15.01.2021 23:39

Credit Suisse-Analyst: Teslas Batterien trotz Underperform-Bewertung überragend

Vormachtstellung: Credit Suisse-Analyst: Teslas Batterien trotz Underperform-Bewertung überragend | Nachricht | finanzen.net
Vormachtstellung
Folgen
Auch wenn Credit Suisse-Analyst Dan Levy für die Tesla-Aktie langfristig mit einem deutlich niedrigeren Kurs rechnet, spricht er dem Konzern eine Führungsrolle bei der Herstellung von Batterien zu. Dieser Vorteil mache sich bei Teslas Fahrzeugmodellen auch im Vergleich zur Konkurrenz bemerkbar.
Werbung
• Tesla kann auf erfolgreiches Jahr 2020 zurückblicken
• Model 3 und Model Y punkten mit Batterie-Reichweite
• Führungsrolle bei Batterie-Herstellung

Erfolgreiches Jahr 2020 für Tesla-Aktie

Das vergangene Jahr lief für den Elektroautohersteller Tesla großartig: Nicht nur beendete der Anteilsschein des US-Konzerns das Handelsjahr mit einem Kursplus von 743 Prozent bei 705,67 US-Dollar, nachdem es im August zu einem Aktiensplit im Verhältnis 1:5 kam und der Titel am 21. Dezember in den S&P 500 aufgenommen wurde. Anfang Januar 2021 schaffte es CEO Elon Musk damit auch auf den ersten Platz des "Bloomberg Billionaires Index" und gilt so als reichster Mensch der Welt. Analyst Dan Levy glaubt dennoch nicht an einen langfristigen Erfolg des Elektro-Pioniers. Wie das Finanzportal "Barron’s" berichtet, verfolgt der Stratege der Schweizer Großbank Credit Suisse ein Kursziel von 200 US-Dollar für das Papier und sagt eine Kursentwicklung voraus, die deutlich unter der Entwicklung des Gesamtmarkts liegen soll. Dennoch findet Levy lobende Worte für den Tech-Giganten: "Obwohl wir eine Underperform-Bewertung für Tesla halten, glauben wir dennoch, dass es wichtig ist, Tesla die gebührende Anerkennung zu geben", wird er zitiert.

Tesla-Modelle übertreffen Mitbewerber bei Reichweite

In einer Notiz betont der Experte die Vormachtstellung des Unternehmens mit Sitz im kalifornischen Palo Alto im Bereich von Softwarelösungen, aber vor allem bei der Batterieproduktion. Wie Levy betont, mache sich dies auch an den Tesla-Modellen bemerkbar, die sich gegenüber ähnlichen Konkurrenzfahrzeugen behaupten können. So weise der Model 3 eine Reichweite von 6,6 Kilometern pro Kilowattstunde auf, während der Model Y immerhin auf etwa 6,4 Kilometer je Kilowattstunde komme. Damit liegen die beiden Tesla-Autos deutlich vor aktuellen und angekündigten Modellen von Ford, Volkswagen oder der Tata-Tochter Jaguar. Teslas Vorteil liege vor allem darin, dass das Unternehmen in seinen Fahrzeugen zylindrische Batterien verbaut, die im Gegensatz zu prismatischen Zellen mit einer höhere Energiedichte punkten können. Die Montage von zylindrischen Zellen gestalte sich aber oftmals als problematisch, außerdem bedeute deren thermische Belastung einen Mehraufwand, sodass viele Fahrzeughersteller nach wie vor auf das prismatische Pendant bauen. Dass Tesla diese Batterien dennoch verbaue, liege vor allem an der Erfahrung, die das Unternehmen auf diesem Gebiet aufweisen könne, so Levy.

Rekordverdächtige Batterieproduktion

Dabei komme Levys Lob für Teslas Batterien nicht von ungefähr: So soll er im Dezember die Gigafactory 1 in Nevada besucht haben, was ihn von der führenden Rolle des Konzerns unter Elon Musk überzeugt habe. Tesla habe 2018 eine Gesamtkapazität von 44 Gigawattstunden an Batteriezellen produziert, während alle anderen Autohersteller weltweit zusammen 46 Gigawattstunden an Batterien hergestellt haben sollen. Damit würde Tesla deutlich mehr Batterien fertigen als seine Konkurrenten.

Für das neue Jahr rechnet der CS-Analyst außerdem mit Neuigkeiten zur Kapazitätserweiterung und Kooperationsstrategien, womit der Elektroautohersteller betonen könne, "warum seine Arbeit im Bereich Batterien dem Unternehmen einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Autoherstellern verschafft". Dennoch bleibt Levy bei seinem niedrigen Kursziel für das Papier des Branchenführers.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Josh Edelson/AFP/Getty Images, Ken Wolter / Shutterstock.com

Nachrichten zu Tesla

  • Relevant
    2
  • Alle
    4
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Tesla

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
03.03.2021Tesla NeutralUBS AG
08.02.2021Tesla UnderperformBernstein Research
05.02.2021Tesla UnderperformBernstein Research
02.02.2021Tesla VerkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
28.01.2021Tesla UnderperformBernstein Research
28.01.2021Tesla buyGoldman Sachs Group Inc.
06.01.2021Tesla overweightMorgan Stanley
04.01.2021Tesla buyGoldman Sachs Group Inc.
22.12.2020Tesla buyGoldman Sachs Group Inc.
03.12.2020Tesla buyGoldman Sachs Group Inc.
03.03.2021Tesla NeutralUBS AG
28.01.2021Tesla NeutralUBS AG
28.01.2021Tesla HoldJefferies & Company Inc.
28.01.2021Tesla Sector PerformRBC Capital Markets
26.01.2021Tesla NeutralUBS AG
08.02.2021Tesla UnderperformBernstein Research
05.02.2021Tesla UnderperformBernstein Research
02.02.2021Tesla VerkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
28.01.2021Tesla UnderperformBernstein Research
28.01.2021Tesla UnderweightJP Morgan Chase & Co.

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Tesla nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

DAX geht verlustreich ins Wochenende -- US-Börsen schließen markant im Plus -- VW beschleunigt Wandel zur E-Mobilität -- Allianz mit weniger Gewinn -- Nordex, Slack, AstraZeneca im Fokus

Daimler baut Stammwerk in Stuttgart zu Elektro-Campus um. Uber und Co. bekommen mehr Freiheit - Bundestag beschließt Gesetz. Apple weiter klare Nummer eins bei Computer-Uhren. YouTube hält Tür für gesperrten Trump offen. US-Jobwachstum übertrifft im Februar die Erwartungen. Vielflieger-Daten gehackt - Lufthansa und Partner betroffen. Streit um Sparkurs bei TUIfly wohl vor möglicher Lösung.

Umfrage

Welche Bedeutung messen Sie ethischen und ökologischen Aspekten bei Ihrer Geldanlage bei?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln