aktualisiert: 14.06.2018 22:05
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DAX schließt über 13.000 -- Wall Street schließt uneinheitlich - Techwerte mit Rekorden -- EZB hält Leitzins auf Rekordtief -- Elon Musk kauft Tesla-Aktien -- Fed, GERRY WEBER, GRENKE im Fokus

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Nach der EZB-Sitzung am Donnerstag, drehte der deutsche Leitindex in die Gewinnzone und übersprang nach längerer Zeit wieder die 13.000 Punkte-Marke.

Nachdem der DAX 0,7 Prozent schwächer bei 12.806,07 Punkten eröffnete, drehte er am Nachmittag in die Gewinnzonne und übersprang die Hürde von 13.000 Punkten. Den Handelstag beendete der deutsche Leitindex mit deutlichen Gewinnen von 1,68 Prozent bei 13.107,10 Zählerpunkten. Auch der TecDAX konnte etwas zulegen, nachdem er anfänglich um 0,3 Prozent auf 2.894,18 Zähler gefallen war. Zum Handelschluss zeigt er sich deutlich im Plus mit 1,39 Prozent bei 2.943,68 Zählern.

Ein wahrscheinlich schnelleres Ende der Niedrigzinspolitik durch die US-Notenbank drückte auf die Stimmung. So hatte die Fed am Mittwoch signalisiert, dass es dieses Jahr auf vier, statt auf drei Zinsanhebungen hinauslaufen dürfte.

Im Tagesverlauf rückte dann die EZB in den Anlegerfokus und traf die Entscheidung, dass der Leitzins im Euroraum auf dem Rekordtief von null Prozent bleibt.

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Die europäischen Märkte präsentierten sich am Donnerstag leichter.

Der EuroSTOXX 50 eröffnete 0,4 Prozent niedriger bei 3.466,43 Punkten und stand zunächst auch im weiteren Handelsverlauf im Minus. Den Donnerstagshandel verließ er jedoch mit Gewinnen von 1,37 Prozent auf 3.527,11 Zählern.

Die US-Fed hatte für den weiteren Jahresverlauf zwei weitere Zinserhöhungen in Aussicht gestellt, statt wie bisher eine. Dies drückte auf die Stimmung. Nach der EZB-Sitzung und der Entscheidung, den Leitzins im Euroraum auf null Prozent zu belassen, erholten sich die europäischen Märkte.

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Die Wall Street hat den Donnerstagshandel mit unterschiedlichen Vorzeichen beendet.

Der Dow Jones startete mit einem leichten Plus in den Handelstag bei 0,36 Prozent auf 25.293 Zähler und pendelte im Verlauf um die Nullinie. Zum Feierabend gab der Leitindex leicht um 0,08 Prozent ab und schloss bei 25.181,49 Punkten. Deutlich besser lief es für die Techwerte: Nachdem der NASDAQ Composite sich zum Handelsstart unentschlossen bei 0,11 Prozent auf 7.695,70 Zählerpunkten zeigte, nahm das Börsenbarometer Fahrt auf und markierte bei 7.7680,60 Punkten sogar ein neues Rekordhoch. Am Ende ging das Börsenbarometer mit einem Aufschlag von 0,85 Prozent bei 7.761,04 Indexpunkten aus dem Handel.

Die US-Notenbank hatte den Leitzins am Vorabend wie weithin erwartet um 25 Basispunkte erhöht, für den Rest des Jahres aber zwei weitere Zinserhöhungen in Aussicht gestellt. Am Markt war bis dahin nur mit einem weiteren Zinsschritt gerechnet worden. In Reaktion darauf gaben die US-Börsen am Vortag etwas nach. Die EZB hingegen hat die Zinsen erwartungsgemäß unverändert belassen und die Erwartungen an die erste Zinserhöhung weiter nach hinten verschoben. Die Zinsen würden bis mindestens Sommer 2019 auf dem aktuellen Niveau bleiben, hieß es von der Notenbank.

Zwar hat die EZB angekündigt, ihre Anleihekäufe ab Oktober auf dann 15 Milliarden Euro pro Monat bis Jahresende herunterzufahren, doch war dies so erwartet worden. "Die EZB kann einfach nicht mehr kaufen", sagt Ulrich Leuchtmann, Devisenanalyst bei der Commerzbank. Denn der Bestand an Bundesanleihen nähere sich der Obergrenze von 33 Prozent. "Taubenhaft ist vor allem der Ausblick", meint er. Bisher sei die erste Zinserhöhung zum Ende des zweiten Quartals 2019 erwartet worden. Nun werde der Markt den ersten Zinsschritt Richtung September 2019 verschieben.

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Die asiatischen Börsen gaben am Donnerstag nach.

In Tokio schloss der Nikkei 225 0,99 Prozent tiefer bei 22.738,61 Punkten.

Auch in China überwogen die Verkäufe. Während der Shanghai Composite bis Handelsschluss um 0,18 Prozent auf 3.044,16 Indexpunkte abgab, fiel der Hang Seng in Hongkong um 0,93 Prozent auf 30.440,17 Zähler.

Die US-Notenbank hat die geldpolitischen Zügel etwas angezogenen, was die Aktienkurse belastete. Sie hat wie erwartet die Leitzinsen erhöht. Darüber hinaus haben die Währungshüter für das Gesamtjahr vier Zinserhöhungen statt zuvor drei in Aussicht gestellt.

Das Interesse der Anleger gilt nun den weiteren anstehenden Notenbanksitzungen. Am Donnerstag tagt die Europäische Zentralbank (EZB), am Freitag die Bank of Japan.

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