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27.01.2020 18:20

Facebook, Apple, Microsoft & Co. - "beispielloses" Niveau an Dominanz bereitet Sorgen

Mega-Caps im Fokus: Facebook, Apple, Microsoft & Co. - "beispielloses" Niveau an Dominanz bereitet Sorgen | Nachricht | finanzen.net
Mega-Caps im Fokus
Die Top-Techkonzerne stehen scheinbar unbedrängt im Rampenlicht an der Wall Street. Das kommt nicht von ungefähr, machen diese Aktien doch fast ein Fünftel der Marktkapitalisierung des S&P 500 aus - ein Phänomen, das seines Gleichen sucht.
• Fünf Techgiganten dominieren Aktienmarkt
• BoA warnt vor steigenden Risiken
• Platzt bald die Tech-Blase?

Es ist keine überraschende Neuigkeit, sorgt aber dennoch allmählich für Unbehagen: Die fünf Techkonzerne Amazon, Apple, Facebook, Alphabet und Microsoft dominieren die Aktienmärkte in einem nie dagewesenen Ausmaß. Inzwischen machen diese Giganten 18 Prozent der gesamten Marktkapitalisierung des S&P 500 aus - das finden einige Marktexperten alarmierend. "Ein Verhältnis wie dieses ist beispiellos, auch während der Technologieblase", schrieb Mike Wilson, Leiter der US-Aktienstrategie bei Morgan Stanley, vor einer Woche in einem Bericht.

Dominierende Technologiekonzerne sorgen für Missverhältnis

Der längste Bullenmarkt der Geschichte hat seinen Höhenritt insbesondere ihnen zu verdanken: Technologiekonzernen wie Apple, Amazon, Microsoft, Facebook oder Google, aber bekanntermaßen auch anderen zur Branche gehörenden Unternehmen wie Netflix. An der Spitze der Aufwärtsbewegung zogen die Börsenlieblinge in den letzten beiden Jahren den Gesamtmark deutlich mit nach oben. Anleger setzten auf unaufhaltsames Wachstum und verließen sich auf die Marktdominanz in den entsprechenden Sektoren, was zu nie dagewesenen Gewinnen führte.
Nahezu ein Fünftel der Marktkapitalisierung das S&P 500, der eigentlich den US-amerikanischen Gesamtmarkt abbilden soll, nehmen die fünf genannten Techriesen ein - ein Prozentsatz, den es nie zuvor in der Geschichte gab. Dieses Missverhältnis führt auch zu Skepsis bei Wilson: "Die Kapitalkonzentration folgt der Ungleichheit der Unternehmen wie nie zuvor," äußert er in seiner Mitteilung. Im vergangenen Jahr trugen der iKonzern sowie das von Bill Gates gegründete Hard- und Softwareunternehmen mit ihren kräftigen Kursgewinnen für 15 Prozent des Anstiegs des S&P 500 bei - ein weiteres rekordträchtiges Ereignis.

Mega-Caps: Tech-Hausse hält auch 2020 an

Nach den vielversprechenden ersten Handelswochen im neuen Jahr scheint es aktuell auch so, als würde es 2020 an den Aktienmärkten vergleichbar weitergehen. Zwar hält dieses Jahr auch einige Risiken bereit, die die Kauflaune der Anleger trüben könnten, aber noch hält sich der Optimismus an der Wall Street und in anderen Märkten auf hohem Niveau - innerhalb der kurzen Handelsspanne in 2020 verzeichneten neben dem Dow Jones und dem S&P 500 in den USA hierzulande auch der DAX, sowie in der Schweiz der SMI, neue Rekordstände. Der Trend zeigt weiterhin nach oben, was auch für die Aktien der Big-Techs gilt, die auch im neuen Jahr den Markt anführen. "Je größer, desto besser ist es bisher im Jahr 2020", schrieb Paul Hickey, Mitgründer der Bespoke Investment Group, in einer Notiz. Nach seiner Meinung stellt die Marktkapitalisierung in diesem Jahr wohl weiterhin einen essentiellen Aspekt dar: Nicht ohne Grund gelten die fünf Techriesen als Mega-Caps, haben Apple und Microsoft sich doch bereits die 1-Billion-Dollar-Bewertung an der Börse gesicher. Auch Alphabet und Amazon liegen nur noch knapp unter dieser magischen Marke.

Sorgen tauchen allmählich auf

Dass es jedoch nicht ewig so weitergehen kann, dürfte auch für die größten Optimisten nicht von der Hand zu weisen sein, obwohl viele an ein Fortbestehen des Bullenmarktes glauben. Wie CNBC berichtet, bereitet die steigende Dominanz allerdings immer mehr Strategen an der Wall Street Sorgen. Teilweise wird unter den Experten befürchtet, dass es in naher Zukunft zu einem Pullback kommen könnte - besonders in dem Fall, wenn Anleger nicht mehr an einen weiteren zuverlässigen Anstieg glauben und nun ihre Verkaufschance wittern.

Apple-Aktie im Blick: Geht es bald nach unten?

Wirft man einen Blick in die Vergangenheit, zeigt sich, dass es bislang nicht viele Aktienunternehmen gab, deren Papiere die Schwelle von vier Prozent bei der Gewichtung im marktbreiten Index S&P 500 überschritten haben. Wie Philip Segner, Analyst der Leuthold Group, in einem Schreiben feststellte, überschritt die Aktie eines der fünf Big Tech, nämlich das Papier von Apple, im Oktober 2019 das sechste Mal die Vier-Prozent-Schwelle bei der Gewichtung im S&P 500. Nach den vergangenen fünf Mal habe die Apple-Aktie in den darauffolgenden zwölf Monaten unterhalb der Performance des marktbreiten Index gelegen. "Mit der Geschichte als Anhaltspunkt sieht der jüngste Aufstieg in den 4%-Club wie eine weitere Verkaufschance aus", kommentierte Segner.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Chanthanee / Shutterstock.com, Mary Altaffer/AP

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