ROUNDUP: Übernahme von Apple Card zehrt an Gewinn von JPMorgan

13.01.26 16:07 Uhr

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NEW YORK (dpa-AFX) - Die Übernahme der Apple-Kreditkarten (Apple) von Goldman Sachs hat der größten US-Bank JPMorgan Chase (JPMorgan ChaseCo) im Schlussquartal 2025 einen Gewinnrückgang eingebrockt. Während die Erträge insgesamt stärker sprudelten als von Analysten erwartet, sank der Quartalsgewinn im Jahresvergleich um rund eine Milliarde auf gut 13 Milliarden US-Dollar (gut 11 Mrd Euro). Denn JPMorgan legte im Zuge der Übernahme 2,2 Milliarden Dollar für drohende Kreditausfälle zurück.

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Die Pläne von Bankchef Jamie Dimon für das laufende Jahr fielen indes höher aus als von Branchenexperten im Schnitt erwartet. So stellte der Manager einen Zinsüberschuss von rund 103 Milliarden Dollar in Aussicht. Von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Analysten hatten im Schnitt nur mit gut 100 Milliarden gerechnet.

An der Börse wurden die Neuigkeiten unentschieden aufgenommen. Der Kurs der JPMorgan-Aktie pendelte in den ersten Handelsminuten in New York zwischen Gewinn- und Verlustzone. Zuletzt lag das Papier mit einem Abschlag von 0,4 Prozent auf 323,37 Dollar im Mittelfeld des US-Leitindex Dow Jones Industrial.

Branchenexperte Jason Goldberg von der britischen Bank Barclays zeigte sich für JPMorgan weiterhin positiv gestimmt. Entsprechend schreibt er der Aktie weiterhin ein Kursziel von 391 Dollar zu.

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Im abgelaufenen Jahr steigerte JPMorgan die gesamten Erträge um drei Prozent auf 182,4 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartungen von Analysten. Der Zinsüberschuss wuchs im gleichen Maß auf 95,4 Milliarden Dollar. Unter dem Strich verdiente die Bank gut 57 Milliarden Dollar. Wegen der Belastungen durch die Übernahme des Apple-Kartengeschäfts verfehlte JPMorgan damit den eigenen Rekordgewinn aus dem Vorjahr um zwei Prozent.

Das Geldhaus hatte den Deal vergangene Woche angekündigt. Goldman Sachs war mit dem Aufbau eines eigenen Privatkundengeschäfts gescheitert und zieht sich als Herausgeber der Apple Card zurück. JPMorgan übernimmt diese Rolle. Der Wechsel soll allerdings erst in etwa zwei Jahren stattfinden. Die Karten basieren weiterhin auf dem Netz von MasterCard.

JPMorgan ist wie üblich die erste große US-Bank, die ihre Zahlen zum abgelaufenen Jahr veröffentlicht. In den kommenden Tagen folgen die Bank of America, Wells Fargo (Wells FargoCo), Citigroup, Goldman Sachs und Morgan Stanley. Es wird erwartet, dass sie insgesamt den zweithöchsten Gewinn ihrer Geschichte erzielen - angetrieben von den veränderten Regeln unter US-Präsident Donald Trump.

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"Die US-Wirtschaft ist widerstandsfähig geblieben", sagte JPMorgan-Chef Dimon. "Während die Arbeitsmärkte nachgegeben haben, scheinen sich die Bedingungen nicht zu verschlechtern." Die Verbraucher gäben weiterhin Geld aus, und die Unternehmen blieben insgesamt gesund. Diese Bedingungen könnten einige Zeit anhalten, sagte der Manager./stw/men/nas

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