aktualisiert: 06.01.2022 22:03

Fed-Protokoll belastet: Dow letztlich schwächer -- DAX schließt im Minus -- Bitcoin unter Druck -- Deutsche Bank hält an Jahreszielen fest -- AUDI, Rivian, Danone im Fokus

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Deutschland: Inflationsrate steigt 2021 auf den höchsten Stand seit 1993. Commerzbank, Deutsche Bank & Co.: Banken-Aktien profitieren von steigenden Zinserwartungen. Allianz-Aktie besser als Gesamtmarkt - Exane BNP rät zum Kauf. GEA-Aktien trotzen schwachem Markt. Infineon, Nemetschek, TeamViewer & Co.: Aussicht auf steigende Zinsen belastet Technologiewerte. ExxonMobil entdeckt neue Erdölquellen vor Südamerika.
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Der deutsche Aktienmarkt kam am Donnerstag unter großen Druck.

Der DAX läutete den Donnerstagshandel mit einem klaren Minus ein und ging letztlich auch 1,35 Prozent tiefer bei 16.052,03 Punkten in den Feierabend. Daneben baute der TecDAX seinen anfänglichen Verlust noch kräftig aus und schloss am Abend 2,06 Prozent leichter bei 3.749,67 Zählern.

Am deutschen Aktienmarkt ging die Angst vor einer strafferen US-Geldpolitik um. Das Protokoll der US-Notenbank Fed vom Vorabend offenbarte, dass sich die Mitglieder schon kurz nach der ersten Zinserhöhung für eine Verringerung der Bilanzsumme der Notenbank ausgesprochen haben. Daneben würden auch die Entwicklung der Wirtschaft sowie der Inflation für eine straffere Geldpolitik sprechen.

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An den europäischen Märkten prägten am Donnerstag rote Vorzeichen das Bild.

Der EuroSTOXX 50 vergrößerte seinen frühen Verlust im weiteren Tagesverlauf und beendete den Handel schließlich 1,53 Prozent schwächer bei 4.324,81 Punkten.

Die Märkte standen am Donnerstag ganz im Bann des Fed-Protokolls, welches am Vorabend veröffentlicht worden war. Aus diesem ging hervor, dass sich die Währungshüter für eine Abkehr der lockeren Geldpolitik ausgesprochen haben. Neben dem Tapering und Zinserhöhungen sei auch eine schneller Verringerung der Bilanz der Fed bereits diskutiert worden. Nun fürchten Anleger, das Erstarken der Wirtschaft könnte zu schnell wieder abgewürgt werden.

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Die Wall Street zeigte sich im Donnerstagshandel schwächer.

Der Dow Jones hatte kaum bewegt eröffnet und fiel anschließend zurück. Zum Schlussläuten stand dann ein Minus 0,47 Prozent bei 36.236,34 Punkten auf der Kurstafel. Daneben konnte der Techwerteindex NASDAQ Composite seinen anfänglichen Verlust eingrenzen und schloss nur noch 0,13 Prozent leichter bei 15.080,86 Zählern.

Nachdem das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed schon am Mittwochabend für große Abschläge an den US-Börsen gesorgt hatte, ging es auch am Donnerstag abwärts. "Die Minutes haben die Märkte überrascht, da sie eine recht aggressive geldpolitische Sicht der Notenbanker offenbaren", meinte Analystin Birgit Henseler von der DZ Bank laut Dow Jones Newswires. Das Protokoll hatte offenbart, dass die Währungshüter nicht nur über ein schnelleres Tapering und Zinserhöhungen, sondern auch über die Reduzierung der Fed-Bilanz diskutiert hatten.

Starke Auftragseingangsdaten aus der Industrie und wenn auch etwas schwächer als erwartete, aber immer noch starke ISM-Stimmungsdaten aus dem Dienstleistungsgewerbe verstärkten die Zurückhaltung der Anleger. Denn: Wachstumszweifel seien auch nach diesen Daten "nicht angebracht", zitierte die dpa Analyst Ulrich Wortberg von der Helaba. Zwar forcierten die Daten die Erwartungen an bald steigende Zinsen in den USA nicht zusätzlich, allerdings seien "diese bereits deutlich ausgeprägt".

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Am Donnerstag notierten die asiatischen Börsen überwiegend tiefer.

In Japan verlor der Nikkei mit einem Abschlag von letztlich 2,88 Prozent auf 28.487,87 Einheiten am deutlichsten.

Während der Shanghai Composite auf dem chinesischen Festland 0,25 Prozent auf 3.586,08 Punkte abgab, gewann der Hang Seng in Hongkong schlussendlich 0,72 Prozent auf 23.072,86 Zähler ein.

Das Protokoll der US-Notenbank, welches am Mittwochabend veröffentlicht wurde, war überraschend falkenhaft ausgefallen und hatte schon die US-Börsen im Späthandel tief abwärts geschickt. Wie das Protokoll zeigt, stimmen sich die Währungshüter nicht nur über eine Beendigung der Anleihekäufe und Zinserhöhungen ab, sondern auch über eine Verkleinerung der aufgeblähten Bilanz der Fed. Marktteilnehmer fürchten dementsprechend, dass die Bekämpfung der hohen Inflation zu einem Abwürgen der Konjunktur führen könne.

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