finanzen.net
+++ Rendezvous mit Harry: Charttechnik live! Eine Stunde trifft BNP Paribas Trader Harald Weygand um über Kurse, Charts, Produkte und Prognosen zu reden. +++-w-
20.04.2020 20:49

Warum Corona Netflix mehr in die Karten spielen könnte als AppleTV+ und Disney+

Inhalte im Blick: Warum Corona Netflix mehr in die Karten spielen könnte als AppleTV+ und Disney+ | Nachricht | finanzen.net
Inhalte im Blick
Folgen
Die globalen Lockdown-Aktivitäten zwingen weltweit Millionen Menschen zu Hause zu bleiben. Streamingdienste sind in diesem Umfeld große Profiteure. Doch trotz steigender Abonnentenzahlen bei allen Anbietern könnte Streaming-Pionier Netflix den längeren Atem haben.
Werbung
• Produktionsstopps machen Streaminganbietern zu schaffen
• AppleTV+ mit überschaubarer Inhaltspalette
• Netflix' Pipeline wohl am besten gefüllt


Wenn sich Menschen viel zu Hause aufhalten und Optionen für Outdoor-Aktivitäten wegfallen, haben Streamingdienste Hochkonjunktur. Analysten haben viele Unternehmen, die Streamingdienste anbieten, auf ihre Empfehlungslisten gesetzt, tatsächlich performen viele dieser Stay-at-home-Titel besser als der Gesamtmarkt.

Doch gänzlich unbeschadet kommen auch die großen Anbieter von Film- und Serienstreaming nicht durch die Corona-Krise. Die starke Beanspruchung der Netze durch vermehrte Streaming-Aktivitäten hat vor einigen Wochen die EU-Kommission auf den Plan gerufen. Streaminganbieter drosselten daraufhin ihre Datenmengen - zu Lasten der Qualität. Und auch die Lockdown-Aktivitäten rund um den Globus wirken sich auf Netflix, Apple, Disney & Co aus: Bis auf weiteres wurden alle Dreharbeiten gestoppt, geplante Produktionen liegen auf Eis und der Zeitplan für den Start neuer Inhalte dürfte sich deutlich nach hinten verschieben.

AppleTV+ und Disney+: Unterschiedliche Angebote

Insbesondere letztere Maßnahme dürfte Streaminganbietern Sorgenfalten auf die Stirn treiben, denn gibt es keine neuen Inhalte, werden viele Kunden ihr Abonnement vermutlich auf Eis legen. Besonders betroffen davon ist AppleTV+, mit dem der Techriese Apple erst im vergangenen Jahr an den Start gegangen war. Der Dienst hat ausschließlich eigenproduzierte Serien im Angebot - und die Inhaltspipeline ist aktuell alles andere als gut gefüllt. Zwar unterbietet der Apple-Dienst die Konkurrenz beim Preis deutlich und durch die Tatsache, dass Käufer von Apple-Geräten ein Jahr lang kostenlosen Zugriff auf die Inhalte haben, dürfte AppleTV+ auch in Sachen Kundenwachstum einen Vorteil gegenüber Wettbewerbern haben. Doch die übersichtliche Inhaltspalette wird Streaming-Kunden wohl nicht allzu lange bei der Stange halten.

Anders sieht die Situation bei Disney+ aus. Der Streamingdienst des Entertainmentriesen ist mit Inhalten gut gefüllt: Neben Disney Originalen finden Kunden unter anderem auch Inhalte von Pixar, Marvel, Star Wars und National Geographic. Darüber hinaus hat Disney+ auch eine Reihe von Eigenproduktionen am Start, mit denen Kunden auf die Plattform gelockt werden sollen. Und neue Inhalte sind in der Pipeline: Disney-Filme, die bereits im Kino liefen, dürften bald ihren Weg zu Disney+ finden. Doch viele geplante Projekte kann Disney in der Krise derzeit nicht umsetzen - insbesondere im Serienbereich wird wohl vorerst nicht mit neuen Staffeln zu rechnen sein. Hinzu kommt: Disney+ ist als Familienunterhalter konzipiert und deckt somit nicht alle Interessensbereiche ab. So ist der Neuling unter dem Streamingunternehmen zwar deutlich besser aufgestellt, als etwa AppleTV+, der Marktführer Netflix dürfte - zumindest in der aktuellen Situation - aber nicht zu knacken sein.

Netflix gut aufgestellt

Denn der Pionier unter den Streamingdiensten hat die mit Abstand am besten gefüllte Inhaltspipeline. Die Programmplanung für 2020 ist weitgehend abgeschlossen, Netflix hat genügend Inhalte, um seine Kunden auch in den kommenden Monaten mit Neuveröffentlichungen zu bedienen. Jeden Monat kommen neue Inhalte hinzu, so dass auch Bestandskunden wohl noch einige Zeit bei Netflix verbringen können, ohne sich Wiederholungen anschauen zu müssen.

Netflix ist nicht nur nach Abonnentenzahlen die Nummer 1 am Markt, auch im Bereich Eigenproduktionen hat das US-Unternehmen die Nase vorn: Einer Analyse der britischen Medienforschungsfirma Omdia zufolge hat Netflix 2019 2.701 Stunden an Originalinhalten veröffentlicht - satte 80 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Das hat sich Netflix im vergangenen Jahr 15,3 Milliarden US-Dollar kosten lassen. 657 eigenproduzierte Filme und Serien wurden im vergangenen Jahr auf der Plattform veröffentlicht - fast zehn Mal so viele, wie auf Amazons Streaming-Dienst Amazon Prime.

Für 2020 liegt das Produktionsbudget bei 17 Milliarden US-Dollar, Netflix will also nochmals 1,7 Milliarden Dollar mehr in Originalinhalte fließen lassen, bis 2028 könnte der Streamingriese sogar mit Produktionsausgaben in Höhe von 26 Milliarden Dollar planen, wie die Analysten von BMO ausgerechnet haben. Die aktuelle Corona-bedingte Produktionsflaute könnte diese Pläne durcheinanderwirbeln, ob der Zeitplan für 2020 noch zu halten ist, dürfte maßgeblich davon abhängen, wie lange es noch dauert, bis die weltweiten Lockdown-Aktivitäten ihr Ende finden oder zumindest gelockert werden.

Mittelfristig dürfte Netflix-Abonnenten aber der Streaming-Stoff nicht ausgehen: Einer Studie der Universität Leicester zufolge hätte man 2019 acht Monate lang täglich die Hälfte des Tages mit Netflix verbringen müssen, um alle neuen Netflix-Inhalte zu sehen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Netflix, pixinoo / Shutterstock.com

Nachrichten zu Walt Disney

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Walt Disney

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
05.08.2020Walt Disney OutperformCredit Suisse Group
06.05.2020Walt Disney NeutralUBS AG
20.04.2020Walt Disney NeutralCredit Suisse Group
25.11.2019Walt Disney overweightJP Morgan Chase & Co.
13.11.2019Walt Disney OutperformCredit Suisse Group
05.08.2020Walt Disney OutperformCredit Suisse Group
25.11.2019Walt Disney overweightJP Morgan Chase & Co.
13.11.2019Walt Disney OutperformCredit Suisse Group
08.11.2019Walt Disney overweightJP Morgan Chase & Co.
08.08.2019Walt Disney OutperformCredit Suisse Group
06.05.2020Walt Disney NeutralUBS AG
20.04.2020Walt Disney NeutralCredit Suisse Group
20.08.2019Walt Disney In-lineImperial Capital
17.06.2019Walt Disney In-lineImperial Capital
15.04.2019Walt Disney NeutralBTIG Research
18.06.2018Walt Disney SellPivotal Research Group
09.01.2018Walt Disney SellPivotal Research Group
14.12.2017Walt Disney SellPivotal Research Group
20.01.2017Walt Disney UnderperformBMO Capital Markets
12.01.2017Walt Disney SellPivotal Research Group

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Walt Disney nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!
Werbung

Heute im Fokus

DAX fällt ins Minus -- Asiens Börsen uneinig -- MorphoSys-Aktien gefragt -- Bertrandt wagt keine Prognose -- Entscheidung über DAX-Rauswurf von Wirecard naht -- SNP, Twitter, Berkshire im Fokus

Carl Zeiss Meditec-Aktien auf Hoch seit Anfang Mai. Mini-Dividende für JENOPTIK-Aktionäre beschlossen. Infineon-Chef: Gross-Übernahmen erst einmal kein Thema mehr. Nach gescheiterter Einigung im Kongress: US-Präsident Donald Trump ordnet Corona-Hilfen einfach an. US-Regierung setzt Gespräche über Kredit für Kodak aus. Beschwerdeflut bei Flugtickets - Kritik aus Ministerium an Lufthansa.

Umfrage

Wenn die Kurse steigen, denken viele Anleger vermehrt über Sicherungsmechanismen nach. Was halten Sie von Teilschutz-Zertifikaten?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
BioNTech SE (spons. ADRs)A2PSR2
BayerBAY001
Wirecard AG747206
Amazon906866
Daimler AG710000
Apple Inc.865985
Microsoft Corp.870747
Deutsche Telekom AG555750
Lufthansa AG823212
TeslaA1CX3T
NEL ASAA0B733
Siemens AG723610
Infineon AG623100
BASFBASF11