10.11.2016 12:00

K+S senkt Gewinnprognose nach schwachem Quartal - Aktie steigt dennoch

Gewinnwarnung: K+S senkt Gewinnprognose nach schwachem Quartal - Aktie steigt dennoch | Nachricht | finanzen.net
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Der Düngemittel- und Salzkonzern K+S hat im dritten Quartal erneut schwache Zahlen abgeliefert und seine Jahresprognosen noch weiter reduziert. Die Aktionäre setzen jedoch weiter auf Erholung.
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Der Konzern wird weiter von niedrigen Durchschnittspreisen für Kali- und Magnesiumprodukte und Produktionseinschränkungen im Werk Werra stark belastet. Hinzu kamen witterungsbedingt rückläufige Absatzmengen im nordamerikanischen Auftausalzgeschäft. Die Nordhessen mussten daher deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen und landeten im Quartal in der Verlustzone.

   "Die Kaliumchloridpreise haben sich inzwischen stabilisiert", sagte Vorstandschef Norbert Steiner. Die Produktion im Werk Werra gestalte sich aufgrund der begrenzten Versenkgenehmigung jedoch weiterhin sehr herausfordernd. Im dritten Quartal war die Produktion dort daher deutlich gedrosselt worden.

Eingeschränkte Entsorgungsmöglichkeiten hemmen Kali-Produktion K+S kann derzeit in Hessen nur eingeschränkt salzhaltige Abwässer versenken. Über die im April 2015 beim Regierungspräsidium in Kassel beantragte Fortsetzung der Versenkung bis 2021 ist noch immer nicht entschieden. Im vergangenen Dezember war K+S lediglich bis Ende 2016 eine begrenzte Fortsetzung erlaubt worden. Die genehmigte Menge für das laufende Jahr hat K+S bis Ende Oktober bereits erreicht. Wenn die Werra nicht ausreichend Wasser führt, um die anfallenden Abfälle zu entsorgen, muss K+S die Produktion stoppen.

   K+S arbeite weiterhin intensiv daran, zusätzliche Maßnahmen zur Abwasserentsorgung zu realisieren, hieß es. Die sich abzeichnenden Lösungen seien vielversprechend, benötigten bis zur Umsetzung aber noch Zeit.

Jahresausblick trübt sich weiter ein In den Monaten Juli bis September landete das operative Ergebnis (EBIT I) mit minus 31,4 Millionen Euro in der Verlustzone, nach 132 Millionen Euro operativem Gewinn im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich und bereinigt fiel ein Verlust von gut 27 Millionen Euro an, nach 89 Millionen Euro Gewinn im Vorjahr. Die Erlöse schmolzen um knapp 23 Prozent auf 688 Millionen Euro ab. Die Zahlen waren noch etwas schlechter als von Dow Jones befragte Analysten befürchtet hatten.

   Wegen der möglichen weiteren Produktionseinschränkungen für den Rest des Jahres hat K+S jetzt seine ohnehin schon schwachen Jahresprognosen weiter reduziert. K+S rechnet jetzt mit einem operatives Ergebnis (EBIT I) zwischen 200 und 260 Millionen Euro, nach knapp 782 Millionen Euro im Vorjahr. Bislang waren 200 bis 300 Millionen Euro in Aussicht gestellt worden.

   Das EBITDA soll zwischen 500 und 560 Millionen Euro landen, bislang lag die Obergrenze bei 600 Millionen Euro, nach 1,1 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Umsatz soll im Gesamtjahr jetzt zwischen 3,5 bis 3,6 Milliarden Euro liegen, nach 4,2 Milliarden Euro im Vorjahr. Bislang waren 3,5 bis 3,7 Milliarden Euro geplant.

Durchschnittspreis für Kali sinkt im Quartal weiter ab Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte fiel der Umsatz im dritten Quartal um 36 Prozent auf 302 Millionen Euro. Für den Rückgang waren vor allem niedrigere Preise, aber auch die Produktionseinschränkungen im Werk Werra verantwortlich. Das operative Ergebnis (EBIT I) rutschte mit minus 49 Millionen Euro in die Verlustzone, nach einen operativen Gewinn von 93 Millionen Euro im Vorjahr.

   Der Durchschnittspreis, den K+S für seine Kali- und Magnesiumprodukte erzielt, betrug im dritten Quartal knapp 239 Euro je Tonne, im dritten Quartal des Vorjahres waren es noch knapp 310 Euro je Tonne gewesen.

Schwache Nachfrage im Auftausalzgeschäft Auch das zweite Standbein von K+S, die Salzsparte, musste im Quartal erneut Umsatz- und Gewinnrückgänge hinnehmen. Der Umsatz fiel um 9 Prozent auf 346 Millionen Euro. Hauptgrund war der deutliche Absatzrückgang im Auftausalzgeschäft in Nordamerika. Das operative Ergebnis (EBIT I) gab um 57 Prozent auf 18 Millionen Euro nach. Am mittelfristigen Ziel, das operative Ergebnis der Salzsparte bis zum Jahr 2020 auf mehr als 250 Millionen Euro zu steigern, hält der Konzern unverändert fest.

   Im neuen Kaliwerk in Kanada Legacy wird derzeit an der Beseitigung eines Schadens an einem Prozessbehälter infolge eines Unfalls gearbeitet. Mit der Produktion der ersten Tonne Kali wird weiter im zweiten Quartal 2017 gerechnet.

Die Aktionäre des Dünger- und Salzkonzerns K+S setzen weiter auf eine Geschäftserholung: Die Papiere zählten am Donnerstag nach der Vorlage von Zahlen für das dritte Quartal mit plus 3,28 Prozent auf 19,705 Euro zu den Favoriten im Index der mittelgroßen Werte MDAX

   FRANKFURT (Dow Jones)

Bildquellen: K+S

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