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02.12.2018 10:45
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Brause-Boom: Deshalb liebt die Wall Street Coca-Cola

Euro am Sonntag-Aktien-Check: Brause-Boom: Deshalb liebt die Wall Street Coca-Cola | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag-Aktien-Check
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Die Aktie des Getränkeriesen Coca-Cola hat an der Wall Street ein Allzeithoch markiert - obwohl der Konzern längst nicht jeden Hype mitmacht. In turbulenten Zeiten schätzen Investoren das Konservative.
€uro am Sonntag
von Stephan Bauer, Euro am Sonntag

Für James Quincey gibt es keinen Grund, den neuesten Hype auf Biegen und Brechen mitzumachen. Beim Thema Cannabis bleibt der US-Getränkeriese Coca-Cola erst mal an der Seitenlinie. Vorerst gebe es keine Produkte, die Wirkstoffe aus Hanf enthielten, stellte der Chef vor wenigen Tagen klar. "Dass es legal ist, macht es noch nicht sicher. Unsere Konsumenten vertrauen darauf, das wir das Richtige tun", sagte Quincey. Der weltgrößte Produzent von Brausegetränken grenzte sich so deutlich vom rauschhaften Cannabis-Hype ab.


Die Konkurrenz geht bei Getränken mit dem nicht berauschenden, aber schmerzstillenden Wirkstoff Cannabidiol (CBD) aggressiv vor. Der Bierbrauer Constellation Brands etwa plant Produkte für den kanadischen Markt, wo Hanfderivate neuerdings legal sind. Eine Tochter des Bierriesen Heineken drängt mit Cannabis-Getränken nach Kalifornien, das sich ebenfalls geöffnet hat.


Investoren an der Wall Street jedoch nahmen es dem Coca-Cola-Chef nicht krumm, dass er der Mode fernbleibt. Im Gegenteil: Die Aktie des Urgesteins im US-Index Dow Jones Industrial hat seit Anfang Oktober um rund sieben Prozent zugelegt und ein neues Allzeithoch markiert - gegen den Markttrend: Der Dow hat im gleichen Zeitraum acht Prozent verloren. Der konservative Führungsstil in der Zentrale in Atlanta scheint Börsianer angesichts der Börsenturbulenzen besonders zu locken. Schließlich mehren sich die Zeichen, dass auch die US-Wirtschaft allmählich den Höhepunkt der konjunkturellen Entwicklung erreicht. In solchen Zeiten meiden Investoren zyklische Titel. Und sie legen sich lieber Papiere von Unternehmen ins Depot, die Dinge herstellen, die viele Menschen täglich konsumieren.

Anteil wächst

Coca-Cola zählt dazu, der Marktanteil des Konzerns wächst überdies weiter. Der US-Brausehersteller ruht sich zudem nicht auf dem Erfolg des dunkelbraunen Stammgetränks aus, sondern geht ebenfalls neue Wege - nur traditionellere.



Mit der Übernahme der britischen Kaffeehauskette Costa kaufte sich Coke im Sommer in einen wachstumsträchtigen Markt ein. Rund fünf Milliarden Dollar haben die Amerikaner für das Geschäft mit rund 4.000 Filialen ausgegeben. Der Preis war hoch, es gab Kritik. Strategisch passt der Deal aber ins große Bild: Coca-Cola strebt schon seit Längerem weg von den zuckerhaltigen Brausen und hin zu alternativen Getränken, die eine gesundheitsbewusste Klientel bedienen. So verstärkt der Costa-Deal die Anstrengungen, die Coca-Cola mit dem Vertrieb eigener Fitnessgetränke unternimmt.

Der Erfolg gibt Quincey recht: Im dritten Quartal etwa lag das Wachstum bei den zuckerfreien Brausen und Fitnessdrinks der Marken Coca-Cola Zero und ­Powerade Zero im prozentual zweistelligen Bereich. Die Ergebnisse zeigten überdies, dass dem Konzern seine Verschlankungskur gutgetan hat. Coca-Cola hatte sich von seinen Abfülltöchtern getrennt und diese in ein Franchisesystem eingebunden, wodurch der Umsatz im Jahresvergleich zwar sinkt, die Profitabilität aber stark ansteigt. Bereinigt um die Abfüller kletterte der Konzernumsatz immerhin um sechs Prozent, der operative Gewinn um 20 Prozent im Quartal. Der Coke-Chef kann es eben auch mal ruhig ­angehen lassen.






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Bildquellen: Patryk Kosmider / Shutterstock.com, oneinchpunch / Shutterstock.com, Luciano Mortula / Shutterstock.com, Billion Photos / Shutterstock

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04.12.2018Coca-Cola NeutralMacquarie Research
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