28.07.2021 22:09

Apple mit Rekordumsatz und Gewinn über den Erwartungen - Apple-Aktie gibt nach

Zahlen veröffentlicht: Apple mit Rekordumsatz und Gewinn über den Erwartungen - Apple-Aktie gibt nach | Nachricht | finanzen.net
Zahlen veröffentlicht
Folgen
Für den Technologieriesen Apple ist das dritte Quartal erneut mit einem Plus bei Umsatz und Ergebnis zu Ende gegangen.
Werbung
Wie aus den Apple-Zahlen hervor geht, hat das Unternehmen in seinem dritten Jahresviertel beim Gewinn je Aktie kräftig zulegen können: Das EPS stieg von 0,64 US-Dollar auf 1,30 US-Dollar und lag damit deutlich über den Expertenerwartungen. Analysten hatten zuvor ein EPS von 1,01 US-Dollar in Aussicht gestellt.

Darüber hinaus vermeldete Apple einen kräftigen Umsatzsprung: Die Erlöse zogen von 59,69 Milliarden US-Dollar auf 81,46 Milliarden US-Dollar an. Hier hatten sich die Analystenschätzungen im Vorfeld auf 73,30 Milliarden US-Dollar belaufen.

Für das laufende Vierteljahr stellte Apple erneut zweistelliges Wachstum in Aussicht - warnte aber zugleich, dass auch das iPhone von den aktuellen Engpässen in den Tech-Lieferketten betroffen sein werde.

Im vergangenen Quartal war es abermals das iPhone, das für den Großteil der Zuwächse sorgte. Der Umsatz im iPhone-Geschäft stieg um fast die Hälfte auf rund 39,6 Milliarden Dollar, wie Apple nach US-Börsenschluss am Dienstag mitteilte. Aber auch bei Mac-Computern, iPad-Tablets und anderen Geräten gab es deutliches Wachstum.

Apples drittes Geschäftsquartal, das bis Ende Juni läuft, ist traditionell eher unaufregend, unter anderem weil viele potenzielle iPhone-Käufer ihre Blicke bereits Richtung Herbst in Erwartung neuer Modelle richten. Doch diesmal gab es außergewöhnliche drei Monate. Der Umsatz ist vergleichbar mit den Erlösen von 84 Milliarden Dollar im Weihnachtsquartal 2018 und der Gewinn mit den 22,2 Milliarden Dollar Überschuss ein Jahr später.

Die Quartalszahlen fielen deutlich besser aus als von Analysten erwartet. Die Aktie gab im nachbörslichen Handel jedoch um rund zwei Prozent nach. Der Aktienmarkt blickt allerdings nach vorn und auch nach den Zahlen hing die Frage im Raum, wie gut sich Apple gegen die globalen Lieferengpässe unter anderem bei Halbleitern stemmen kann.

Für das vergangene Quartal hatte Apple bereits um drei bis vier Milliarden Dollar niedrigere Erlöse durch knappe Bauteile für iPads und Macs vorhergesagt. Bei einem Teil der Probleme habe Apple gegensteuern können, so dass die Belastung am Ende geringer ausgefallen sei, sagte Finanzchef Luca Maestri. Im laufenden Vierteljahr aber werde es iPhone und iPad treffen - und der Negativeffekt werde höher sein, warnte er. Eine Zahl nannte Maestri diesmal nicht. Auch dazu, ob die Engpässe auch das Weihnachtsgeschäft belasten könnten, äußerte sich Apple-Chef Tim Cook nicht.

Zugleich schränkte er aber ein, dass es Probleme eher bei Chips mit älteren Technologien gebe und die Bauteile-Ausgaben für Apple im Schnitt zurückgingen, auch wenn es einige Ausschläge gebe. Die Kosten stiegen eher an einer anderen Stelle: "Wir zahlen für Transporte mehr als mir lieb wäre."

Über das finanzielle Polster dafür braucht sich Apple keine Sorgen machen. Der Konzern sitzt auf Reserven von 194 Milliarden Dollar - auch wenn ihnen Schulden von 122 Milliarden Dollar gegenüberstehen. Apple hatte vor der US-Steuerreform Auslandsgewinne unter anderem in Irland gehalten. Angesichts der damals höheren Steuersätze war es günstiger, für Ausschüttungen an Aktionäre Kredite aufzunehmen, statt das Geld dafür in die USA zurückzuholen. Inzwischen versteuert Apple die Auslandserträge in den USA.

Das lukrative Dienste-Geschäft, in dem etwa Erlöse aus Abo-Angeboten wie Apple Music oder iCloud-Speicher zusammenfließen, wuchs in dem Ende Juni abgeschlossenen Geschäftsquartal um fast ein Drittel auf knapp 17,5 Milliarden Dollar. Apple hat mehr als 700 Millionen Abo-Kunden - binnen eines Jahres kamen rund 150 Millionen hinzu.

Schon seit Beginn der Corona-Pandemie hatte das Arbeiten und Lernen von Zuhause unter anderem die Verkäufe von Macs und iPads stark steigen lassen. Dieser Trend ging jetzt weiter. Der Mac-Umsatz wuchs um 16 Prozent auf 8,2 Milliarden Dollar, das iPad-Geschäft legte um 12 Prozent auf fast 7,4 Milliarden Dollar zu. In der Sparte mit den AirPods-Ohrhörern, der Computer-Uhr Apple Watch und Zubehör stiegen die Erlöse um 36 Prozent.

Und Apple betont, dass die Geräte des Konzerns neue Kunden anlocken können. So hätten drei Viertel der Watch-Käufer ihre erste Apple-Uhr erworben. Ein Mac und iPad habe rund jeder zweite Käufer zum ersten Mal angeschafft.

Die Apple-Aktie verlor im NASDAQ-Handel letztlich 1,22 Prozent auf 144,98 US-Dollar.

Redaktion finanzen.net / dpa-AFX

Bildquellen: Arsenie Krasnevsky / Shutterstock.com, Vytautas Kielaitis / Shutterstock.com

Nachrichten zu Apple Inc.

  • Relevant
    +
  • Alle
    +
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Apple Inc.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
22.09.2021Apple Equal WeightBarclays Capital
15.09.2021Apple OverweightJP Morgan Chase & Co.
14.09.2021Apple NeutralGoldman Sachs Group Inc.
13.09.2021Apple BuyUBS AG
13.09.2021Apple NeutralCredit Suisse Group
15.09.2021Apple OverweightJP Morgan Chase & Co.
13.09.2021Apple BuyUBS AG
10.09.2021Apple OverweightJP Morgan Chase & Co.
30.08.2021Apple BuyUBS AG
27.08.2021Apple OverweightJP Morgan Chase & Co.
22.09.2021Apple Equal WeightBarclays Capital
14.09.2021Apple NeutralGoldman Sachs Group Inc.
13.09.2021Apple NeutralCredit Suisse Group
28.07.2021Apple Market-PerformBernstein Research
28.07.2021Apple NeutralGoldman Sachs Group Inc.
21.04.2021Apple SellGoldman Sachs Group Inc.
19.11.2020Apple SellGoldman Sachs Group Inc.
30.10.2020Apple SellGoldman Sachs Group Inc.
14.10.2020Apple SellGoldman Sachs Group Inc.
16.09.2020Apple SellGoldman Sachs Group Inc.

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Apple Inc. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

US-Börsen uneins -- DAX im Minus -- Nike senkt nach Zahlenvorlage Jahresumsatzprognose -- AstraZeneca, Daimler, VW, Deutsche Post, Kryptowährungen, ifo-Geschäftsklimaindex im Fokus

Online-Erörterung der Einwendungen gegen Tesla-Fabrik beginnt. Apple: EU-Pläne für Universal-Ladekabel sind innovationsfeindlich. McDonald's nimmt Aktienrückkauf wieder auf und erhöht Quartalsdividende. Post erhöht Paketpreise für Geschäftskunden. Kering verbannt tierische Pelze ab Herbst 2022 bei allen Marken. Rheinmetall erneuert Konsortialkredit über 500 Millionen Euro.

Top-Rankings

Viel Geld bei wenig Stress: Die besten Berufe
Diese relaxten Berufe werden gut bezahlt.
Die teuersten Musikvideos aller Zeiten
Das sind die Top Ten der teuersten Musikvideos der Welt.
KW 21/38: Diese Aktien empfehlen Analysten zum Kauf
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Würden Sie es für richtig halten, wenn Gastronomie und Veranstaltungen nur noch Geimpften und Genesenen offen stehen?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln