Diversifizierung

Jenseits von NVIDIA & Co: Diese europäischen Aktien könnten sich für Anleger lohnen

16.03.24 23:47 Uhr

Jenseits der Magnificant Seven wie NASDAQs NVIDIA: Diese europäischen Aktien könnten sich für Anleger lohnen | finanzen.net

Diese europäischen Aktien zeichnen sich durch solide Gewinnsteigerungen, geringe Schwankungen, hohe und stabile Margen, starke Bilanzen sowie kontinuierliche Dividendenzahlungen aus.

Werte in diesem Artikel

• Europäische Aktien sind bisher unter dem Radar geflogen
• Vielversprechende Titel zur Diversifizierung des Protfolios
• Roche, ASML, Nestlé, Novartis, Novo Nordisk, LVMH und Sanofi im Blick



Abseits der Mag Seven: sieben vielversprechende europäische Titel

Die Magnificant Seven haben in den vergangenen Monaten erhebliche Gewinne verzeichnen können. Und der Wachstumskurs soll vorerst auch noch kein Ende haben. So prognostizieren Experten der US-Bank Goldman Sachs laut "Investing", dass der Technologiesektor langfristig weiterhin florieren wird. Ganz besonders gelte das für die Mag 7, also Alphabet, Amazon, Apple, Meta Platforms, Microsoft, NVIDIA und Tesla. Während es für die großen Sieben also weiter aufwärts gehen dürfte, sind einige europäische Unternehmen bisher unter dem Radar geflogen. Statt großen Tech-Titeln wie NVIDIA, Microsoft, Alphabet und Co. gibt es in Europa verschiedene Titel aus unterschiedlichen Sektoren, die zur Diversifizierung des eigenen Portfolios nützlich sein könnten.
In einem Beitrag untersucht "Investing" europäische Unternehmen, die sich durch solide Gewinnsteigerungen, geringe Schwankungen, hohe und stabile Margen, starke Bilanzen sowie kontinuierliche Dividendenzahlungen auszeichnen. Durch die Anwendung des "Fair Value" von Investing Pro, welcher verschiedene bewährte Finanzmodelle nutzt und speziell auf die einzigartigen Merkmale dieser Unternehmen zugeschnitten ist, wurde eine umfassende Analyse durchgeführt.

Roche-Aktie

Das Schweizer Pharmaunternehmen Roche sei laut den Anlagemodellen von Investing Pro um 37 Prozent unterbewertet. Das Risikoprofil weise mit einem Wert von 3 von 5 eine gute finanzielle Gesundheit auf.
Bei genauerer Betrachtung lasse sich erkennen, wie sich das Unternehmen außerdem im Vergleich zum Markt und zur Konkurrenz positioniert. Dabei verweist Investing Pro zum Beispiel darauf, dass Roche nun das 3,1-Fache seines Umsatzes und das 3,2-Fache der gesamten Branche wert ist. Auch das Kurs-Gewinn-Verhältnis, zu dem die Aktie gehandelt wird, liege mit über dem 16-Fachen über dem Branchendurchschnitt von -0,6x, was jedoch auf eine Überbewertung hinweist.

Zudem vermeldete Roche zuletzt ein zwar schwieriges, aber dennoch erfolgreiches Jahr 2023. So stieg der Umsatz des Unternehmens im vergangenen Jahr um ein Prozent auf 58,7 Milliarden Schweizer Franken und übertraf damit die Jahresprognose, wie aus der entsprechenden Mitteilung hervorgeht. Der Gewinn pro Aktie erhöhte sich ebenfalls um sechs Prozent. Im Zuge des positiven Geschäftsergebnisses schlug der Verwaltungsrat deshalb eine Erhöhung der Dividende auf 9,60 Franken vor.

ASML-Aktie

Gemäß den Investitionsmodellen von Investing Pro scheint der niederländische Anbieter von Chip-Herstellungsausrüstungen ASML um etwa 17 Prozent überbewertet zu sein. Trotz dieser Überbewertung habe das Unternehmen jedoch eine sehr gute Finanzbewertung von Rang 4 von 5.
Ein Vergleich der Aktie mit dem Markt und den Mitbewerbern bestätige die Erwartungen: Aktuell deute vieles darauf hin, dass die Aktie potenziell überbewertet sei. Gegenwärtig wird die Aktie mit mehr als dem 12-Fachen ihres Umsatzes gehandelt, während der Branchendurchschnitt bei einem 2,2-fachen Verhältnis liegt. Zudem beträgt das Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie 44,8 im Vergleich zum Branchendurchschnitt von 11,6.

ASML blickt jedoch auf ein erfolgreiches Jahr zurück. 2023 wuchs der Umsatz von 21,17 Milliarden Euro auf ganze 27,56 Milliarden Euro, wie aus dem Jahresbericht des Unternehmens hervorgeht. Und auch die Umsatzprognose für das laufende Jahr ist vielversprechend. Außerdem plant das Unternehmen die Gesamtdividende für 2023 auf 6,10 Euro zu erhöhen. Für das Jahr davor hatte ASML Holding 5,80 Euro je Aktie gezahlt.

Nestlé-Aktie

Nach den Analysemodellen von Investing Pro scheint der Schweizer Nahrungsmittelgigant Nestlé derzeit um 12,5 Prozent unterbewertet zu sein. Und dass, obwohl das Risikoprofil eine solide finanzielle Gesundheit zeigt und mit 2 von 5 Punkten bewertet wird.
Der aktuelle Wert der Aktie beträgt mehr als das 2,5-Fache des Umsatzes im Vergleich zu einem Branchendurchschnitt von 0,9. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis der gehandelten Aktie liegt bei 21,6, während der Branchendurchschnitt bei 11,7 liegt.

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Nestlé einen Umsatz von rund 93 Milliarden Franken und weist laut Jahresbericht damit ein organisches Wachstum von 7,2 Prozent auf. Der Gewinn je Aktie stieg 2023 zudem noch deutlicher auf 4,24 Franken (+23,7 Prozent). Für die Jahresdividende hat das Unternehmen eine Auszahlung von 3 Franken vorgeschlagen, womit Anleger von einer Dividendenerhöhung von 1,7 Prozent ausgehen dürfen.

Novartis

Novartis konzentriert sich auf die Forschung, Entwicklung, Herstellung und Vermarktung verschiedener pharmazeutischer Produkte. Nach den Bewertungsmodellen von Investing Pro zeigt sich, dass die Aktie um 14,2 Prozent unterbewertet ist. Das günstige Risikoprofil mit einer Bewertung von 4 von 5 Punkten spiegele zudem die ausgezeichnete finanzielle Gesundheit des Unternehmens wider.
Ein genauerer Blick auf den Vergleich mit dem Markt und den Wettbewerbern verdeutliche, dass Novartis das 4,5-Fache seines Umsatzes wert ist. Dies steht im Vergleich zu einem Branchendurchschnitt von mehr als dem 3-Fachen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis der gehandelten Novartis-Aktie beträgt 24,3, während der Branchendurchschnitt bei -0,6 liegt, was jedoch auf eine mögliche Überbewertung hindeutet.

Auch Novartis hat zuletzt ein starkes Jahr 2023 vermeldet. So stieg der Nettoumsatz laut des Jahresberichts um acht Prozent auf 45,4 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn je Aktie stieg im selben Zeitraum um ganze 49 Prozent auf 4,13 US-Dollar. Für die Dividende wird seitens des Unternehmens eine Erhöhung um 3,1 Prozent auf 3,30 Franken pro Aktie vorgeschlagen. Und auch die Wachstumsaussichten für das laufende Jahr sind vielversprechend. So erwartet der Schweizer Pharma-Konzern ein Nettoumsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich.

Novo Nordisk-Aktie

Novo Nordisk, ein Unternehmen, das sich auf die Entdeckung, Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Arzneimitteln konzentriert, wird laut den Investitionsmodellen von Investing Pro um 17,8 Prozent überbewertet. Trotz dieser Einschätzung wird die finanzielle Gesundheit des Unternehmens mit 4 von 5 Punkten als sehr gut bewertet.
Eine detaillierte Analyse der maßgeblichen Indikatoren zeige, dass der aktuelle Wert von Novo Nordisk mehr als das 16-Fache seines Umsatzes beträgt, im Vergleich zu einem Branchendurchschnitt des 3,2-Fachen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis der gehandelten Aktie liegt bei 45,4, während der Branchendurchschnitt bei -0,6 liegt, was die extreme Überbewertung betont.

Auch Novo Nordisk konnte mit den Geschäftszahlen zuletzt überzeugen. So steigerte das dänische Pharmaunternehmen seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 31,26 Prozent auf 232,26 Milliarden dänische Kronen (DKK) steigern. Der Gewinn pro Aktie stieg 2023 um 52 Prozent auf 18,67 DKK an.

LVMH-Aktie

LVMH ist ein Luxuskonzern mit Aktivitäten in verschiedenen Sektoren: Weine und Spirituosen, Mode und Lederwaren, Parfüms und Kosmetika, Uhren und Schmuck, selektiver Einzelhandel sowie weitere Geschäftsfelder. Gemäß den Anlagemodellen von Investing Pro wird LVMH um 11,7 Prozent überbewertet. Dennoch weist das Unternehmen ein beruhigendes Risikoprofil auf und wird mit einer sehr guten finanziellen Gesundheitsbewertung von 4 von 5 Punkten ausgezeichnet.
Die Kennzahlen verdeutlichen, dass der aktuelle Wert von LVMH das 4,9-Fache seines Umsatzes beträgt, im Vergleich zum Branchendurchschnitt des 1,0-Fachen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis der gehandelten LVMH-Aktie liegt bei 27,9, während der Branchendurchschnitt bei 10,1 liegt, was die Überbewertung unterstreiche.

Auch LVMH zeichnete sich zuletzt durch eine starke Bilanz aus. So erwirtschaftete des Luxus-Konzern im vergangenen Jahr ein Umsatz von 86,15 Milliarden Euro (+13 Prozent). Der Gewinn je Aktie stieg im Berichtszeitraum um 8,21 Prozent auf 30,33 Euro. Zudem soll die Dividende von 7 Euro im Vorjahreszeitraum auf 7,50 Euro für das Jahr 2023 angehoben werden.

Sanofi-Aktie

Sanofi, ein Unternehmen im Gesundheitssektor, das sich auf die Forschung, Entwicklung, Produktion und Vermarktung von therapeutischen Lösungen konzentriert, wird laut den Anlagemodellen von Investing Pro um 23,7 Prozent unterbewertet. Das niedrige Risikoprofil sorgt für Beruhigung, und die finanzielle Gesundheit des Unternehmens verfüge über eine hervorragende Bewertung von 4 von 5 Punkten.
Bei genauerer Betrachtung werde deutlich, wie die Aktie im Vergleich zum Markt und den Wettbewerbern positioniert ist. Die maßgeblichen Indikatoren zeigen, dass Sanofi derzeit das 2,3-Fache seines Umsatzes wert ist, im Vergleich zum Branchendurchschnitt des 3,2-Fachen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis der gehandelten Aktie liegt bei über 19, während der Branchendurchschnitt bei -0,6 liegt, was die Unterbewertung bestätigt.

Sanofi vermeldete zuletzt ebenfalls einen erfolgreichen Jahresabschluss. Im Jahr 2023 erreichte das Unternehmen einen Umsatz von 43,07 Milliarden Euro (+5,3 Prozent). Der Gewinn pro Aktie stieg im selben Zeitraum um 5,4 Prozent auf 8,11 Euro. Außerdem schlug das Unternehmen eine jährliche Dividende von 3,76 Euro vor, was einer Steigerung von 5,6 Prozent entspricht.

Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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