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01.12.2020 09:42

Tesla-Aktie: Börsenhype und kein Ende - Auf den Spuren von Amazon und Co

Kaum zu bremsen: Tesla-Aktie: Börsenhype und kein Ende - Auf den Spuren von Amazon und Co | Nachricht | finanzen.net
Kaum zu bremsen
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Tesla und sein Chef Elon Musk sind seit geraumer Zeit in aller Munde - und an der Börse sind die Kalifornier nach wie vor kaum zu bremsen.
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Der Aktien-Höhenflug bekam mit der Ankündigung des Aufstiegs in den S&P 500 und damit in einen der wichtigsten Börsenindizes weltweit sogar noch einen neuen Schub. Den anderen Autobauern ist Tesla mittlerweile ohnehin weit enteilt - und ein echter Crashtest ist vorerst nicht in Sicht.

DAS IST LOS BEI TESLA:

Tesla will ab Juli 2021 vor den Toren Berlins - und vor der sprichwörtlichen Nase der versammelten deutschen Autokonkurrenz - Hunderttausende Elektroautos bauen. Zunächst stehen jährlich 500 000 Autos von Model 3 und Model Y im Plan.

Doch daneben soll nun in Grünheide auch die weltgrößte Batteriefabrik entstehen. Bisher produziert Tesla Batterien in Nevada, während im Stammwerk im kalifornischen Fremont der Großteil der Fahrzeuge gebaut wird. Im vergangenen Jahr eröffnete der Autobauer auch ein Werk in der chinesischen Metropole Shanghai.

Unter den deutschen Herstellern investiert noch Volkswagen in eine eigene Zellfertigung, die aber deutlich kleiner ist. Opel steigt gemeinsam mit der Mutterfirma PSA in den Eigenbau der so wichtigen Akku-Grundmaterialien ein. Das war es aber auch schon. Der Großteil der Elektroautobatterien der deutschen Autobauer wird im Hochlauf der Technologie weiter von asiatischen Herstellern kommen, auch weil die deutschen Zulieferer die milliardenschweren Investitionen scheuen.

Auch wenn noch kein Bauantrag für die Batteriefabrik in Grünheide gestellt ist: In der Gigantomanie von Tesla kommt der grundsätzliche Unterschied zwischen herkömmlicher Autoindustrie und dem US-Newcomer zum Ausdruck. Elon Musk kann sich die eigene Fabriklandschaft auf der grünen Wiese bauen, wie sie ihm gefällt. Volkswagen, Daimler, BMW - sie alle haben Hunderttausende Jobs und jährlich millionenfache Autoverkäufe im Auge, wenn sie neue Elektromodelle einführen und die Fertigungslinien umrüsten. Darauf muss Musk keine Rücksicht nehmen.

Während die althergebrachten Autobauer mit den neuen Teil-Lockdowns vor allem in Europa zuletzt wieder eine nachlassende Nachfrage gespürt haben, ist das Segment der für die kommenden Jahre stark geförderten Elektro- und Hybridmodelle weiter auf dem Vormarsch.

Im dritten Quartal fuhr Tesla ein Umsatzplus von 39 Prozent auf 8,8 Milliarden US-Dollar ein, der Nettogewinn fiel mit 331 Millionen Dollar mehr als doppelt so hoch aus wie vor einem Jahr. Es war der fünfte Quartalsgewinn des Autobauers in Folge. Noch nie seit Gründung 2003 war Tesla über einen solch langen Zeitraum profitabel. Auch beim Betriebsgewinn konnte die Firma einen Rekordwert melden.

Trotz der Corona-Krise hält Musk an dem Ziel fest, dieses Jahr 500 000 Fahrzeuge auszuliefern, auch wenn das Erreichen schwieriger wird. 2019 waren es rund 367 500 Stück. In den ersten drei Quartalen wurden knapp 320 000 Autos an die Kundschaft gebracht, 139 593 davon im vergangenen Vierteljahr.

Tesla macht weiter Dampf beim Ausbau der Produktionskapazitäten. Neben dem ersten europäischen Werk bei Berlin soll in den USA in Austin (Texas) eine zweite Autofabrik nach dem Stammwerk in Fremont (Kalifornien) entstehen. Auch die Fertigungszahlen in Shanghai sollen weiter zulegen.

DAS SAGEN ANALYSTEN:

Das Bild bei den Analysten ist nach der Rekordjagd der Aktie ausgeglichen. Die 39 Experten, die Bloomberg zu Tesla erfasst hat, teilen sich gleichmäßig auf die Lager auf: 13 sind für Kaufen, 13 für Halten und 13 für den Verkauf der Aktie. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei knapp 358 Dollar und damit deutlich unter dem aktuellen Niveau.

Das höchste Kursziel hat Li Hengguang von Northeast Securities mit 700 Dollar auf dem Zettel, am anderen Ende sehen Skeptiker wie Bradford Meikle von Williams Research aber auch Kurse von 20 Dollar als realistisch an. Auch die Großbank JPMorgan und ihr Analyst Ryan Brinkman sind mit 80 Dollar eher pessimistisch.

Tesla habe im dritten Quartal trotz niedrigerer durchschnittlicher Verkaufspreise die Bruttomarge gegenüber dem Vorquartal deutlich erhöht, schrieb Toni Sacconaghi von Bernstein. Für das Erreichen des Auslieferungsziel von 500 000 Autos in diesem Jahr müsse der Autobauer die Auslastung der Produktionslinien der Modelle Y und 3 im Schlussquartal von 85 auf über 90 Prozent steigern.

Zwar habe das Unternehmen noch keine Prognose für das kommende Jahr abgegeben - aber doch angedeutet, dass dann mehr als 800 000 Auslieferungen drin sein könnten, was wiederum eine Steigerung von über 60 Prozent wäre. Sacconaghi sieht das aber noch unter Vorbehalt, weil dazu die Nachfrage und die Produktionskapazität deutlich anziehen müsse.

Tesla habe im anziehenden Elektroautomarkt in Europa im Jahresverlauf Marktanteile eingebüßt, wohl wegen begrenzter Kapazitäten, schrieb Credit-Suisse-Experte Dan Levy. Auch deswegen sei die Autofabrik nahe Berlin für Tesla so wichtig. Es sei keine Überraschung, dass Tesla Model 3 aus Shanghai nach Europa exportiere. Mit einer lokalisierten Produktion in Europa könnten die Kosten und womöglich auch die Preise gesenkt werden. Zudem biete sie Raum für mehr Umsatz durch den Verkauf von regulatorischen Verschmutzungsrechten.

DAS MACHT DIE AKTIE:

Die Tesla-Aktie hat eine nahezu beispiellose Rally hinter sich. Während die Bewertungen anderer Autobauer am Markt nicht erst seit der Corona-Krise im Keller sind, fährt Tesla einen Kurs-Rekord nach dem anderen ein. Die Aktie wurde sogar so teuer, dass sie für Privatanleger unerschwinglich zu werden drohte. Tesla kündigte kurzerhand einen Aktiensplit an, für ein bestehendes Papier gab es vier neue hinzu.

Allerdings war der Weg für Tesla nicht ohne Schlaglöcher. So zog der um den Aktiensplit bereinigte Kurs von Ende 2019 (83,67 Dollar) bis Anfang Februar auf mehr als das Doppelte an, doch im Corona-Crash ging es noch schneller wieder herunter. Die Aktie fiel bis Mitte März auf gut 70 Dollar. Das Tesla-Papier zog daraufhin wieder an, im Juni ging es erstmals über die 200-Dollar-Marke. Im Juli fiel die Marke von 300 Dollar, im August knackte das Papier sowohl die 400 als auch die 500 Dollar - und Ende November fiel die 600-Dollar-Marke, wenn auch nur zeitweise.

Im laufenden Jahr hat sich der Kurs damit fast versiebenfacht. Und das Papier ist rund neunmal so viel wert wie Ende November 2019. Eine zwischenzeitliche Korrektur bei Tech-Aktien, dem damals zunächst verpassten Einzug in den breiten Wall-Street-Index S&P 500 sowie die angekündigte Elektro-Lkw-Konkurrenz aus GM und Nikola konnte der Aktie im Nachhinein betrachtet nur wenig anhaben.

Was der Kurshöhenflug bedeutet, wird erst im Kontext anderer Autobauer deutlich. Tesla ist derzeit an der Börse 538 Milliarden Dollar oder umgerechnet rund 450 Milliarden Euro wert und damit fast zweieinhalb mal so viel wie BMW, Daimler und Volkswagen zusammen, die Ende November zu dritt auf 183 Milliarden Euro kamen.

Auch die US-Autokonzerne General Motors (63 Mrd Dollar), Ford Motor (36 Mrd Dollar) und Fiat Chrysler (24 Mrd Dollar) sind gegen Tesla Börsenzwerge. Auch der ehemals teuerste Autokonzern der Welt Toyota Motor sieht nur noch Teslas Rücklichter: Die Japaner werden mit 23 Billionen Yen und damit umgerechnet mit rund 220 Milliarden Dollar bewertet.

Bei Tesla könnte man angesichts der Bewertung den Blick schon fast eher in Richtung der US-Tech-Schwergewichte wie Apple (2 Billionen Dollar), Microsoft oder Amazon (beide jeweils rund 1,6 Billionen Dollar) richten. Facebook rückt mit gut 790 Milliarden Dollar schon fast in Reichweite. Es spricht auch einiges dafür, dass Anleger Tesla eher als Technologiewert denn als Autobauer sehen. Rivalen aus der alten Autowelt haben bei der Steuerungselektronik, der Vernetzung und der Bedeutung von Software für den Autofahrer auch noch eine Menge auf Tesla aufzuholen.

Nutznießer des Aktienbooms ist vor allem auch Elon Musk selbst. In der Milliardärs-Rangliste "Bloomberg Billionaires Index" hat der Starunternehmer inzwischen Microsoft-Gründer Bill Gates überholt und liegt mit einem geschätzten Vermögen von rund 140 Milliarden Dollar nur noch hinter Amazon-Chef Jeff Bezos, der auf 185 Milliarden Dollar taxiert wird./men/fba/he/zb

PALO ALTO (dpa-AFX)

Bildquellen: Ken Wolter / Shutterstock.com

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