BioNTech-Aktie nicht dabei: Auf diese Top-Biotech-Aktien setzen Analysten für 2026

Analysten haben sich den Biotechnologiesektor angesehen und mehrere vielversprechende Unternehmen identifiziert, die 2026 vor wichtigen Meilensteinen und potenziellen Kurssprüngen stehen.
Werte in diesem Artikel
• Experten von Truist Securities und Piper Sandler nennen jeweils Favoriten für 2026 bei Biotech-Aktien
• Zwei Unternehmen schaffen es auf beide Listen
• Kurzfristige Katalysatoren ausschlaggebend
Sowohl das US-Analysehaus Truist Securities als auch die Experten von Piper Sandler haben mehrere Konzerne aus dem Biotech-Sektor mit Blick auf ihre Marktchancen im Jahr 2026 unter die Lupe genommen. Sie glauben, dass die Branche nach einem längeren herausfordernden Umfeld im aktuellen Jahr wieder an Dynamik gewinnen und für Anleger interessante Chancen bieten könnte - getragen von Innovationen, neuen Medikamenten-Zulassungen und dem Ausbau kommerzieller Perspektiven.
Das sind die Biotech-Hoffnungsträger von Truist
An erster Stelle auf der Liste von Truist Securities steht laut "Investing.com" Madrigal Pharmaceuticals, ein US-Unternehmen, das mit seinem Medikament Rezdiffra für die Lebererkrankung metabolische Dysfunktion-assoziierte Steatohepatitis (MASH) bereits eine kommerzielle Präsenz aufgebaut hat und das in der zweiten Jahreshälfte 2026 in diesem Bereich weiteres Wachstum nicht nur in den USA, sondern auch in Europa erwartet. Die Analysten von Truist heben laut der Nachrichtenseite hervor, dass Rezdiffra damit ein Umsatzpotenzial im Milliarden-Dollar-Bereich besitze - selbst bei zukünftig stärkerem Wettbewerb. Auch für die Madrigal-Aktie sehen sie daher laut "Investing.com" noch Aufwärtspotenzial bis 640 US-Dollar. Zuletzt hat das Papier an der NASDAQ bei 488,26 US-Dollar geschlossen (Stand: Schlusskurs vom 9. Februar 2026).
Ebenfalls im Blickpunkt steht bei Truist Securities das Biopharma-Unternehmen Cytokinetics, das Muskelaktivatoren und Muskelinhibitoren entwickelt. Hier ruhen die Hoffnungen auf dem Myosin-Inhibitor Aficamten, der im Dezember 2025 von der FDA zugelassen wurde und bei hypertropher Kardiomyopahtie eingesetzt werden soll. Laut den Truist-Experten könnte dessen potenzielle Marktdurchdringung ein wesentliches Investmentthema für 2026 sein. Laut der Analyse hätten Gespräche mit führenden Entscheidungsträgern eine starke Präferenz für Aficamten bei neuen Patienten gezeigt, heißt es bei "Investing.com". Dies könnte 2026 den Unternehmenswert von Cytokinetics maßgeblich positiv beeinflussen. Das Kursziel von Truist lautet hier laut "TipRanks" 92 US-Dollar, der letzte Schlusskurs der Aktie lag bei 54,78 US-Dollar (Stand: Schlusskurs vom 9. Februar 2026).
Als dritter Aktienfavorit wird Edgewise Therapeutics genannt. Truist sieht hier ein bedeutendes Jahr, weil Mitte 2026 erwartete Daten aus einer laufenden klinischen Phase-2-Studie zu EDG-7500, einem Wirkstoff zur Behandlung der hypertrophen Kardiomyopathie (HCM), für mehr Klarheit in der Entwicklung sorgen könnten, nachdem laut "Investing.com" bereits im Dezember erste positive Daten zu dem HCM-Mittel veröffentlicht worden waren. Sollte sich das Sicherheitsprofil der EDG-7500-Behandlung bestätigen, könnte dies laut den Truist-Experten positive Impulse setzen. Daneben würden im vierten Quartal auch Phase-3-Daten für Sevasemten bei Becker-Muskeldystrophie erwartet, die für weiteres Aufwärtspotenzial sorgen könnten. Truist setzte das Kursziel für die Edgewise-Aktie daher auf 46 US-Dollar fest, zuletzt schloss das Papier bei 30,25 US-Dollar (Stand: Schlusskurs vom 9. Februar 2026).
Weitere Unternehmen, die Truist auf der Watchlist für 2026 aufführt, sind laut "Investing.com" MBX Biosciences, dessen risiko-reduzierte Programme in den Bereichen HP, PBH und Adipositas kurz vor wichtigen Studiendaten stünden, die für weiteres Aufwärtspotenzial sorgen könnten, sowie Terns Pharmaceuticals, ein Unternehmen im Bereich der klinischen Onkologie, bei dem für Mitte 2026 erwartete vollständige Phase-1-Ergebnisse zu TERN-701, einem Medikament für Patienten mit vorbehandelter chronischer myeloischer Leukämie (CML), die Dynamik im Markt erhöhen könnten. Darüber hinaus gehören mit Protagonist Therapeutics und Scholar Rock zwei weitere Biotech-Titel zur Auswahl, die Truist wegen potenzieller Zulassungen und Pipeline-Fortschritte empfiehlt.
Bei diesen Biotech-Aktien sieht Piper Sandler 2026 Wachstumspotenzial
Während Truist Securities den Biotech-Sektor vor allem nach klassischen Innovations- und Marktwachstumstreibern bewertet, zeichnet Piper Sandler ein etwas breiteres Bild mit besonderem Fokus auf kommerziell etablierte Unternehmen und Kandidaten mit konkreten Zulassungs- oder Datenmeilensteinen im Jahr 2026. In einer Research-Notiz nach der Healthcare Conference des Hauses identifizierten die Analysten laut "Investing.com" mehrere Titel, bei denen sowohl operative Fortschritte als auch regulatorische Ereignisse die Wertentwicklung bestimmen könnten. Dabei gibt es auch zwei Überschneidungen mit den Aktienfavoriten von Truist.
Im Zentrum der Empfehlung von Piper Sandler stehen Biotech-Aktien wie Crinetics Pharmaceuticals, Cytokinetics und Madrigal Pharmaceuticals, wobei die zwei zuletzt genannten Titel auch von Truist empfohlen werden. Diese Firmen haben bereits kommerzielle Produkte am Markt oder es werden für das aktuelle Jahr signifikante Produktlaunches erwartet. Laut Piper Sandler könnte 2026 daher für diese Firmen ein transformatives Jahr werden, weshalb die Zuversicht der Researchfirmen für diese Titel zugenommen habe, schreibt "Investing.com".
Zusätzlich zu diesen Firmen, die bereits Produkte besitzen, die sich in der kommerziellen Phase befinden, hob Piper Sandler laut dem Nachrichtenportal aber auch potenziell regulierungsgetriebene Chancen bei anderen Titeln hervor. Dazu zählen unter anderem NewAmsterdam Pharma, Praxis Precision Medicines, Savara und Unicycive Therapeutics. Hier würden robustere Datenpakete eine hohe Wahrscheinlichkeit für erfolgreiche Zulassungsentscheidungen in 2026 begründen, so die Experten.
Bekanntere Namen wie BioNTech auffällig abwesend
Die Einschätzungen von Truist und Piper Sandler kommen zu einem Zeitpunkt, zu dem sich der Biotechnologiesektor nach dem eher schwierigen Marktumfeld der Vorjahre wieder belebt hat. Die Experten erwarten für 2026 eine durch Innovationen, aktivere regulatorische Prozesse und potenziell beschleunigte Kommerzialisierungen getriebene Phase, in der ausgewählte Unternehmen mit fortgeschrittenen Wirkstoffkandidaten oder starken kommerziellen Perspektiven profitieren könnten.
Obwohl auf den Listen beider Expertenhäuser dabei auch Unternehmen mit Medikamenten oder Ambitionen im Bereich der Onkologie oder Adipositas-Behandlung vertreten sind, sind bekannte Namen wie BioNTech oder Novo Nordisk auffällig abwesend. Ein Grund dafür dürfte sein, dass sich die Analysen stark an konkreten kurzfristigen Katalysatoren orientieren - also an unmittelbar bevorstehenden Auslösern für Kursbewegungen, wie Zulassungsentscheidungen, wichtigen klinischen Daten oder unmittelbaren Produktlaunches. Bei den erwähnten kleineren oder mittelgroßen Unternehmen lassen sich durch diese Ereignisse tendenziell stärkere potenzielle Kursimpulse erwarten als bei etablierten Konzernen, bei denen diese Faktoren oft schon in den Kursen eingepreist sind.
Bei BioNTech beispielsweise drehen sich die Debatten derzeit eher um mittelfristige Perspektiven oder längerfristige Pipeline-Entwicklungen, so etwa um den Onkologie-Hoffnungsträger Pumitamig, wo belastbare klinische Daten jedoch erst ab 2027 erwartet werden.
Novo Nordisk hat hingegen derzeit mit operativen Herausforderungen und einem schwierigen Marktumfeld zu kämpfen und es sind keine bevorstehenden klaren Katalysatoren in Sicht, die den Aktienkurs sprunghaft bewegen könnten.
Daher kommen beide Titel derzeit wohl für Truist und Piper Sandler eher nicht als "Top-Pick" für 2026 infrage.
Redaktion finanzen.net
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