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12.03.2017 10:31

Strategischer Partner nötig? Analyst sieht schwarz für Teslas Absatzziele

"Zeitplan nicht machbar": Strategischer Partner nötig? Analyst sieht schwarz für Teslas Absatzziele | Nachricht | finanzen.net
"Zeitplan nicht machbar"
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Für die Massenproduktion des Model 3 braucht Tesla wohl mehr Geld. Am Markt wird daher über eine Kapitalerhöhung spekuliert. Ein Analyst sieht aber noch einen anderen Weg.
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Elon Musk steuert mit seinem Elektroautobauer Tesla auf die wohl wichtigste Zeit in der Unternehmensgeschichte zu: In der zweiten Jahreshälfte soll die Produktion des neuen Hoffnungsträgers Model 3 anlaufen und dafür sorgen, dass schon im kommenden Jahr insgesamt 500.000 Autos aus der Tesla-Fabrik rollen. 2016 waren es gerade einmal rund 80.000 Stromer.

Musks Pläne sind folglich sehr ambitioniert und benötigen weiteres Kapital, sagt Morgan-Stanley-Analyst Adam Jonas. Das ist soweit nichts Neues. Auch der Tesla-Chef hatte bei der Vorlage der Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr bereits gesagt, dass das momentan verfügbare Kapital für die Markteinführung des Model 3 ausreiche, es aber womöglich sinnvoll sei, neues Geld aufzunehmen, um das Risiko zu minimieren. Am Markt wurde das als Hinweis auf eine bevorstehende Kapitalerhöhung gedeutet. Analyst Adam Jonas hat jedoch noch eine andere Theorie.

Morgan Stanley sieht keine Chance für Musks Ziele

Der Analyst, der bei Morgan Stanley das Team für die Autowerte leitet, nahm in einem Kommentar vom Mittwoch zunächst Teslas Auslieferungsziele für die kommenden Jahre auseinander. Laut Jonas wird Tesla im aktuellen Kalenderjahr lediglich 2.000 Stück des Model 3 herstellen. 2018 hält er dann 90.000 Model 3 für realistisch. Von den 500.000 produzierten Autos, die Elon Musk versprochen hat - Model S und Model X miteingerechnet - ist der Konzern laut Meinung des Experten im kommenden Jahr noch weit entfernt. Erst 2024, so Jonas, werden 500.000 Model 3 vom Band rollen - und die sollen künftig ja den Löwenanteil der jährlichen Produktion ausmachen. Auch Musks Ziel, bis 2020 eine Million Fahrzeuge pro Jahr an den Mann zu bringen, ist somit für ihn natürlich nicht realistisch. Er rechnet im entsprechenden Jahr eher mit 390.000 Autos.

Perfekte Gelegenheit für eine strategische Partnerschaft

Viel wichtiger als die jährliche Fahrzeugproduktion ist für Jonas allerdings die Frage, wie Tesla die Kosten für die Fertigstellung der Gigafabrik und die Produktion des Model 3 stemmen will, denn diese werden seiner Meinung nach noch ansteigen. Das aktuell verfügbare Kapital wird aber voraussichtlich schon beim Launch des neuen E-Autos draufgehen. Es muss also höchstwahrscheinlich neues Geld her. Der Experte denkt dabei jedoch nicht zwangsweise an eine Kapitalerhöhung über die Börse - sondern an eine strategische Partnerschaft.

Der Auto-Analyst stellt in seinem Kommentar die Frage, ob es für Tesla jetzt nicht die perfekte Gelegenheit wäre, sich wieder mit anderen Firmen zusammenzutun. Eine Antwort darauf bleibt er schuldig, allerdings liegen die Vorteile auf der Hand: Bei einer strategischen Partnerschaft könnte sich ein anderes Unternehmen - etwa im Rahmen einer Privatplatzierung - direkt an Tesla beteiligen und so Geld in die Kassen des Konzerns fließen lassen. Die Unternehmen könnten aber auch beschließen, nur Informationen und Ressourcen gemeinsam zu nutzen - und die Kosten zu teilen. Das Know-How, das Tesla in jedem Fall gewinnen würde, könnte ganz nebenbei auch dabei helfen, eventuell auftretende Probleme bei der Produktion des Model 3 schneller zu meistern und womöglich doch noch näher an die hochgesteckten Absatzziele heranzukommen.

Tesla holte sich schon früher andere Konzerne zu Hilfe

Tatsächlich ist der Elektroautobauer diesen Weg in der Vergangenheit vor wichtigen Weichenstellungen bereits gegangen. Im Jahr 2009 - kurz nach der Vorstellung des Model S - erwarb Daimler im Rahmen einer strategischen Partnerschaft fast zehn Prozent an Tesla. Beide Firmen vereinbarten eine enge Zusammenarbeit bei Batteriesystemen, Elektroantrieben und Fahrzeugprojekten. Die 50 Millionen Dollar, die Daimler zu dieser Zeit für das Aktienpaket auf den Tisch legte, dürfte Tesla unter anderem auch dafür genutzt haben, die Produktion des damals geplanten E-Sportwagens in die richtigen Bahnen zu lenken.

Für den Bau der Gigafabrik tat sich Tesla ebenfalls im Rahmen einer strategischen Partnerschaft mit Panasonic zusammen. Die Japaner sollen dort laut "Handelsblatt" die Fertigung der Batteriezellen übernehmen, die anschließend zu fertigen Batteriepacks für die Nutzung in E-Autos zusammengebaut werden. Als Partner und zukünftiger Nutzer von rund 50 Prozent der Fabrikfläche stellt Panasonic einen Teil des benötigten Geldes zur Verfügung. Wie hoch diese Summe genau ist, ist nicht bekannt. "Forbes" schätzt aber, dass insgesamt rund eine Milliarde Dollar von Panasonic in Teslas Gigafabrik fließen dürften, die insgesamt rund fünf Milliarden Dollar kosten soll.

Tesla-Aktie: Analyst bleibt dennoch bullish

Es ist also angesichts der vergangenen Partnerschaften nicht unwahrscheinlich, dass sich der Elektroautobauer bei einem neuen großen Projekt - wie etwa der Massenproduktion des Model 3 - wieder nach der Hilfe von alten oder neuen Freunden umsieht. Um wen es sich dabei handeln könnte, lässt Analyst Adam Jonas allerdings auch offen. Generell bleibt er bei diesem Thema recht vage, obwohl er es selbst auf den Tisch bringt. Lediglich eine Partnerschaft zwischen Tesla und Apple - wohl der Wunschtraum schlechthin für viele Anleger - hält er für abwegig.

Für die Tesla-Aktie ist der Analyst übrigens positiv eingestellt, trotz seiner Meinung zum zukünftigen Absatz. Er empfiehlt das Unternehmenspapier mit dem Urteil "Overweight" weiterhin zum Kauf und bestätigt das Kursziel von 305 US-Dollar. Das liegt ungefähr 25 Prozent über dem aktuellen Wert der Aktie.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Tesla, Josh Edelson/AFP/Getty Images

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