Kosten und Risiken

DIW warnt vor zu schneller Einführung eines digitalen Euro

13.03.24 13:33 Uhr

Europäische Digitalwährung als Konkurrenz für Bitcoin und Co.: DIW warnt mit Blick auf ditigalen Euro vor zu früher Weichenstellung | finanzen.net

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) warnt vor einer zu frühzeitigen Weichenstellung für einen digitalen Euro.

Werte in diesem Artikel
Aktien

33,95 EUR 0,13 EUR 0,37%

Devisen

79.493,6497 EUR -677,6748 EUR -0,85%

93.224,1718 USD -686,1370 USD -0,73%

0,1221 EUR 0,0000 EUR 0,03%

0,0000 BTC 0,0000 BTC 0,88%

8,1896 CNY -0,0026 CNY -0,03%

0,8655 GBP -0,0002 GBP -0,02%

9,1334 HKD 0,0077 HKD 0,08%

183,3900 JPY -0,0200 JPY -0,01%

1,1732 USD 0,0008 USD 0,07%

1,1556 EUR 0,0002 EUR 0,02%

0,0055 EUR 0,0000 EUR 0,01%

0,0000 BTC 0,0000 BTC 0,72%

0,8525 EUR -0,0006 EUR -0,07%

"Bevor die EZB den Schritt zur Einführung eines digitalen Euro geht, müssen die Kosten und Risiken eines solchen Großprojekts sorgfältig gegen seine Vorteile abgewogen werden", heißt es in einer Analyse anlässlich des 25. Jahrestages des Euros, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Seit Jahren tüfteln die Währungshüter im Euroraum unter Federführung der Europäischen Zentralbank (EZB) an einer digitalen Variante der europäischen Gemeinschaftswährung als Ergänzung zu Schein und Münze. Noch ist nicht entschieden, ob und ab wann es einen digitalen Euro gibt.

Bedenken gegenüber digitalem Euro

Die Einführung von digitalem Zentralbankgeld werfe auch Bedenken auf, referierten die DIW-Forscher. Ein digitaler Euro könnte Sparer veranlassen, Gelder vom Bankkonto auf von der Zentralbank gedeckte digitale Euro-Konten umzuschichten. "Damit einher geht das Risiko eines Bank-Runs, wenn solche Vermögensabzüge in großer Höhe und kurzer Zeit erfolgen. Daher sollte der digitale Euro in erster Linie als Zahlungsmittel und nicht als Wertaufbewahrungsmittel verwendet werden", schreiben die DIW-Forscher. Um den Abzug von Einlagen zu verhindern, wird diskutiert, Obergrenzen für den digitalen Euro einzuführen. Das DIW gibt zu bedenken: "Die Verwendung von Mengenbeschränkungen macht den digitalen Euro (...) komplex und begrenzt technische Innovationen."

Die Euro-Notenbanken wollen mit einer digitalen Variante der europäischen Gemeinschaftswährung privaten Anbietern vor allem aus den USA, die derzeit den Markt für digitale Zahlungen in Europa dominieren, ein europäisches digitales Bezahlangebot entgegensetzen. "Alternative Ansätze, wie die European Payments Initiative, könnten effektiver sein, um eine größere strategische Autonomie Europas im internationalen Währungsgefüge zu erreichen", heißt es in der DIW-Studie.

Bezahlsystem EPI soll 2024 starten

Die European Payments Initiative (EPI) wird aktuell von 16 Finanzdienstleistern getragen, darunter Deutsche Bank, DZ Bank und der Sparkassenverband DSGV. Deren Ziel ist, ein einheitliches europaweites System aufzubauen, das das Bezahlen per Karte und Smartphone abdeckt. Für dieses Jahr hat EPI eine "breitere Markteinführung" des gemeinsamen Bezahlsystems zunächst in Belgien, Frankreich und Deutschland angekündigt.

Das Euro-Zeitalter begann am 1. Januar 1999 für 11 der damals 15 Mitgliedstaaten der Europäischen Union: Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zunächst elektronisch als Verrechnungswährung genutzt neben D-Mark, Lira, Schilling und Co. Am 1. Januar 2002 verschwanden diese nationalen Währungen, der Euro wurde in Schein und Münze in Umlauf gebracht. Seit dem Beitritt Kroatiens am 1. Januar 2023 ist die Gemeinschaftswährung nun für mehr als 346 Millionen Menschen in 20 EU-Staaten offizielles Zahlungsmittel.

/ben/DP/zb

FRANKFURT/BERLIN (dpa-AFX)

Ausgewählte Hebelprodukte auf Deutsche Bank

Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf Deutsche Bank

NameHebelKOEmittent
NameHebelKOEmittent
Wer­bung

Bildquellen: ILYA AKINSHIN / Shutterstock.com

Nachrichten zu Deutsche Bank AG

Wer­bung

Analysen zu Deutsche Bank AG

DatumRatingAnalyst
05.12.2025Deutsche Bank OutperformRBC Capital Markets
04.12.2025Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
02.12.2025Deutsche Bank OverweightJP Morgan Chase & Co.
25.11.2025Deutsche Bank OverweightJP Morgan Chase & Co.
25.11.2025Deutsche Bank OverweightBarclays Capital
DatumRatingAnalyst
05.12.2025Deutsche Bank OutperformRBC Capital Markets
02.12.2025Deutsche Bank OverweightJP Morgan Chase & Co.
25.11.2025Deutsche Bank OverweightJP Morgan Chase & Co.
25.11.2025Deutsche Bank OverweightBarclays Capital
24.11.2025Deutsche Bank OutperformRBC Capital Markets
DatumRatingAnalyst
04.12.2025Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
17.11.2025Deutsche Bank HoldJefferies & Company Inc.
10.11.2025Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
29.10.2025Deutsche Bank HoldWarburg Research
29.10.2025Deutsche Bank HoldJefferies & Company Inc.
DatumRatingAnalyst
27.07.2023Deutsche Bank UnderperformCredit Suisse Group
04.07.2023Deutsche Bank UnderperformCredit Suisse Group
28.04.2023Deutsche Bank UnderperformCredit Suisse Group
03.02.2023Deutsche Bank UnderperformCredit Suisse Group
06.01.2023Deutsche Bank UnderperformCredit Suisse Group

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Deutsche Bank AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen