AMD-Aktie springt deutlich hoch: Partnerschaft mit Meta wird vertieft

Der Chipkonzern AMD wird den Facebook-Konzern Meta mit KI-Computerchips für viele Milliarden US-Dollar beliefern.
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Der Chipkonzern AMD wird den Facebook-Konzern Meta mit KI-Computerchips für viele Milliarden US-Dollar beliefern. Die beiden Unternehmen gaben am Dienstag einen Ausbau ihrer Zusammenarbeit bekannt, in deren Rahmen AMD über mehrere Jahre Hochleistungsprozessoren (GPU) für KI-Anwendungen mit einer Gesamtleistung von bis zu 6 Gigawatt bereitstellen soll. Im Zuge des mehrere Zehn-Milliarden-Dollar schweren Deals kann Meta bis zu 160 Millionen AMD-Aktien erhalten, was einer Beteiligung von zehn Prozent entsprechen würde.
Um seine Version der KI-Zukunft herbeizuführen, ist Meta-Chef Mark Zuckerberg schon länger zu gewaltigen Investitionen bereit. Erst Ende Januar stellte er für das laufende Jahr Kapitalinvestitionen von 115 bis 135 Milliarden US-Dollar in Aussicht. 2025 hatte der Konzern vor allem für den Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz gut 72 Milliarden Dollar ausgegeben.
Der Zuckerberg-Konzern will ab der zweiten Hälfte 2026 über einen Zeitraum von fünf Jahren AMD-Chips und -Technik kaufen, die für den Betrieb von KI-Modellen ausgelegt sind. Laut AMD-Chefin Lisa Su hat das Geschäft einen Wert im zweistelligen Milliarden-Dollar-Bereich pro Gigawatt.
Mit dem nun angekündigten Milliarden-Deal könnte AMD im KI-Chiprennen Boden gut machen zum Branchenprimus NVIDIA, der allerdings in der vergangenen Woche auch eine Kooperation mit Meta eingegangen war.
AMD-Aktie spring an
Im Zweikampf mit NVIDIA beim Massenvertrieb von KI-Chips kann AMD am Dienstag mit einem Milliarden-Deal punkten. Die AMD-Papiere schnellten im NASDAQ-Handel letztlich 8,77 Prozent auf 213,84 US-Dollar hoch. Für die Meta-Aktie ging es derweil 0,32 Prozent auf 639,30 US-Dollar nach oben.
Die beiden Unternehmen gaben am Dienstag einen Ausbau ihrer Zusammenarbeit bekannt, in deren Rahmen AMD über mehrere Jahre Hochleistungsprozessoren (GPU) für KI-Anwendungen mit einer Gesamtleistung von bis zu 6 Gigawatt bereitstellen soll. Im Zuge des mehrere Zehn-Milliarden-Dollar schweren Geschäfts kann Meta bis zu 160 Millionen AMD-Aktien erhalten, was einer Beteiligung von zehn Prozent entsprechen würde. Bekannt ist Meta vor allem für seine Plattformen Facebook und Instagram.
Am Markt hieß es, die Ankündigung signalisiere, dass AMD mit dem größeren Konkurrenten NVIDIA mithalten könne und die Investitionen in KI-Ausrüstung weiter stiegen, auch wenn einige Anleger eine "Investitionsblase" befürchteten. Der Analyst Matt Britzman vom Vermögensverwalter Hargreaves Lansdown spricht von einem "Vertrauensbeweis für AMDs KI-Hardware". Konkurrenzfähige Chips zu entwickeln sei der eine Teil einer gewaltigen Aufgabe; diese in großen Mengen anbieten zu können, sei der andere Teil.
Für Meta ist die Vereinbarung der jüngste Schritt in einer massiven Investitionsoffensive. "Meta hat beim KI-Wettrüsten gerade einen weiteren Gang höher geschaltet", kommentierte Britzman hierzu. Schon in der Vorwoche war ein großes Geschäft zwischen Meta und NVIDIA bekannt gegeben worden. In Ergänzung dessen sei die Botschaft eindeutig: KI-Infrastruktur habe bei Meta oberste Priorität.
Meta-Chef Mark Zuckerberg hatte Ende Januar mit der Ankündigung für Schlagzeilen gesorgt, Hunderte von Milliarden Dollar in den Ausbau der Rechenkapazität zu investieren. Den Anlegern tat er damit aber zunächst keinen Gefallen, denn neuerdings hinterfragen sie vermehrt, ob sich hohe KI-Investitionen letztendlich lohnen. Von ihrem Ende Januar erreichten Zwischenhoch sind die Meta-Aktien bereits um mehr als 14 Prozent abgesackt. Im Februar waren dann auch die Anteile des Google-Mutterkonzerns Alphabet wegen verdoppelter KI-Investitionen abgestraft worden.
/mis/men/jha/
MENLO PARK/SANTA CLARA (dpa-AFX)
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