Tesla-Aktie: Markenstreit um "Cybercap" - Tesla klagt gegen Getränkehersteller

Tesla verschärft den Streit um die Marke "Cybercab" mit dem französischen Getränkehersteller UNIBEV - nur Wochen bevor die Serienproduktion des Fahrzeugs in Texas starten soll.
Werte in diesem Artikel
• Tesla klagt gegen UNIBEV wegen Markenstreit um "Cybercab"
• Tesla wirft UNIBEV "Trademark-Squatting" vor
• Das Cybercab soll womöglich für unter 30.000 US-Dollar bevor 2027 erhältlich sein
Der Elektroautohersteller Tesla von Elon Musk intensiviert den Streit um die Bezeichnung "Cybercab". Wie Electrek berichtet, hat das US-Unternehmen beim Trademark Trial and Appeal Board der amerikanischen Patentbehörde eine 167 Seiten umfassende Beschwerde gegen den französischen Getränkeriesen UNIBEV eingereicht, der die Marke bislang blockierte. Unter Berufung auf die eingereichten Dokumente berichtet Electrek, dass Tesla UNIBEV Betrug, böse Absicht und Verwässerung der Marke vorwerfe - und das nur wenige Wochen bevor in der Gigafactory Texas die Produktion des Cybercab hochgefahren werden soll.
Tesla vs. UNIBEV - Streit um Cybercab eskaliert
Die am 18. Februar 2026 eingereichte Beschwerde führt, laut Electrek, fünf eigenständige rechtliche Ansprüche gegen die Markenanmeldung von UNIBEV an. Laut Electrek bezieht sich der Antrag auf Waren und Dienstleistungen der Klassen 12 und 39 - also unter anderem Autos, sonstige Fahrzeuge und sogar Luftfahrzeuge. Auf Grundlage der Dokumente berichtet Electrek, dass Tesla dem französischen Getränkehersteller vorwirft, die US-Patentbehörde bewusst getäuscht zu haben. Der Konzern habe angegeben, niemand sonst nutze die Begriffe "cyber", "cab" oder "cyber cab" für ähnliche Produkte - obwohl Tesla das Cybercab bereits im Oktober 2024 bei der Veranstaltung "We, Robot" präsentiert hatte und international darüber berichtet wurde, auch wenn das US-Unternehmen die Marke zu dem Zeitpunkt noch nicht angemeldet hatte, heißt es weiter.
Zudem stellt Tesla die Motive des Unternehmens infrage: Gründer Jean-Louis Lentali habe keinen Bezug zur Autobranche - das Vorgehen sei ein klassischer Fall von "Trademark-Squatting", also der vorsorglichen oder spekulativen Anmeldung einer Marke, oft ohne Absicht, sie tatsächlich zu nutzen, um von bekannten Marken zu profitieren oder Konkurrenten zu blockieren. Laut Electrek wird dieser Eindruck zusätzlich durch Lentalis Social-Media-Aktivitäten gestützt: Er folgt dort mehreren Mitgliedern der Musk-Familie, inklusive dem Tesla-Chef selbst sowie dem Raumfahrtunternehmen SpaceX.
UNIBEV blockiert Teslas "Cybercab"-Marke
Nach Angaben von Electrek hat UNIBEV bereits mehrere Marken mit Bezug zu Tesla angemeldet - darunter "Teslaquila", "Cyberquad" und "Cybertaxi". Besonders brisant ist die Chronologie: Schon im April 2024 meldete UNIBEV "Cybercab" in Frankreich an - Monate vor Teslas offizieller Präsentation des Fahrzeugs im Oktober 2024. Nur zwei Wochen nach Teslas Enthüllung folgte die Anmeldung in den USA, noch bevor Tesla selbst im November 2024 aktiv wurde. Tesla sieht darin nicht nur eine Verwechslungsgefahr mit den bestehenden CYBERTRUCK-Registrierungen, sondern auch den Versuch, eine geschäftliche Verbindung zu Tesla zu suggerieren, die es nicht gibt, heißt es weiter.
Tesla startet Cybercab-Produktion trotz laufendem Markenstreit
Für Tesla kommt der Markenstreit zu einem kritischen Zeitpunkt. Laut einem Post von Tesla auf X (ehemals Twitter) lief am 17. Februar bereits das erste Cybercab ohne Lenkrad in Texas vom Band:
First Cybercab off the production line at Giga Texas pic.twitter.com/kY8vCqtrCA
- Tesla (@Tesla) February 17, 2026
Elon Musk habe, so Electrek, angekündigt, dass ein Cybercab zum Preis von unter 30.000 US-Dollar noch vor 2027 an Kunden ausgeliefert werden soll. Das Cybercab verzichtet auf Lenkrad und Pedale und ist vollständig auf die autonome Fahrsoftware von Tesla angewiesen, die Experten zufolge noch weit davon entfernt ist, den Anforderungen für einen sicheren Betrieb gerecht zu werden, heißt es weiter.
Redaktion finanzen.net
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