ROUNDUP 2: Daimler Truck kämpft weiter mit US-Markt - Aktie weiter erholt

12.03.26 12:30 Uhr

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LEINFELDEN-ECHTERDINGEN (dpa-AFX) - Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck ist im vergangenen Jahr stark von den US-Zöllen von Präsident Donald Trump belastet worden. Absatz, Umsatz und Gewinn gingen deutlich zurück, weil die Geschäfte in Nordamerika unter Druck gerieten. Auch für das neue Jahr gab sich das Management um Chefin Karin Radström vorsichtig, wenn es auch im Auftragseingang erste Zeichen der Besserung gab. Die Daimler-Truck-Aktie setzte ihren Aufwärtstrend der vergangenen Tage fort.

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Das Papier gewann bis zum Mittag 2,3 Prozent auf 42,96 Euro. In diesem Jahr hat sie rund 15 Prozent gewonnen. Hatte die Aktie am Montag noch unter 39 Euro den tiefsten Stand seit Anfang Januar erreicht, schnupperte sie nun bei etwa 44 Euro wieder an ihrem Februar-Hoch von 44,78 Euro.

Das vierte Quartal sei solide gewesen, hieß es in einem Kommentar des Citigroup-Experten Klas Bergelind. Er verwies vor allem auf die Bestellungen, die seine Erwartung und den Analystenkonsens übertroffen hätten, auch in Nordamerika. Hinzu kämen der gute Zahlungsmittelzufluss und eine Dividende, die über den Erwartungen liege.

Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern fiel um fast ein Fünftel auf 3,78 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern (DAX) am Donnerstag in Leinfelden-Echterdingen mitteilte. Die bereinigte operative Ergebnismarge im Industriegeschäft - also ohne Finanzdienstleistungen - lag bei 7,8 Prozent und damit 1,1 Prozentpunkte tiefer als ein Jahr zuvor.

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Für das neue Jahr nimmt sich Chefin Radström hier 6 bis 8 Prozent vor. Bei den Prognosekennziffern hat das Unternehmen bereits die Asiensparte ausgeklammert, die im April im neuen Gemeinschaftsunternehmen mit der Toyota-Tochter (Toyota Motor) Hino starten soll und dann nicht mehr im Konzern konsolidiert wird. Analysten hatten für das vergangene Jahr eine etwas geringere Marge erwartet, beim Ausblick auf die Marge 2026 lagen sie bisher fast am oberen Ende der anvisierten Bandbreite.

Das Management gab sich zuversichtlich, weil die lange Zeit lahmenden Bestellungen wieder anziehen. Der Auftragseingang stieg vergangenes Jahr um 2 Prozent auf 425.458 Fahrzeuge, im Schlussquartal zogen die Bestellungen im Jahresvergleich gar um 13 Prozent an.

Der Erlös im Industriegeschäft ging 2025 um 10 Prozent auf 45,9 Milliarden Euro zurück. Im neuen Jahr dürfte er - ebenfalls ohne das bisherige Asiengeschäft - 42 bis 46 Milliarden Euro betragen. Unter dem Strich sackte der Gewinn um 34 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro ab. Die Dividende soll jedoch überraschend mit 1,90 Euro stabil bleiben.

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Der Konzern habe "2025 in einem anspruchsvollen Geschäftsumfeld mit rückläufigen Schlüsselmärkten ein resilientes Konzernergebnis" erzielt, hieß es vom Unternehmen. "Unsere Ergebnisse für 2025 zeigen eine verbesserte operative Performance in einem herausfordernden Geschäftsumfeld", sagte Radström laut Mitteilung.

Marktschwäche in Nordamerika drückt auf Absatz

Der Absatz war 2025 zurückgegangen. Insgesamt verkaufte der Konzern im vergangenen Jahr 422.510 Lkw und Busse. Das entspricht einem Minus von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

In Nordamerika brach der Absatz um 26 Prozent ein. Dort verkaufte der Konzern 2025 nur noch rund 142.000 Fahrzeuge. Der Markt schwächelt, weil sich Speditionen beim Bestellen neuer Fahrzeuge zurückhalten. Unter anderem wegen der US-Zölle lässt sich das in den kommenden Jahren anfallende Transportvolumen schwer einschätzen.

Sparprogramm "Cost Down Europe"

Um wettbewerbsfähiger zu werden, hatte Daimler Truck im vergangenen Jahr das Sparprogramm "Cost Down Europe" aufgelegt. Bis 2030 sollen die laufenden Kosten auf dem Heimatkontinent damit um mehr als eine Milliarde Euro sinken. In Deutschland sollen deshalb ungefähr 5.000 Stellen wegfallen. Betroffen ist besonders die Lkw-Marke Mercedes-Benz. Aber auch in Nordamerika soll gespart werden.

"Wir setzen unsere Effizienzmaßnahmen schneller um als geplant", sagte Radström laut Mitteilung. 2025 habe das Unternehmen bereits Nettoeinsparungen von über 100 Millionen Euro erzielt, hieß es weiter. Für 2026 strebe Daimler Truck Gesamt-Nettoeinsparungen von mindestens 250 Millionen Euro an./men/rwi/stw/stk

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