Infineon dank Ergebnissprung optimistischer für Gesamtjahr
Der Halbleiterkonzern Infineon hat im dritten Quartal einen Ergebnissprung verzeichnet und rechnet nun auch für das Gesamtjahr mit einer besseren Entwicklung bei Umsatz und Ergebnis.
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Der sich weiterhin dynamisch entwickelnde Automobilbereich und die steigende Nachfrage in den übrigen drei Geschäftsfeldern haben dem Halbleiterkonzern Infineon im dritten Quartal einen Ergebnissprung beschert. Auch für das Gesamtjahr rechnet der DAX-Konzern mit einer besseren Entwicklung bei Umsatz und Ergebnis. Konzernchef Reinhard Ploss sieht seine Strategie aufgehen, die Chancen in anziehenden Märkten "schnell und konsequent" zu nutzen, bleibt aber dennoch wachsam: "Unser Augenmerk gilt weiterhin der Profitabilität." Am Markt kamen die Zahlen gut an. Bereits vorbörslich stiegen die Infineon-Aktien.
Das Segmentergebnis steigerte Infineon von April bis Juni um 72 Prozent auf 117 Millionen Euro. Unter dem Strich verdiente der DAX-Konzern mit 77 Millionen Euro 133 Prozent mehr. Der Gesamtumsatz stieg um 11 Prozent auf 1,02 Milliarden Euro. Während der Konzern beim Überschuss genau die Erwartungen am Markt traf, lag der Umsatz leicht und das Segmentergebnis deutlich über den Prognosen. Dass steigende Umsätze sich überproportional auf das Ergebnis auswirken, ist Folge der hohen Fixkosten bei der Halbleiter-Herstellung.
Für das bis 30. September laufende Geschäftsjahr hob Infineon die Prognose an und präzisierte sie. Die Segmentergebnis-Marge soll nun "knapp unter 10 Prozent" betragen und damit am oberen Ende der bisher genannten Spanne eines mittleren bis hohen einstelligen Prozentsatzes vom Umsatz liegen. Der Umsatz soll gegenüber dem Vorjahr nur um rund 1,5 Prozent zurückgehen. Zuletzt hatte Infineon ein Minus im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich genannt. Bereits seit dem ersten Halbjahr war der Konzern mit Sitz in Neubiberg bei München davon ausgegangen, jeweils das bessere Ende der Prognosespanne zu erreichen.
Zu dem Wachstum im dritten Quartal trugen alle vier Geschäftsbereiche bei. Im wichtigsten Segment Automotive kletterten die Erlöse um 8 Prozent, in den übrigen drei Bereichen sogar zweistellig. Am stärksten belebte sich die Nachfrage nach industriellen Anwendungen mit hohen Leistungen, wo Infineon die Umsätze um ein Fünftel steigerte. Besonders gefragt waren Leistungshalbleiter für den Einsatz im Bereich der erneuerbaren Energien, insbesondere in China. Nach einem Minus von drei Millionen Euro im Vorquartal schreibt das Segment Industrial Power Control nun wieder ein zweistelliges Plus. Aufgrund der hohen Volatilität im Halbleitergeschäft, die der starken Konjunkturabhängigkeit geschuldet ist, ist in der Branche der Quartalsvergleich anstelle der Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum üblich.
Im vierten Quartal will Infineon den Umsatz weiter steigern, auf dann 1,05 Milliarden Euro. Die Segmentergebnis-Marge soll von 11,4 Prozent im dritten Quartal auf einen Wert "um die 13 Prozent" wachsen.
Hauptwettbewerber wie STMicroelectronics mit Sitz in Genf oder der US-Chiphersteller Texas Instruments hatten ihre Umsätze zuletzt ebenfalls steigern können. Während Texas Instruments auch seinen Gewinn erhöhte, drückten bei STMicroelectronics das schwächere Geschäft mit Handychips - ein Bereich, aus dem Infineon schon vor Jahren ausgestiegen ist - und das Aus für das defizitäre Gemeinschaftsunternehmen ST-Ericsson auf das Ergebnis. Der niederländische Halbleiterhersteller NXP legt erst am 1. August neue Zahlen vor.
Kontakt zur Autorin: ursula.quass@dowjones.com DJG/uqu/jhe Dow Jones Newswires Von Ursula Quass
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