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06.02.2019 20:01
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JPMorgan: Darum sollte Apple Netflix kaufen - oder zwei andere Unternehmen

Service-Geschäft im Blick: JPMorgan: Darum sollte Apple Netflix kaufen - oder zwei andere Unternehmen | Nachricht | finanzen.net
Service-Geschäft im Blick
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Mit rund 250 Milliarden Dollar in der Kriegskasse hat sich Apple ein enorm dickes Finanzpolster zugelegt. Geht es nach der Großbank JPMorgan, sollte der Techriese einen Großteil davon sinnvoll in eine Übernahme investieren - auch einen Kandidaten hat ein Analyst der Bank bereits ausgemacht.
Der Techriese arbeitet derzeit hart daran, sich von seinem Erfolgsprodukt iPhone unabhängiger zu machen. Denn Nachfragesorgen plagen den Konzern, eine gewisse Marktsättigung bringt das iPhone-Segment ebenso unter Druck, wie zunehmende (teils deutlich günstigere) Konkurrenzgeräte und fehlenden Alleinstellungsmerkmale, die das iPhone in einem mit Smartphones überfluteten Markt vermissen lässt.

Apple sucht sein Heil daher im Service-Segment, das als neuer Wachstumstreiber des Unternehmens ausgemacht wurde. Dienste wie iCloud, der App Store, iTunes und Apple Pay, insbesondere aber der Streaming-Dienst Apple Music sollen künftig die Neuausrichtung des Unternehmens prägen. Entsprechend gibt Apple in diesem Segment auch Gas: Noch 2019 will das Unternehmen einen eigenen Service für Film- und Serienstreaming an den Start bringen. Damit stünde der Konzern in direkter Konkurrenz zu den Angeboten von Netflix, Amazon und Walt Disney.

Netflix-Übernahme als Abkürzung auf dem Weg zum Erfolg?

Für den JPMorgan-Analysten Samik Chatterjee wäre in diesem Zusammenhang die Übernahme eines der größten Konkurrenten, dem Streaming-Riesen Netflix, die "beste strategische Option" für Apple. In einer Marktanalyse erklärte der Experte, der Kauf von Netflix würde die Position von Apple als Urheber von Videoinhalten stärken. "Wir glauben, dass Netflix die beste strategische Wahl für eine Führungsposition in Sachen User-Engagement und Original-Inhalte ist", zitiert CNBC Chatterjee. Es sei von Vorteil, den erfolgreichsten Player in diesem Bereich zu erwerben, ein kleinerer Anbieter habe es viel schwerer, mit dem Marktführer zu konkurrieren. Netflix' Abonnementmodell würde darüber hinaus gut zum Dienstleistungsmodell von Apple passen, abgesehen davon, dass Netflix seiner Ansicht nach leichter zu erwerben sei, als etwa Hulu mit den Großanteilseignern Disney, 21st Century Fox, Comcast und AT&T, oder der Videodienst des Handelsriesen Amazon, Amazon Prime Video.

Allerdings hat Chatterjee auch gleich die Achillesverse eines solchen Deals ausgemacht: Den Preis. Auf den aktuellen Börsenpreis müsse Apple seinen Schätzungen zufolge rund 20 Prozent an Prämie aufschlagen - damit ergäbe sich ein Kaufpreis von 189 Milliarden Dollar, rechnet der Analyst vor. Er selbst räumt einem Kauf von Netflix durch Apple trotz aller Vorteile nur wenige Chancen ein, was er insbesondere mit dem vermutlich hohen Übernahmepreis begründete.

Zwei alternative Kaufkandidaten

Neben Netflix hat der JPMorgan-Analyst aber noch zwei weitere - deutlich günstigere - mögliche Übernahmekandidaten ausgemacht, die Apple auf dem Weg zu einem führenden Service-Unternehmen helfen könnten. Einer davon ist der Spieleanbieter Activision Blizzard. Vor dem Hintergrund der aktuellen Marktspekulationen über den möglicherweise geplanten Start eines Gaming-on-demand-Dienstes von Apple wäre diese Übernahme ebenfalls strategisch. Zumal Experten in den letzten Wochen auch immer wieder den japanischen Nintendo-Konzern als möglichen Übernahmekandidaten ins Spiel gebracht hatten.

Für JPMorgans Chatterjee wäre auch der Lautsprecheranbieter Sonos eine ideale Ergänzung für Apples neues servicebasiertes Geschäftsmodell. Der Anbieter vernetzter Lautsprecher könnte Apples schwächelndes Geschäft mit den 349 Euro teuren Homepods pushen.

Apple selbst kommentiert derartige Gerüchte und Analystenempfehlungen üblicherweise nicht. Schießlich war das Techunternehmen in der Vergangenheit sogar als möglicher Käufer des Elektroautobauers Tesla ins Spiel gebracht worden. Die bislang größte Übernahme in der Konzerngeschichte war der Kauf des Kopfhörer-Produzenten Beats. Der 3-Milliarden-Dollar-Deal ging 2014 über die Bühne, seitdem hat Apple sich stets nur in einigen Randbereichen durch kleinere Zukäufe verstärkt.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Andrew Burton/For The Washington Post via Getty, J2R / Shutterstock.com

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