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17.08.2016 09:00
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Teslas chinesische Konkurrenz greift an - und hat Milliarden in der Hinterhand

China macht mobil: Teslas chinesische Konkurrenz greift an - und hat Milliarden in der Hinterhand | Nachricht | finanzen.net
China macht mobil
Tesla hat in China keinen leichten Stand, so richtig will das Geschäft nicht in Schwung kommen. Nun gehen die chinesischen Konkurrenten in die Offensive: Mit Vollgas in Richtung Elektroauto-Massenproduktion.
Tesla tut sich schwer damit, auf dem chinesischen Markt endgültig Fuß zu fassen. Dabei sind die Chinesen offensichtlich alles andere als uninteressiert an Elektroautos und autonomen Fahrzeugen. Nun machen die Hersteller aus den eigenen Reihen kräftig mobil. Geld scheint dabei nahezu keine Rolle zu spielen - und zudem ausreichend vorhanden zu sein.

LeEco steckt Milliarden-Betrag in eigene Elektroauto-Fabrik

Das Unternehmen Leshi Internet Information & Technology, kurz LeEco betreibt von Haus aus Internet-TV-Kanäle, besitzt eine Musik- und eine Sportnews-Sparte und optimiert Video-Inhalte für Smartphones. Doch Unternehmenschef Jia Yueting interessiert sich auch für Elektroautos. Daher entwickelt LeEco bereits seit eineinhalb Jahren auch Elektro-Fahrzeuge. In diesem Zusammenhang wird vor allem immer wieder ein Name genannt: Faraday Future. Das Unternehmen tauchte Ende letzten Jahres mit einer deutlichen Kampfansage an Tesla wie aus dem Nichts auf und verkündete, in rund zwei Jahren einen ernstzunehmenden Tesla-Konkurrenten an den Start bringen zu wollen. Zu diesem Zweck wollte Faraday Future eine Milliarde Dollar investieren. Über den Geldgeber hinter dem chinesisch-amerikanischen Startup wurde lange spekuliert. Inzwischen gilt als gesichert: Der Hauptfinancier ist LeEco.
Nun vermeldet LeEco wiederum, 1,8 Milliarden Dollar in eine eigene Elektroauto-Fabrik investieren zu wollen. Bis zu 400.000 Elektroautos sollen dort pro Jahr vom Band rollen. Das Umfeld, in dem die LeEco-E-Autos entstehen sollen, wird dabei alles andere als diskret daherkommen: Die Fabrik selbst soll, LeEco zufolge, in einen drei Milliarden Dollar teuren Vergnügungspark eingebettet sein. Innerhalb dieses Parks sollen alle Fahrzeuge einen Elektroantrieb besitzen, von mehreren Personen geteilt werden und zudem autonom fahren, zitiert das "Wall Street Journal" das Unternehmen. Das Projekt solle außerdem allen "strategischen Partnern von LeEco offenstehen", so LeEco-Chef Jia Yueting. Strategischen Partnern wie etwa Faraday Future.

Auch Faraday Future geht auf dem Elektroautomarkt in die Offensive

Faraday Future investiert aktuell jedoch auch selbst kräftig. Für etwa eine Milliarde Dollar stampft das Startup aktuell nördlich von Las Vegas eine E-Auto-Fabrik aus dem Boden. Geld, das zu einem beträchtlichen Teil aus den Kassen LeEcos stammen dürfte. Bislang hat Faraday Future zwar viel Wirbel um die Elektroauto-Ambitionen des Unternehmens gemacht, allerdings nur wenig tatsächlich geliefert. Öffentlich präsentiert wurde einzig ein aufwändiger, 1.000 PS starker Elektrosportwagen, der optisch stark an das Batmobil erinnerte - kein ernstzunehmender Angriff auf den Elektroauto-Massenmarkt. Auch auf der Mitarbeiterseite rekrutiert Faraday Future außerdem eifrig hochkarätige Kräfte. Nicht nur einige ehemalige Tesla-Mitarbeiter sollen inzwischen zu Faraday Future übergelaufen sein, auch ein hochrangiger Bosch-Ingenieur ist inzwischen bei dem Startup angestellt. Angesichts der hohen Kostenaufwendungen, die Faraday Future haben dürfte, bleibt die Frage nach der konkreten Finanzierung recht nebulös. Gerade auch deshalb, weil Hauptfinancier LeEco gerade selbst riesige Summen in China investiert.

Was plant Faraday Future in China?

Der LeEco-Chef erklärte bereits, sein Unternehmen wolle mit Faraday Future seine strategische Partnerschaft in Sachen Fertigung, Forschung, Logistik und Lademöglichkeiten vertiefen. Gut möglich, dass die große chinesische Fabrik im Vergnügungspark vielmehr eine Art zweiter Standort für Faraday Future werden soll. Bei einer Produktionskapazität von 400.000 Fahrzeugen ist darüber hinaus zu erwarten, dass hier keine aufwändigen Batmobile vom Stapel laufen sollen, sondern vielmehr direkt der Massenmarkt in den Fokus rücken wird.

Rückenwind von der chinesischen Regierung

Die chinesische Regierung plant ihrerseits Großes mit den heimischen Elektroauto-Herstellern: Wenn möglich sollen die chinesischen Unternehmen zum Weltmarktführer bei Elektroautos und Batterietechnik werden - dafür macht die Führung auch staatliche Zuwendungen für entsprechende einheimische Unternehmen locker. Kein Wunder also, dass die potenziellen Tesla-Konkurrenten in China nun wie Pilze aus dem Boden schießen.

Konkurrenzdichte wächst

Neben LeEco und Faraday Future, verfügen noch einige weitere chinesische Unternehmen über recht konkrete E-Auto-Pläne. So etwa auch das Unternehmen Karma Automotive. Die Firma ging ursprünglich aus dem chinesischen Autozulieferer Wanxiang hervor, der das aufgekauft hat, was vom gescheiterten Tesla-Konkurrenten Fisker Automotive übriggeblieben war. Die Entwicklung ist bereits so weit fortgeschritten, dass der "Karma Revero" im September enthüllt werden soll: Äußerlich stark an den "Karma" von Fisker erinnernd und im Inneren mit BMW-Technik ausgerüstet. Auch hier ist ein chinesisches Autowerk in Planung. 375 Millionen Dollar will das Unternehmen dafür in die Hand nehmen.
Desweiteren nimmt auch das Startup Future Mobility Corporation - oder kurz FMC - Fahrt auf. Rückenwind erhält das Unternehmen vom Apple-Fertiger Foxconn und dem chinesischen Internet-Giganten Tencent. Verstärkt wird FMC inzwischen auch von wichtigen ehemaligen BMW-Ingenieuren, die bei BMWs Elektroautoprojekten i3 und i8 mitgewirkt hatten.

Tesla strauchelt, während die Konkurrenz angreift

Die chinesische Elektroauto-Branche macht offenbar wirklich ernst. Ganz offensichtlich sind die chinesischen Unternehmen nicht aufs bloße Kopieren aus - im Gegenteil: Die Weltmarktführerschaft ist erklärtes Ziel. Dafür nehmen Chinas Unternehmen auch Milliardensummen in die Hand und werben aggressiv hochkarätiges Personal von Konkurrenten ab.
Tesla strauchelt unterdessen weiterhin. Zur Unzeit macht die Nachricht von einem Unfall mit einem Tesla-Modell in China die Runde - wieder einmal geht es um das leidige Thema "Autopilot". Daraufhin ersetzte Tesla auf der chinesischen Website kurzzeitig den Begriff "Autopilot" durch "automatisch-assistiertes Fahren", berichtete unter anderem "Bloomberg" - Zufall, wie Tesla wenig später gegenüber dem "Wall Street Journal" beteuerte, man arbeite kontinuierlich an einer Verbesserung der Texte auf den landesspezifischen Websites. Der verunglückte Fahrer beklagt sich jedoch im Internet, Tesla habe ihm den Eindruck vermittelt, es handle sich um ein vollkommen selbstfahrendes Fahrzeug. Es bleibt der fade Beigeschmack, dass es bei Tesla in China wohl zumindest an der Kommunikation hapern könnte.
Dennoch: Nicht wenige Elektroautomobilehersteller, wie beispielsweise Fisker, sind bereits beim Versuch, Tesla einzuholen, auf der Strecke geblieben. Und die Milliarden, die viele chinesische Unternehmen in das Projekt Elektromobilität stecken, ergeben im Falle eines Scheiterns eine immense Fallhöhe für die Unternehmen. Ob dieses Risiko sich lohnen wird oder Tesla am Ende doch den längeren Atem beweist, wird die Zeit zeigen müssen.

Redaktion finanzen.net

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