finanzen.net
24.09.2019 17:50
Bewerten
(3)

Daimler-Aktie im Minus: 870 Millionen Euro Bußgeld wegen Dieselskandals

Ausblick stabil: Daimler-Aktie im Minus: 870 Millionen Euro Bußgeld wegen Dieselskandals | Nachricht | finanzen.net
Ausblick stabil
Auch Daimler bekommt von der Staatsanwaltschaft Stuttgart im Zug des Dieselskandals ein Bußgeld aufgebrummt.
Rund 870 Millionen Euro muss der Autobauer bezahlen. Grund ist eine fahrlässige Verletzung der Aufsichtspflicht in einer mit der Fahrzeugzertifizierung befassten Abteilung, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte. Diese habe dazu geführt, dass die Dieselfahrzeuge Genehmigungen erhielten, obwohl der Ausstoß von Stickoxiden bei den Autos teilweise nicht den regulatorischen Anforderungen entsprach.

Daimler will gegen den Bescheid keine Rechtsmittel einlegen, damit ist er rechtswirksam. Das Bußgeld werde keine Auswirkungen auf das Ergebnis im dritten Quartal haben, teilte der Autobauer mit. Daimler hatte schon im zweiten Quartal hohe Rückstellungen für Verfahren im Zusammenhang mit dem Dieselskandal gebildet und war unter anderem deshalb in die roten Zahlen gerutscht. Zuvor hatte Daimler binnen weniger Wochen gleich zweimal seine Jahresprognose zurückgenommen. Die Daimler-Aktie gab zur Schlussglocke 1,68 Prozent auf 45,47 Euro nach und lag damit in der DAX-Schlussgruppe.

Die Staatsanwaltschaft bezieht sich im Wesentlichen auf die Rückruf-Bescheide des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA). Das hatte 2018 Bescheide gegen 684 000 Fahrzeuge erlassen. In diesem Frühjahr kamen noch einmal 60 000 hinzu. Daimler hatte gegen beide Widerspruch eingelegt. Die will der Autobauer auch aufrecht erhalten, um für die Zukunft Klarheit bei der Auslegung der Rechtsnormen zu erlangen. Daimler hatte selbst freiwillige Software-Updates für rund drei Millionen Fahrzeuge angeboten.

Zuvor waren schon andere Autohersteller mit Bußgeldern belangt worden. Der Volkswagen-Konzern und seine Töchter AUDI und Porsche mussten zusammen Summen von mehr als zwei Milliarden Euro zahlen. Der Zulieferer Bosch bekam ebenfalls von der Staatsanwaltschaft Stuttgart ein Bußgeld in Höhe von 90 Millionen Euro aufgebrummt.

Für die Landesregierung in Baden-Württemberg bedeuten die Bußgelder eine Geldregen. Die rund 600 Millionen Euro von Bosch und Porsche sind bereits geflossen und könnten Begehrlichkeiten mitten in den laufenden Haushaltsverhandlungen wecken. Das Finanzministerium hatte angesichts von sinkenden Steuereinnahmen und mauen Konjunkturaussichten erst jüngst eine lange Streichliste aufgestellt.

In der Stuttgarter Koalition ist man sich uneins: Grüne und CDU wollen das Geld beide in den Klimaschutz stecken, allerdings auf unterschiedlichen Wegen: Während die Grünen eine großen Teil in schnelle und gezielte Maßnahmen für den Klimaschutz investieren wollen, schlägt der Koalitionspartner CDU eine Stiftung vor.

Für Daimler ist der juristische Hick-Hack um den Diesel mit dem Bußgeld allerdings noch lange nicht vom Tisch. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach wie vor gegen Mitarbeiter des Konzerns.

Und nicht nur in Deutschland interessiert sich die Behörden für die angeblichen Manipulationen von Dieselautos. Auch in den USA laufen Ermittlungen von Justiz und Umweltbehörden gegen den Konzern. Der Autobauer sieht sich dort wie in Deutschland außerdem mit Schadenersatzklagen konfrontiert.

Und schließlich läuft noch das Kartellverfahren der EU. Die Wettbewerbshüter werfen BMW, Daimler und Volkswagen (VW) vor, illegale Absprachen zu Technologien der Abgasreinigung getroffen zu haben. Zumindest hier setzt Daimler auf die Kronzeugenregelung und erwartet für sich keine Bestrafung.

STUTTGART (dpa-AFX)

Bildquellen: Radu Bercan / Shutterstock.com, Frank Gaertner / Shutterstock.com

Nachrichten zu Daimler AG

  • Relevant
  • Alle
    1
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Daimler AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
19.11.2019Daimler Equal weightBarclays Capital
18.11.2019Daimler buyKepler Cheuvreux
15.11.2019Daimler VerkaufenDZ BANK
15.11.2019Daimler HaltenIndependent Research GmbH
15.11.2019Daimler NeutralUBS AG
18.11.2019Daimler buyKepler Cheuvreux
15.11.2019Daimler overweightJP Morgan Chase & Co.
14.11.2019Daimler overweightJP Morgan Chase & Co.
04.11.2019Daimler overweightJP Morgan Chase & Co.
01.11.2019Daimler buyDeutsche Bank AG
19.11.2019Daimler Equal weightBarclays Capital
15.11.2019Daimler HaltenIndependent Research GmbH
15.11.2019Daimler NeutralUBS AG
15.11.2019Daimler HoldWarburg Research
05.11.2019Daimler NeutralUBS AG
15.11.2019Daimler VerkaufenDZ BANK
15.11.2019Daimler SellGoldman Sachs Group Inc.
11.11.2019Daimler SellGoldman Sachs Group Inc.
06.11.2019Daimler ReduceHSBC
24.10.2019Daimler VerkaufenDZ BANK

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Daimler AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX schließt leichter -- US-Börsen schließen schwächer -- Kein Testat für singapurische Wirecard-Tochter -- Lufthansa-Schlichtung geplatzt -- Conti, Rheinmetall, Daimler, Uber, Merck im Fokus

SAP-Mitbegründer Plattner verkauft Aktien für 100 Millionen Euro. Telekom will anscheinend in ihrem Kernnetz auf Huawei verzichten. Allianz-Chef hält Übernahme eines Lebensversicherers für möglich. Salesforce erhöht Umsatzausblick. Intesa und Nexi wollen enger kooperieren. Dermapharm mit Umsatzsprung.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Hohe Ausgaben
Die beliebtesten Weihnachtsgeschenke 2019
Das Schwarzbuch 2019
Wo 2019 sinnlos Steuern verbrannt wurden
Die wertvollsten Marken der Welt 2019
Diese Unternehmen sind vorne mit dabei
Die beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland
Hier arbeiten die Deutschen am liebsten
Die Performance der TecDAX-Werte im Oktober 2019.
Welche Aktie macht das Rennen?
mehr Top Rankings

Umfrage

Wo sehen Sie den Bitcoin-Kurs Ende 2019?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
NEL ASAA0B733
Ballard Power Inc.A0RENB
Daimler AG710000
Aurora Cannabis IncA12GS7
Deutsche Bank AG514000
Microsoft Corp.870747
Apple Inc.865985
CommerzbankCBK100
BASFBASF11
Amazon906866
EVOTEC SE566480
Plug Power Inc.A1JA81
Allianz840400
K+S AGKSAG88