Kaufempfehlung für Alphabet-Aktie: Rechenzentrums-Offensive begeistert Experten

Wells Fargo-Analysten heben das Kursziel für Alphabet deutlich an und verweisen auf die massive Expansion der Rechenzentrumskapazitäten.
Werte in diesem Artikel
• Upgrade von Equal Weight auf Overweight durch Wells Fargo
• Geplante Verdopplung der Rechenzentrumskapazität bis 2028
• Attraktive Bewertung mit einem PEG-Verhältnis von 0,84
Expansion der Rechenzentrumskapazität als strategischer Hebel
Das US-Kreditinstitut Wells Fargo hat die Einstufung für die Alphabet-Aktie von "Equal Weight" auf "Overweight" hochgestuft. Diese Entscheidung begründen die Analysten primär mit der aggressiven Ausbau-Strategie des Unternehmens im Bereich der Infrastruktur für künstliche Intelligenz. Laut einer detaillierten Analyse von Wells Fargo ("Project Google"), aus welcher unter anderem Investing.com und CNBC zitieren, wird erwartet, dass der Technologiekonzern seine Rechenkapazität von derzeit circa 15 Gigawatt Ende 2025 auf insgesamt 35 Gigawatt bis zum Jahr 2028 steigern wird. Damit würde das Unternehmen seinen Vorsprung gegenüber anderen Hyperscalern im Sektor deutlich ausbauen, da verfügbare Energiekapazität zunehmend zum Flaschenhals der Branche wird.
Google Cloud und Gemini-Umsätze übertreffen Erwartungen
Die Experten von Wells Fargo zeigen sich besonders optimistisch hinsichtlich der Umsatzentwicklung von Google Cloud. Das Team rund um die zuständigen Analysten prognostiziert für das Jahr 2026 ein Umsatzwachstum von 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr, was rund 11 Prozentpunkte über dem aktuellen Marktkonsens liegt. Diese positive Dynamik soll sich auch in den Folgejahren fortsetzen, wobei für 2027 und 2028 Wachstumsraten von 42 Prozent beziehungsweise 28 Prozent erwartet werden. Die operativen Erträge der Cloud-Sparte könnten laut Wells Fargo die Schätzungen der Wall Street in den Geschäftsjahren 2026 und 2027 um etwa 10 bis 15 Prozent übertreffen.
Ein weiterer zentraler Pfeiler der Aufwärtsrevision ist das Geschäft mit Endverbraucher-Abonnements für die KI-Lösung Gemini. Wells Fargo schätzt, dass die jährlich wiederkehrenden Umsätze in diesem Segment von 4 Milliarden US-Dollar Ende 2025 auf stolze 12 Milliarden US-Dollar bis Ende 2027 ansteigen werden. Zudem identifiziert die Bank potenzielles Upside durch eine vertiefte Partnerschaft mit Apple im Bereich Siri, die ab dem Jahr 2027 materiell zum Ergebnis beitragen könnte. Trotz der jüngsten Kursgewinne gilt die Bewertung mit einem PEG-Verhältnis (Price-Earnings-to-Growth) von 0,84 weiterhin als attraktiv, da die Aktie unterhalb ihres Wachstumspotenzials gehandelt wird.
Wie sich die Alphabet-Aktie entwickelt
An der Technologiebörse NASDAQ reagierte das Papier zunächst positiv auf die optimistischen Kommentare und das neue Kursziel von 387 US-Dollar, was ein erhebliches Aufwärtspotenzial von über 22 Prozent gegenüber dem Schlusskurs des Vortages impliziert. Dann drehte die Stimmung jedoch. Die Alphabet A-Aktie notiert am Montag zeitweise bei 310,84 US-Dollar, was einem Minus von 1,32 Prozent entspricht. Auch die C-Aktie zeigte sich mit einem Stand von 311,11 US-Dollar negativ (-1,20 Prozent). Dennoch stützt der breite Markt die positive Einschätzung weitgehend: Von insgesamt 33 bei TipRanks gelisteten Analysten-Ratings lauten für die A-Papiere 27 auf "Buy" und 6 auf "Hold", während kein Experte zum Verkauf rät. Das durchschnittliche Kursziel der Wall Street liegt derzeit bei 382,81 US-Dollar.
Hintergrund: Differenzierung der Aktiengattungen
Anleger unterscheiden bei dem Konzern zwischen der A-Aktie, die ein klassisches Stimmrecht pro Anteilsschein verbrieft, und der C-Aktie, welche stimmrechtslos ist und meist zu einem geringfügig anderen Kurs gehandelt wird. Während strategische Investoren oft die A-Klasse bevorzugen, spielt der Unterschied für Privatanleger aufgrund der hohen Liquidität beider Gattungen meist eine untergeordnete Rolle.
Redaktion finanzen.net
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