto. Sie werden im Zuge der weiteren Vernetzung mit immer mehr Assistenzfunktionen und Hochleistungssteuergeräten noch wichtiger. Continental legt für zusätzliche Logistik-Ausgaben voraussichtlich rund 200 Millionen Euro beiseite, die "fortwährenden Engpässe" blieben ein Thema. Es brauche eine Vorlaufzeit von 5 bis 6 Monaten, um die Chipproduktion wieder auf Nachfrageniveau zu erhöhen - aber um die Lager auch wieder auf Normalkapazität zu bringen, brauche es noch ein bisschen länger, sagte Schäfer im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

Man wolle mehr vorbeugen, sagte Vorstandschef Nikolai Setzer: "Wir sind mit Halbleiterherstellern im Gespräch, um Lieferketten besser zu planen, vorausschauender solche Situationen zu antizipieren, bessere Lagerbestände aufzubauen und Frühwarnsysteme zu nutzen."

Für das zukünftige Geschäft mit Systemen für das autonome und assistierte Fahren (ADAS) steckt der Konzern nun dieses Jahr zwischen 200 und 250 Millionen Euro mehr in Forschung und Entwicklung. Und auch kommendes Jahr dürfte es laut Schäfer noch erhöhte Ausgaben in diesem Bereich geben. "Unser Ziel ist es, unsere Stärke bei den Aufträgen im Bereich Autonomes Fahren zu halten, darum investieren wir hier mehr", sagte Schäfer. Der Konzern hat in den vergangenen drei Jahren mit dem Auftragsvolumen von gut 9 Milliarden Euro geschätzt rund ein Viertel des Marktes für sich einheimsen können. Und von 2022 bis 2024 soll sich der Markt für die Technik nochmal auf rund 70 Milliarden Euro verdoppeln.

Die Gesamtinvestitionen musste Continental im Vergleich zum Vorjahr um fast ein Drittel drücken. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung wurden jedoch stabil gehalten. In diesem Jahr würden die Ausgaben für Sachinvestitionen auch wieder auf Normalniveau hochgefahren, sagte Schäfer. Eine Batteriezellproduktion ist dagegen weiter kein Thema für das Management.

2020 drückten auch der kostspielige Wandel in Richtung Software und Vernetzung sowie Abschreibungen auf frühere Zukäufe bei Conti 2020 auf die Bilanz. Das Unternehmen befindet sich im Großumbau, viele klassische Jobs fallen weg. Allein in Deutschland stehen bis zum Jahr 2029 rund 13 000 Arbeitsplätze im Feuer, weltweit sind es gut 30 000. Die Dividende soll für das abgelaufene Jahr wie bereits bekannt ausfallen.

Die Einsparungen zeigten sich bereits deutlich, sagte Finanzchef Schäfer. Vergangenes Jahr senkte das Unternehmen auch krisenbedingt die Fixkosten um 860 Millionen Euro. Ein Teil davon sei natürlich durch Maßnahmen wie Kurzarbeit zustande gekommen, die strukturellen Kostensenkungen machten aber auch schon einen großen Teil davon aus. Insgesamt sieht sich Conti auf Kurs, mit dem Jahr 2023 Bruttoeinsparungen von über einer Milliarde Euro bei den jährlichen Kosten zu erreichen.

(Dow Jones / dpa-AFX)

Bildquellen: Continental

Nachrichten zu Continental AG

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Continental AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
15.04.2021Continental Sector PerformRBC Capital Markets
15.04.2021Continental buyUBS AG
09.04.2021Continental buyJefferies & Company Inc.
30.03.2021Continental HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
29.03.2021Continental overweightJP Morgan Chase & Co.
15.04.2021Continental buyUBS AG
09.04.2021Continental buyJefferies & Company Inc.
29.03.2021Continental overweightJP Morgan Chase & Co.
26.03.2021Continental buyUBS AG
25.03.2021Continental buyUBS AG
15.04.2021Continental Sector PerformRBC Capital Markets
30.03.2021Continental HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
19.03.2021Continental Equal weightBarclays Capital
16.03.2021Continental NeutralGoldman Sachs Group Inc.
12.03.2021Continental HoldDeutsche Bank AG
18.12.2020Continental NeutralUBS AG
22.10.2020Continental ReduceKepler Cheuvreux
01.09.2020Continental UnderweightJP Morgan Chase & Co.
07.08.2020Continental UnderweightJP Morgan Chase & Co.
07.08.2020Continental UnderweightBarclays Capital

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Continental AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

DAX und Dow mit Allzeithoch vor dem Wochenende -- Daimler mit starkem Jahresauftakt -- HeidelbergCement und HelloFresh über Erwartungen -- Goldpreis, Wirecard, VW im Fokus

Deutsche Bank schließt vor allem Filialen in Großstädten und NRW. Facebook-Aktie gibt ab: Experten gegen Instagram-Version für Kinder - Brief an Zuckerberg. Pfizer-Chef: Wahrscheinlich dritte und jährliche Impfdosis notwendig. Gewinnsprung bei Morgan Stanley dank Investmentbanking. Pfeiffer Vacuum erhöht nach robustem ersten Quartal Jahresprognose.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

DAX 30: Die Gewinner und Verlierer in Q1 2021
Welche Aktie macht das Rennen?
Die besten Wall Street Filme
Diese Streifen präsentieren die Welt des großen Geldes
Die Gehälter der Top-Politiker
Das verdienen die wichtigsten Staats- und Regierungschefs
World Happiness Report 2021
In diesen Ländern sind die Menschen am glücklichsten
Top 10: Die zehn teuersten Unternehmen in Deutschland
Das sind die zehn teuersten Unternehmen Deutschlands
mehr Top Rankings

Umfrage

Wo sehen Sie den Bitcoin-Kurs Ende 2021?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln