28.01.2021 18:00

BMW mit vorläufigen Zahlen: Konzernergebnis vor Steuern im Rahmen der Prognose - Aktie schließt leichter

Free Cashflow steigt: BMW mit vorläufigen Zahlen: Konzernergebnis vor Steuern im Rahmen der Prognose - Aktie schließt leichter | Nachricht | finanzen.net
Free Cashflow steigt
Folgen
Der Autobauer BMW kann nach dem von Corona geprägten Jahr 2020 auf ein finanziell ordentliches Schlussquartal zurückblicken.
Werbung
Mit der Erholung der Geschäfte besserte sich vor allem die Kassenlage zum Jahresende hin noch einmal spürbar auf, wie der DAX-Konzern am Mittwochabend in München überraschend mitteilte. An der Börse sorgte das am Donnerstag aber nicht für einen Aufschwung beim Aktienkurs.

Die BMW-Stammaktie lag am Vormittag 4 Prozent im Minus. Sie zeigte sich damit noch schwächer als das ohnehin schon wenig freundliche Börsenumfeld im Dax und der europäischen Branchenindex der Autohersteller und -zulieferer. Analysten lobten zwar den unerwartet hohen Zufluss finanzieller Mittel bei den Münchenern. Ein Händler sagte aber, nach dem starken Abschneiden von Volkswagen reiche diese Nachricht als Kurstreiber nicht aus. Der Vorsteuergewinn liege zudem nur im Rahmen der Erwartungen. Einige Börsianer hatten offenbar auf noch bessere Zahlen gesetzt.

Viele Zulieferer und auch der Volkswagen-Konzern haben bereits über ein wirtschaftlich erheblich besseres Umfeld im Schlussquartal berichtet. BMW hat im letzten Jahresviertel 2020 weltweit 4,3 Prozent mehr Autos von seiner Stammmarke verkauft als im Vorjahr, auch wenn das Gesamtjahr coronabedingt einen klaren Rückgang aufwies. Insbesondere in China kommt das Unternehmen gut klar, weil dort der Markt wieder im Aufschwung ist und insbesondere teurere Premiumautos nach wie vor gut laufen.

So schwoll der Bargeldzufluss aus dem Autogeschäft (Free Cashflow) bei BMW zwischen Oktober und Ende Dezember auf rund 2,8 Milliarden Euro an. Im Gesamtjahr hat das Unternehmen dort einen Bargeldzufluss von 3,4 Milliarden Euro aufzuweisen nach 2,6 Milliarden ein Jahr zuvor. Zuletzt hatte BMW offiziell lediglich angepeilt, mindestens 1,5 Milliarden Euro im gesamten Jahr zu erzielen.

Der Free Cashflow gibt Auskunft über die aktuelle Finanzkraft eines Unternehmens - zum Höhepunkt der Corona-Krise hatte der Kapitalmarkt ein besonderes Augenmerk auf die Kennzahl gelegt. BMW verwies neben dem besseren Umfeld unter anderem auf einen strengen Blick beim Kauf von Vorräten. Zudem floss weniger Geld für Gewährleistungsfälle ab als gedacht. Die Händler in China stockten wegen des Marktaufschwungs im Land ihre Bestände auf und überwiesen dafür Anzahlungen. Auch die Autohäuser in Großbritannien sorgten wegen des Brexit vor.

Aufgrund der rascheren Erholung in vielen Märkten im zweiten Halbjahr komme bei der Ergebnismarge vor Zinsen und Steuern in der Autosparte ein Jahreswert am oberen Ende der Prognosebandbreite von null bis drei Prozent heraus, hieß es zudem von BMW. Finanzchef Nicolas Peter hatte zuletzt bereits einen Wert im oberen Drittel des Korridors in Aussicht gestellt.

Das Konzernergebnis vor Steuern liege im Rahmen der Prognose und sei wie vom Markt erwartet, hieß es weiter. BMW hatte gegenüber dem Vorjahreswert von 7,1 Milliarden Euro einen Rückgang von mindestens 10 Prozent prognostiziert - also im Bestfall einen Wert von rund 6,4 Milliarden Euro.

Analyst George Galliers von Goldman Sachs hatte mit einem geringeren Mittelzufluss gerechnet. Auch Warburg-Experte Marc-Rene Tonn konstatierte einen überraschend hohen Geldzufluss. Die Ergebnismarge (Ebit) des Autogeschäfts im vierten Quartal dürfte einen hohen einstelligen Prozentsatz erreicht haben. Stephen Reitman von der französischen Großbank Societe Generale schätzt die Marge nun auf 8,5 Prozent.

BMW-Aktie sehr schwach - Händler: "Gute Zahlen reichen nicht"

Ein gutes Schlussquartal hat den Papieren von BMW im sehr schwachen Marktumfeld am Donnerstag nichts genutzt. So sackten die Anteile des Autobauers bis Handelsende um 0,56 Prozent auf 70,91 Euro ab.

Analysten lobten zwar die Entwicklung des freien Barmittelzuflusses. Ein Händler sagte jedoch, nach dem starken Abschneiden von Volkswagen reiche dies nicht aus als Treiber. Der Vorsteuergewinn liege auch nur im Rahmen der Erwartungen.

Analyst Patrick Hummel von der Schweizer Bank UBS schrieb, die Zahlen von BMW seien angesichts bereits veröffentlichter Absatzzahlen sowie des Rekordquartals von Volkswagen nicht ganz überraschend.

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: KENCKOphotography / Shutterstock.com

Nachrichten zu BMW AG

  • Relevant
    4
  • Alle
    8
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu BMW AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
23.02.2021BMW kaufenDZ BANK
17.02.2021BMW kaufenDZ BANK
15.02.2021BMW NeutralJP Morgan Chase & Co.
03.02.2021BMW UnderperformOddo BHF
02.02.2021BMW OutperformBernstein Research
23.02.2021BMW kaufenDZ BANK
17.02.2021BMW kaufenDZ BANK
02.02.2021BMW OutperformBernstein Research
28.01.2021BMW OutperformBernstein Research
28.01.2021BMW buyWarburg Research
15.02.2021BMW NeutralJP Morgan Chase & Co.
28.01.2021BMW HaltenIndependent Research GmbH
28.01.2021BMW NeutralUBS AG
28.01.2021BMW NeutralGoldman Sachs Group Inc.
28.01.2021BMW NeutralJP Morgan Chase & Co.
03.02.2021BMW UnderperformOddo BHF
28.01.2021BMW ReduceKepler Cheuvreux
09.12.2020BMW ReduceKepler Cheuvreux
13.03.2020BMW ReduceKepler Cheuvreux
10.01.2020BMW ReduceKepler Cheuvreux

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für BMW AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

DAX tiefer -- Asiatische Börsen gehen in Rot ins Wochenende -- Telekom im 4. Quartal besser als erwartet -- BASF hält Dividende trotz Milliardenverlust stabil -- GRENKE, Slack, Airbnb im Fokus

Salesforce schaut überraschend zuversichtlich in die Zukunft. AT&T findet Lösung für DirecTV - Gemeinschaftsunternehmen mit Finanzinvestor. Im Gegensatz zu Japan: EZB will keine konkreten Renditeziele für Staatsanleihen vorgeben. LafargeHolcim verdient wegen Corona-Krise deutlich weniger. Flugverkehr-Einbruch brockt Amadeus IT Jahresverlust ein. ABB-Verwaltungsrat wird personell kleiner.

Umfrage

Die Diskussion über Corona-Impfungen ist in vollem Gang. Haben Sie vor, sich impfen zu lassen, wenn Sie die Gelegenheit dazu erhalten?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln