KI jenseits von NVIDIA: Warum die Samsara-Aktie interessant für Anleger werden könnte

Während der KI-Boom um NVIDIA kreist, rückt ein alternatives KI-Investment in den Anleger-Fokus: Samsara Inc. Lohnt sich ein Investment in die wenig bekannte Aktie?
Werte in diesem Artikel
• KI abseits von NVIDIA-Aktie: Samsara digitalisiert reale Betriebsabläufe
• Starkes Wachstum: Erstmals Gewinn, wachsende Großkundenbasis
• Lohnt sich das Investment in die Aktie schon?
Während sich der KI-Hype vor allem um NVIDIA-Chips und Rechenzentren dreht, entsteht ein zweiter, weniger beachteter Milliardenmarkt: die Digitalisierung realer Betriebsabläufe. Samsara Inc. entwickelt eine KI-gestützte Plattform, die Flotten, Maschinen und Standorte in Echtzeit vernetzt und optimiert - und könnte sich damit als einer der strukturellen Gewinner industrieller KI-Anwendungen etablieren. Doch rechtfertigen Wachstum, Marktposition und Profitabilität bereits ein Investment in die Aktie?
Samsara: Vom IoT-Start-up zum AI-Champion der Realwirtschaft
Gegründet 2015 in San Francisco, ist Samsara seit 2021 an der NYSE unter dem Ticker "IOT" gelistet und adressiert vor allem Branchen mit hoher physischer Asset-Basis wie Transport, Bau, Logistik und Energie. Laut Unternehmensangaben zählen heute "Zehntausende" Kunden in Nordamerika und Europa zu den Nutzern, die mit Hilfe von IoT-Geräten, KI-Analysen und Dashcams Sicherheit, Effizienz und Nachhaltigkeit ihrer Operationen steigern. Samsara verdient den Großteil seiner Umsätze durch laufende Software-Abos, was das Geschäftsmodell besonders interessant für Investoren macht, die auf langfristiges Wachstum setzen.
Samsara positioniert seine KI-Schicht "Samsara Intelligence" als Herzstück der Plattform: Der "Samsara Assistant" beantwortet komplexe operative Fragen in natürlicher Sprache, während eingebaute "Intelligent Experiences" automatisch Risiken, Ineffizienzen und Einsparpotenziale aufdecken. Laut Produktseite verarbeitet die Plattform jährlich über 20 Billionen Datenpunkte, mehr als 80 Milliarden gefahrene Meilen und hunderte Millionen digitalisierte Workflows - ein struktureller Datenvorteil gegenüber neuen Wettbewerbern.
Quartals-Bilanz zeigt starkes Wachstum - erstmals profitabel
Samsara hat im dritten Quartal 2025 einen Umsatz von 416 Millionen US-Dollar erzielt. Das entspricht einem Wachstum von 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die jährlich wiederkehrenden Umsätze (ARR) lagen bei 1,745 Milliarden US-Dollar und stiegen ebenfalls um 29 Prozent. Das bereinigte Non-GAAP-Ergebnis je Aktie lag im Quartal bei 0,16 US-Dollar und damit deutlich über den 0,08 US-Dollar im Vorjahresquartal. Der operative Cashflow belief sich auf 63,7 Millionen US-Dollar, nach 36 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Die bereinigte Free-Cashflow-Marge stieg von zehn auf 13 Prozent. Das deutet darauf hin, dass das Unternehmen sein Wachstum zunehmend effizient finanziert.
Finanziell markierte das dritte Quartal 2025 einen Meilenstein: Samsara erzielte erstmals einen positiven GAAP-Nettoertrag von 7,76 Millionen US-Dollar (EPS +0,01 USD) - das erste profitable Quartal überhaupt, nachdem in den Vorquartalen aufgrund hoher aktienbasierter Vergütungen Verluste verzeichnet wurden.
Besonders stark entwickelte sich das Geschäft mit Großkunden: 219 neue Kunden mit jeweils mehr als 100.000 US-Dollar ARR kamen im dritten Quartal hinzu. Damit betreut Samsara nun insgesamt 2.990 solcher Großkunden - ein neuer Rekord für ein einzelnes Quartal. Auch im besonders umsatzstarken Enterprise-Segment legte das Unternehmen zu: Die Zahl der Kunden mit über 1 Million US-Dollar ARR stieg um netto 17 auf insgesamt 164. Das zeigt, dass immer mehr große Kunden höhere Vertragsvolumina abschließen.
Für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 erwartet das Management einen Umsatz zwischen 421 und 423 Millionen US-Dollar sowie eine operative Marge (Non-GAAP) von rund 16 Prozent. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Samsara mit einem Umsatzwachstum von 28 Prozent und einem bereinigten Gewinn je Aktie von 0,50 bis 0,51 US-Dollar.
Samsara-Aktie: Chance im KI-Ökosystem - mit Wachstumsrisiken
Mit dieser Kombination aus knapp 30 Prozent Wachstum, wachsender Enterprise-Durchdringung und dem ersten profitablen Quartal rückt Samsara zunehmend in den Fokus von KI- und Infrastruktur-Investoren. Für Anleger, die gezielt im KI-Bereich der "realen Wirtschaft" engagiert sein wollen, könnte Samsara damit ein spannendes, aber klar wachstumsgetriebenes Alternativinvestment sein.
Analysten zeigen sich überaus optimistisch für die Samsara-Aktie: Laut TipRanks empfehlen 13 von 16 Analysten den Kauf der Aktie, während lediglich drei Experten zum Halten raten. Verkaufsempfehlungen gibt es derzeit keine. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 41,14 US-Dollar und damit etwa 42,16 Prozent über dem jüngsten Schlusskurs von 28,94 US-Dollar (Stand: Schlusskurs vom 27. Februar 2026).
Die Aktie von Samsara zeigte in den vergangenen Tagen eine deutliche kurzfristige Erholung. Auf Sicht von fünf Tagen legte der Kurs an der NYSE um 5,47 Prozent zu, im Monatsvergleich beträgt das Plus 15,30 Prozent. Trotz dieser positiven Dynamik bleibt die mittelfristige und langfristige Entwicklung jedoch klar negativ: Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf 18,36 Prozent. In den letzten drei Monaten verlor die Aktie 25,81 Prozent, auf Jahressicht steht sogar ein deutlicher Rückgang von 33,61 Prozent zu Buche (Stand: Schlusskurs vom 03. März 2026).
Zu den wesentlichen Risiken zählen zunehmender Wettbewerb durch AI-Plattformen wie Motive und Geotab sowie verlängerte Verkaufszyklen bei Großkunden, die das Wachstum bremsen könnten. Ergänzt wird dies durch eine hohe Bewertung, die über dem Branchendurchschnitt liegt und anfällig für Enttäuschungen bei sinkendem Wachstum macht. Zudem belasten makroökonomische Unsicherheiten, Lieferkettenrisiken und potenzielle Cybersicherheitslücken in IoT-Anwendungen die Prognose.
Letztlich bleibt abzuwarten, ob Samsara seine Profitabilität weiter ausbauen und die ambitionierten Wachstumszahlen 2026 realisieren kann.
Bettina Schneider / Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
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