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10.11.2021 16:23

VW-Aktie tiefer: Volkswagen plant neues Werk für E-Auto Trinity - Diess sieht sich auch 2022 als Chef

Nahe Wolfsburg: VW-Aktie tiefer: Volkswagen plant neues Werk für E-Auto Trinity - Diess sieht sich auch 2022 als Chef | Nachricht | finanzen.net
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Für sein grundlegend neues Elektromodell Trinity will Volkswagen in der Nähe des Stammsitzes in Wolfsburg ein separates Werk errichten.
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Das Auto soll 2026 auf den Markt kommen. Das am Dienstagabend angekündigte Vorhaben gilt als einer der entscheidenden Punkte in der Investitionsstrategie für die kommenden fünf Jahre. Der Aufsichtsrat muss der neuen Produktionsstätte noch zustimmen. Die endgültige Entscheidung fällt möglicherweise bis zum 9. Dezember - an diesem Tag soll die mittelfristige VW-Investitionsplanung abgeschlossen werden.

Kernmarkenchef Ralf Brandstätter sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstag), auf dem Wolfsburger Werksgelände gebe es keine großen ungenutzten Flächen. Trinity werde ein Auto neuen Typs mit wenigen Varianten und einer schlanken Produktion. "Die nötigen Umbaumaßnahmen könnten wir in der vorhandenen Struktur bei laufendem Betrieb nur mit kostenintensiven Maßnahmen realisieren. Deshalb halten wir eine neue Fabrik im Umland für die beste, weil wirtschaftlichste Lösung", erläuterte der VW-Manager.

Im Stammwerk in Wolfsburg würden weiter Autos gebaut. "In den nächsten Jahren werden das vor allem Golf und Tiguan sein", sagte Brandstätter. Auf zwei Linien würden weiterhin Verbrenner gefertigt. Auf den frei gewordenen Flächen wolle man eine weitere Trinity-Variante produzieren.

Der Betriebsrat hatte zuletzt kritisiert, dass Konzernchef Herbert Diess keine hinreichende Strategie für eine stärkere Auslastung Wolfsburgs habe - zumal in der anhaltenden Chip-Lieferkrise, die Zehntausende Menschen teils über Monate in Kurzarbeit hält. Zudem forderte die Belegschaftsvertretung mindestens ein weiteres E-Modell für die Zentrale ab etwa 2024. Diese Frage sei noch nicht entschieden, sagte Brandstätter dem RND. "Darüber reden wir gerade, aber klar ist: es muss wirtschaftlich Sinn ergeben."

Zum neuen Trinity-Werk hatte VW mitgeteilt: "Entstehen soll die neue Fabrik auf der grünen Wiese außerhalb des Werkzauns." In Frage kämen "dafür verschiedene Standorte im nahen Umland von Wolfsburg." Die Errichtung der Produktionsstätte könnte nach Schätzungen aus Konzernkreisen mindestens einige hundert Millionen Euro kosten.

Bei Trinity handelt es sich um ein komplett neu konzipiertes Fahrzeugsystem, in dem dann die modernsten E-Antriebe sowie weitgehend selbst programmierte Software, eigene Vernetzung und Technologien des autonomen Fahrens von VW zum Einsatz kommen sollen. Dazu verwendet die Hauptmarke eine weiterentwickelte Plattform namens SSP, auf die auch Töchter zugreifen können.

Auf dieser technischen Basis sollen insgesamt mehr als 40 Millionen Wagen entstehen. Das größte deutsche Unternehmen will damit vor allem den US-Rivalen Tesla angreifen, der schon jetzt kurz vor dem Start seiner neuen "Gigafabrik" in Grünheide bei Berlin steht.

Weil zu Elektroauto-Plänen: 'Wolfsburg ist Herz der Industrie'

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil sieht in den VW-Plänen zum Elektro-Großprojekt Trinity einen entscheidenden Schritt, um den Konzern für die kommenden Jahre solide aufzustellen. "Wolfsburg ist das Herz der niedersächsischen Industrie, und Wolfsburg soll es bleiben", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch, nachdem Volkswagen am Vorabend den geplanten Bau eines eigenen Werks für die bevorstehende neue Klasse von E-Fahrzeugen auf einer gänzlich neuen Plattform in Aussicht gestellt hatte.

Zu der erwarteten zweiten Fabrik in der Region, die vom Aufsichtsrat noch formell genehmigt werden muss, wollte das Land als zweitgrößter VW-Anteilseigner im engeren Sinne keine Stellung nehmen. Der Regierungschef stelle aber klar: "Mit Trinity wird Volkswagen in Wolfsburg eine neue Generation von Fahrzeugen aufs Band setzen. Das ist die richtige Herangehensweise für das, was jetzt ansteht." Nötig, so Weil, seien "Zukunftsprojekte, die die Auslastung der Standorte sichern und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit gewährleisten".

Der neue Standort soll in der Nähe des VW-Stammwerks entstehen und auch dessen Umbau mit vorbereiten. So will der Konzern dem US-Rivalen Tesla stärker Paroli bieten. Die Amerikaner stehen kurz vor dem Start einer Fabrik für E-Autos und Batteriezellen in Grünheide bei Berlin.

VW-Chef Diess: Trinity wird Autobauen in Wolfsburg revolutionieren

VW-Chef Herbert Diess will mit dem angepeilten Neubau eines eigenen Werks für die kommende Elektroauto-Generation den Umbruch am gesamten Hauptsitz Wolfsburg antreiben. "Trinity wird den Automobilbau in Wolfsburg revolutionieren", kündigte der Manager am Mittwoch an. Er wies bei einer Branchenkonferenz des "Handelsblatts" auf die "kürzeren Produktionszeiten und effizienteren Arten der Zusammenarbeit" hin, die eine solche Fabrik ermöglichen könne - auch im Rückblick auf die jüngsten Auseinandersetzungen mit dem Betriebsrat über die Transformation von Jobs und Prozessen.

Diess hält ein baldiges Aufschließen zu Tesla und eine verbesserte Produktivität für unerlässlich, wenn VW weiter eine dominierende Rolle in der Branche spielen will. Dafür müsse sich nicht zuletzt die Konzernzentrale verändern, bekräftigte der Vorstandschef. "Und da machen wir sehr gute Fortschritte." Nötig sei eine neue Haltung. Den Wettbewerb insbesondere durch Tesla aktiv anzunehmen, sei wesentlich.

Ein neuer Standort für das Projekt Trinity soll in der Nähe des VW-Stammwerks entstehen und auch dessen Umbau mit vorbereiten. Tesla steht kurz vor dem Start einer Fabrik für E-Autos und Batteriezellen bei Berlin.

Auf die Frage, ob er durch Überlegungen zu möglichem Stellenabbau bewusst Meinungsverschiedenheiten mit den Arbeitnehmern provoziere, sagte Diess, die Betriebsversammlung in der vergangenen Woche habe die Positionen geklärt: "Der inhaltliche Austausch hat uns sehr gut getan." Es gehe ihm nicht darum, Angst vor Jobverlusten zu schüren.

"Ich würde nicht grundsätzlich sagen, dass wir die Sachen eskalieren lassen", so der VW-Chef. "Aber wir müssen natürlich das Unternehmen verbessern. Da geht es auch darum, Strukturen aufzubrechen. Das Unternehmen in Frieden zu lassen, wäre gefährlich auch für alle Beschäftigten." Betriebsratschefin Daniela Cavallo, die ihn scharf kritisiert hatte, schätze er sehr. "Ich finde sie ausgezeichnet."

Das Projekt Trinity soll von 2026 an die Grundlage für eine Baureihe komplett neu entwickelter E-Fahrzeuge bilden. Auf der zugehörigen Plattform kommen auch eigene Software und Technologie rund um das autonome Fahren zum Einsatz. "Die Antriebsfrage ist entschieden", meinte Diess zur Strategie, in den kommenden Jahren hohe zweistellige Milliardensummen in E-Aggregate, Batteriesysteme und weitere Vernetzung zu investieren. Aber die aktuelle Chipkrise sei in dem Zusammenhang weiter eng zu beobachten: "Die Autos der Zukunft werden das Zehnfache an Silizium benötigen." VW steige auch selbst in das Chipdesign ein.

Diess sieht sich auch 2022 als Volkswagen-Chef - "Mit Sicherheit"

Volkswagen-Chef Herbert Diess sieht trotz der Turbulenzen in den vergangenen Wochen um seinen Kurs ausreichend Unterstützung für seinen Weg bei der Transformation.

"Wir haben einen sehr guten Plan für die Transformation, ich fühle mich da gut unterstützt", sagte er am Mittwoch bei einer im Internet übertragenen Autokonferenz des "Handelsblatt". Er rechne wegen der Personaldebatte im Aufsichtsrat nicht mit Verzögerungen bei der Anfang Dezember angesetzten Invesitionsplanung. Gefragt, ob er nächstes Jahr noch Volksagen-Chef sein werde, antwortete Diess: "Ja, mit Sicherheit." Er arbeite gut mit Betriebsratschefin Daniela Cavallo zusammen.

Diess war in den vergangenen Wochen wegen Äußerungen über eine möglichen Abbau von bis zu 30.000 Arbeitsplätzen in die Kritik geraten. Der Konflikt spitzte sich soweit zu, dass der Konzernchef im Aufsichtsrat an Rückhalt zu verlieren drohte. Inzwischen scheint sich die Lage etwas entspannt zu haben - auch weil Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch hinter den Kulissen zwischen Betriebsrat, dem Land Niedersachsen und den Eignerfamilien Porsche und Piech vermittelt.

Mit Blick auf die Diskussion auf der Weltklimakonferenz in Glasgow über eine Ende der Verbrennermotoren, sagte Diess: "Es kann auch 2035 sinnvoll sein, in Lateinamerika mit nachwachsenden Rohstoffen Auto zu fahren. Dafür braucht man Verbrenner." Die seien dann klimaneutral. Dies gelte sicher nicht für Europa. Die Hauptmarke VW will zwischen 2033 und 2035 in Europa aus dem Geschäft mit Verbrenner-Autos aussteigen, in den USA und China etwas später.

Die Vorzugsaktien von VW stehen am Mittwoch im XETRA-Geschäft zeitweise 0,14 Prozent im Minus bei 185,46 Euro.

WOLFSBURG (dpa-AFX / Reuters)

Bildquellen: Bocman1973 / Shutterstock.com

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