Lufthansa bleibt im Streit mit Piloten hart: Kein Umfallen wie bei Air France

Die Deutsche Lufthansa lässt bei ihren Plänen für neue Billigangebote und eine abgespeckte Übergangsversorgung der Piloten auch nach den jüngsten Streiks nicht locker.
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"Mit mir wird es kein Umfallen geben", sagte der Chef der Passagiersparte, Karl-Ulrich Garnadt, der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstag) mit Blick auf die französische Konkurrentin Air France. Diese hatte nach einem zweiwöchigen Pilotenstreik die geplante Erweiterung ihrer Billigsparte Transavia gekippt. Garnadt bringt hingegen eine Ausweitung des Deutsche Lufthansa -Billigkonzepts "Wings" ins Spiel.
Unter dem "Wings"-Dach will die Lufthansa ihre beiden Kurzstrecken-Billigtöchter Germanwings und Eurowings mit einem neuen Billiganbieter für die Langstrecke zusammenfassen. Sie sollen das Europageschäft außerhalb der großen Drehkreuze Frankfurt und München übernehmen sowie neue Langstrecken erschließen, die sich unter den hohen Kosten der Marke Lufthansa selbst nicht rechnen. Eurowings wird dabei von einer Regionalfluglinie mit kleinen Maschinen zu einem Billiganbieter mit Mittelstreckenjets umgebaut.
Die Lufthansa reagiert damit auf die Konkurrenz von Billigfliegern wie Ryanair und Easyjet, die dank ihrer niedrigeren Betriebskosten den klassischen Airlines seit Jahren das Leben schwer machen. Auf der Kurzstrecke hätten Easyjet oder die spanische IAG-Tochter Vueling gegenüber der Lufthansa Kostenvorteile von mehr als 30 Prozent, sagte Garnadt.
Die "Wings"-Gruppe will Garnadt nun in "beherrschbaren Schritten" ausbauen. Dabei deutet er in der "SZ" an, dass auch die italienische Lufthansa-Tochter Air Dolomiti unter das Billig-Dach schlüpfen könnte: "Wenn wir wissen, dass es funktioniert, dann trauen wir uns zu, über die Heimatmärkte hinaus zu schauen", sagte Garnadt.
MÜNCHEN (dpa-AFX)
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