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12.08.2020 22:10

Nikola braucht möglicherweise neues Kapital - aber nicht so viel wie Tesla

Nikola profitabler?: Nikola braucht möglicherweise neues Kapital - aber nicht so viel wie Tesla | Nachricht | finanzen.net
Nikola profitabler?
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Der Hersteller von Brennstoffzellen-Lastwagen hat ambitionierte Ziele. Die sind teuer, bestätigte auch der CEO von Nikola. Doch den Kapitalbedarf schätzt der Manager weniger hoch ein, als beim großen Konkurrenten Tesla.
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• Nikola-Chef hält Unternehmen für derzeit gut kapitalisiert
• Kapitalerhöhung in der Zukunft wohl dennoch wahrscheinlich
• Braucht Nikola weniger Geld als Tesla?


Das Autobaugeschäft ist kostenintensiv. Insbesondere dann, wenn ein Unternehmen noch ohne eigene Produktionsstätten und Produktionslinien agiert. Nikola ist zudem in einer Zukunftsbranche aktiv: Das US-Unternehmen will wasserstoffbetriebene Lastwagen entwickeln und auf den Markt bringen - und damit in direkte Konkurrenz zum US-Rivalen Tesla gehen, der seinerseits auf Elektrobatterie-Antrieb setzt.

Letzte Nikola-Kapitalerhöhung noch nicht lange her

Aus diesem Grund hat das Unternehmen rund um Gründer Trevor Milton bereits vor einigen Wochen eine Kapitalerhöhung bekannt gegeben und sein Kapital durch den Verkauf von 23,9 Millionen zusätzlichen Aktien aufgestockt. Anleger nahmen diesen Schritt wenig wohlwollend zur Kenntnis, schließlich kommt es auf diesem Weg zur Verwässerung ihrer eigenen Anteile. Zahlreiche Anleger zogen infolge der Nachricht die Reißleine, wer zum Börsendebüt bei 37,55 US-Dollar eingestiegen war, liegt zwar immer noch im Plus, von den Höchstkursen kurz nach dem Börsenstart ist die Nikola-Aktie aber inzwischen weit entfernt.

Nikola benötigt noch mehr Geld

Und dass die Aufstockung der Aktien nicht die letzte Kapitalmaßnahme gewesen sein wird, dürfte angesichts des zunehmenden Kapitalbedarfs nicht nur Nikola-Anlegern klar sein.

Auch Gründer und CEO Milton hat gegenüber Yahoo Finance zuletzt keinen Hehl daraus gemacht, dass sich sein Unternehmen über kurz oder lang frisches Kapital beschaffen muss. Allerdings werde dies nicht in der Höhe benötigt, wie beim US-Rivalen Tesla: "Tesla hat denke ich zwischen 10 und 20 Milliarden US-Dollar eingesammelt, um dorthin zu kommen, wo sie jetzt sind", auch Nikola werden auf Kapitalsuche gehen müssen. "Wir haben aber ein besseres Geschäftsmodell", so Milton weiter. Das Modell von Nikola beruhe "auf Rentabilität, nicht unbedingt auf Spekulationen", betonte der Manager.

Er gehe nicht davon aus, dass man Kapital in gleicher Höhe wie Tesla aufbringen müsse, da das Geschäftsmodell seines Konzerns "sehr, sehr profitabel" sei. "Mit jedem LKW, den wir verkaufen, verdienen wir fast eine Viertelmillion Dollar. Das ist eine riesige Menge Geld. Wir sind also ein völlig anderes Unternehmen als Tesla", brachte er die seiner Ansicht nach unterschiedlichen Ansätze der Autoabauer auf den Punkt.

Aktuell sieht er sein Unternehmen aber finanziell gut aufgestellt. "Derzeit haben wir über 900 Millionen US-Dollar Bargeld auf unserem Konto. Wir sind also finanziell sehr solide. Ich weiß, dass eine Milliarde Dollar in der heutigen Welt nicht nach viel Geld klingt, aber es ist viel Geld. Es ist eine Milliarde Dollar auf unserem Konto. Wir werden irgendwann auf den Markt gehen, um mehr Kapital zu bekommen. Es werden ein oder zwei weitere [Runden] erforderlich sein", so Milton weiter.

Erster Großauftrag für Nikola

Zuletzt hatte das Unternehmen einen Großauftrag in den USA an Land gezogen: Für das US-Müllentsorgungsunternehmen Republic Services soll Nikola 2.500 wasserstoffbetriebene Müllfahrzeuge liefern. Finanzielle Einzelheiten des Deals wurden nicht bekannt, auch ob der Auftraggeber eine Anzahlung leisten wird, blieb zuletzt offen.

Das Hochfahren der Produktion dürfte enorme Kosten mit sich bringen. Kürzlich war der Grundstein für die Nikola-Fabrik in Arizona gelegt worden, 600 Millionen US-Dollar an Baukosten werden hierfür veranschlagt. Noch macht Nikola keine nennenswerten Umsätze, der Netto-Verlust wurde im zweiten Geschäftsquartal von 16,7 auf 86,64 Millionen US-Dollar vergrößert.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Nikola

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