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23.02.2019 20:15
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Daimler: Der Nächste muss dann unbedingt Gas geben!

Euro am Sonntag-Aktien-Check: Daimler: Der Nächste muss dann unbedingt Gas geben! | Nachricht | finanzen.net
Daimler-Chef Dieter Zetsche
Euro am Sonntag-Aktien-Check
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Der Gewinn schrumpft, die Dividende sinkt - Daimler-Chef Dieter Zetsche geht offen und ehrlich. Nachfolger Ola Källenius soll die operative Marge wieder flottmachen.
€uro am Sonntag
von Stephan Bauer, Euro am Sonntag

Dieter Zetsche hat einiges mitgemacht bei Daimler, 2005 etwa den Verlust der Spitzenposition im automobilen Premiumsegment an den Münchner Rivalen BMW. Gut zehn Jahre später gelang Zetsche als Vorstandschef das Comeback, auch dank einer von ihm eingeleiteten Modelloffensive. 2016 fuhren die Stuttgarter wieder auf Platz 1 und halten sich immer noch dort.


Auch wegen dieser Verdienste kann es sich der erfahrene Automann leisten, eine unverblümte letzte Jahresbilanz vorzulegen. Im Mai wird er das Sternenzepter an Entwicklungsvorstand Ola Källenius übergeben. Auf den designierten Nachfolger kommt eine Menge zu: organisatorisch, weil ein Umbau des Konzerns zu einer Holding mit selbstständigen Töchtern ansteht, vor allem aber operativ, wie die Jahreszahlen für 2018 belegen.


Der langjährige Gewinnmotor, die Pkw-Sparte Mercedes-Benz Cars, beschleunigt die Stuttgarter nicht mehr wie gewohnt. Der Konzernumsatz stieg 2018 zwar wegen eines höheren Pkw-Absatzes und einer gut laufenden Trucksparte leicht um zwei Prozent auf 167,4 Milliarden Euro, dennoch verdiente der Automobilhersteller mit 11,1 Milliarden Euro operativ rund 22 Prozent weniger als im Jahr davor. Die Konsequenz: Es gibt weniger Geld für die Anteilseigner. Der Vorstand schlägt bloß 3,25 Euro ­Dividende pro Aktie vor, das entspricht einer Kürzung um elf Prozent. Analysten hatten im Schnitt mit einer Ausschüttung von 3,43 Euro pro Anteilschein gerechnet.

Nach der Hiobsbotschaft geriet die Aktie unter Druck. Was Anleger verunsichert, war neben der ungekannten Knickerigkeit der Schwaben der Schwund der Profitabilität in der Kernsparte. Die operative Rendite von Mercedes-Benz sank auf 7,8 Prozent, im Vorjahr hatten die Modelle mit dem Stern noch 9,4 Prozent eingefahren. Der Rückenwind aus der Erneuerung der Palette lasse nach, hieß es von Analysten. Die Ausgaben im Bereich autonomes Fahren und Elektro­mobilität bleiben aber hoch. Hinzu kommt der konjunkturelle Abschwung und der Handelskonflikt zwischen den USA und China, der die Autoindustrie belastet.


Laut Betriebsratschef Michael Brecht muss die Effizienz bei Mercedes-Benz erhöht werden, er plädierte im "Handelsblatt" für eine Verkleinerung der Modellpalette. Der Vorstand rechnet für 2018 zwar mit weiter steigendem Absatz und Umsatz in allen Geschäftsbereichen, und auch der operative Gewinn des Konzerns soll wieder leicht zulegen, darin enthalten ist laut Daimler aber auch ein positiver Effekt aus der Zusammenlegung der Mobilitätsdienste von Daimler und BMW.

Ausblick durchwachsen

Der Ausblick klingt zwar recht solide, doch das täuscht ein wenig, wie Konzernkenner monieren. Die starke Kürzung der Dividende lasse erahnen, wohin die Reise beim Unternehmen gehe, so Analyst Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler: "Das ist das stärkere Signal." Die Marge im Pkw-Bereich bleibt 2019 weiter unter Druck, eine Umsatzrendite von sechs bis acht Prozent ist offiziell angepeilt. Die ursprüngliche Spanne von acht bis zehn Prozent aber ist laut Konzern erst 2021 wieder in Sicht.







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Bildquellen: Thomas Niedermueller/Getty Images, THOMAS KIENZLE/AFP/Getty Images
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