17.05.2019 16:38

Warum ein Experte Tesla für die "dümmste und obszönste" Form von Elektromobilität hält

Scharfe Kritik: Warum ein Experte Tesla für die "dümmste und obszönste" Form von Elektromobilität hält | Nachricht | finanzen.net
Scharfe Kritik
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Elektrofahrzeuge gelten als umweltfreundlichere Alternative zu Diesel & Co. Doch der ehemalige Greenpeace-Mitarbeiter Wolfgang Lohbeck übt insbesondere an Fahrzeugen des Elektroautopioniers Tesla starke Kritik. Auch aus Umweltschutzgründen.
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Rund 30 Jahre war Wolfgang Lohbeck für die Umweltorganisation Greenpeace tätig und hat sich insbesondere als Experte im Bereich Mobilität einen Namen gemacht. Im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" macht Lohbeck jetzt deutlich, warum er ausgerechnet für den US-amerikanischen Tesla-Konzern wenig übrig hat.

Zweifel an ökologischem Vorteil

"Was diese Firma herstellt, ist die dümmste und obszönste Variante der Elektromobilität", schießt Lohbeck scharf gegen den Elektroautopionier. Dabei beruft sich der Experte insbesondere auf die Modellpalette der US-Amerikaner, die aktuell aus Model S, Model X und Model 3 und schon bald dem Model Y besteht. Und genau hier setzt die Kritik von Lohbeck an: "Einen Drei-Tonnen-Wagen zu bewegen, noch dazu mit extremen Beschleunigungswerten, das kann nicht ökologisch sein und auch nicht sozial. Das ist Energieverschwendung, das ist Ressourcenverschwendung, das ist Platzverschwendung, und das ist asozial".

Die Masse der Fahrzeuge hält Lohbeck für das "Urproblem", dieses Gewicht brauche viel Energie. Und auch Ökostrom ist für ihn keine Alternative, der sei weder "sauber" noch umsonst, er sei sogar besonders kostbar, so der Experte weiter.

Argumente gegen Komplettumstieg

Neben dem Gewicht bemüht sich Lohbeck im Interview noch um eine weitere Klarstellung: Die Komplettumstellung von Verbrennermotoren auf Elektroantrieb hält er für wenig zielführend. "Diese Fokussierung bringt uns nicht weiter, im Gegenteil, sie lenkt von den eigentlichen Problemen ab". Er spricht sich klar dagegen aus, komplett auf E-Mobilität umzusteigen.

Tatsächlich könne man auch herkömmliche Fahrzeuge wählen, wenn man einigermaßen klimaschonend fahren wolle: "Nach dem Stand der Technik, also beispielsweise mittels Leichtbau und Hochaufladung, lassen sich heute kleine, leichte Wagen mit real 1,5 Litern Benzin oder Diesel durch die Stadt bewegen, das würde 30 bis 40 Gramm CO₂ entsprechen und kaum schlechtere Luft produzieren. Außerdem ginge das sehr viel schneller als das Warten auf die Elektromobilität", erklärt er weiter.

Zumal auch Fahrzeuge mit Elektroantrieb angesichts des Strom-Mixes, der für Produktion und Betrieb der Autos nötig sei, einen "beträchtlichen CO₂-Ausstoß" hätten. Darüber hinaus mache man sich beim Komplettumstieg auf Elektromobilität von Ressourcen abhängig, "auf die nur ganz wenige Länder, vor allem China, Zugriff haben.".

Redaktion finanzen.net

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