13.11.2019 18:57

China erstes Land mit staatlicher Kryptowährung: Neue Details zum Libra-Konkurrenten

Neue Kryptowährung: China erstes Land mit staatlicher Kryptowährung: Neue Details zum Libra-Konkurrenten | Nachricht | finanzen.net
Neue Kryptowährung
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Als Antwort auf Facebooks Libra gibt es Neuigkeiten aus China. Das Krypto-Projekt der chinesischen Zentralbank nimmt langsam Form an. Peking sieht Libra als Bedrohung.
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•China arbeitet mit Hochdruck an staatlicher Kryptowährung
•Die PBoC plant ein Zwei-Phasen-System
•Peking sieht Libra als Bedrohung

Neue staatliche Kryptowährung

Die chinesische Zentralbank PBoC kündigt die baldige Einführung der Kryptowährung Digitial Currency Electronic Payment, kurz DCEP, an. Die People´s Bank of China plant eine umfassende Digitalisierung der chinesischen Währung. Auf einer Branchenkonferenz in Hongkong veröffentlichte Mu Changchun, Leiter der Blockchain-Forschungsstelle der Zentralbank, neue Informationen bezüglich des DCEP-Projekts. Die chinesische Währung Yuan soll langfristig durch die neue Kryptowährung ersetzt werden. Damit wäre China das erste Land, welches eine staatliche digitale Währung einführt. Der globale Technologieriese Huawei sichert der PBoC seine Unterstützung bei der Weiterentwicklung des neuen Geldes zu.

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Chinas Zentralbank plant ein Zwei-Phasen-System für DCEP

Für die Einführung der Währung, welche auf der Blockchain beruht, plant die Bank ein Zwei-Phasen-System. Zuerst wird die Kryptowährung an Geschäftsbanken gegeben, welche im zweiten Schritt die digitalen Coins an die Bürger weiterreichen. Für die Anlaufzeit ist geplant, keinerlei Zinsen für Bestände und Einzahlungen zu verlangen. Dadurch muss der DCEP nicht an die Geldpolitik und Inflation angepasst werden. Das neue System soll auch in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong Einzug halten, BTC Echo zufolge unterschrieben beide Parteien eine entsprechende Absichtserklärung. Allerdings bleibt unbekannt, wann der digitale Coin kommen soll. Der Vizepräsident des China International Economic Exchange Centers, Huang Qifan, berichtete bei einer Rede während des Bund Financial Summit in Shanghai darüber. Nach seinen Angaben arbeitet die PBoC schon seit 5 Jahren an der Entwicklung des Projekts.

DCEP als Antwort auf Facebooks Libra

Das DCEP-Projekt stellt unter anderem eine Antwort auf die im Juni von Facebook vorgestellte Kryptowährung Libra dar. Libra wird auf der Organisationshomepage als dezentralisierte Währung beschrieben, welche "für Milliarden von Menschen in aller Welt" als Zahlungsmittel genutzt werden soll. Auch Libra basiert auf der Blockchain-Technologie. Dieser Aspekt kommt bei der chinesischen Zentralbank nicht gut an, die PBoC warnte BTC-Echo zufolge bereits im Juni vor einer möglichen US-amerikanischen Machtübernahme im globalen Krypto-Business. Grund dafür sei maßgeblich Libra, Peking betitelte laut BTC Echo Libra als "Gefahr für die Währungssouveränität Chinas". Huang bestätigt der Tagesschau zufolge zudem, dass dezentrale Währungssysteme nichts mit dem staatlichen Kryptogeld zu tun haben werden. "Einige Firmen versuchen, offiziell staatliche Währungen herauszufordern, indem sie Bitcoin oder Libra herausgeben. Doch das wird nicht funktionieren.", verdeutlicht ein Zitat bei der Tagesschau. Denn Bitcoinhandel ist nach wie vor in China verboten, für ausländische Kryptowährungen soll ein detailliertes Regelwerk erstellt werden.

Was bedeutet das für die Banken?

Das Inkrafttreten des Digital Currency Electronic Payment könnte Banken hart treffen. Mu Changchung äußerte sich laut Angabe Reuters bezüglich der Entwicklung des Bankensystems wie folgt: "Während der Forschungs- und Herausgabezeit wird es eine Art Pferderennen geben. Der Spitzenreiter wird den Markt übernehmen - wer effizienter ist, wer die besseren Dienstleistungen anbietet - der kann in der Zukunft überleben." Da derzeit Vermutungen bestehen, dass DCEP eine zentrale Währung sein wird, würde sie unter dieser Annahme der Autorität der chinesischen Regierung unterliegen. Chinesische Banken könnten deshalb einen noch besseren Überblick über Geldströme erhalten, als derzeit. Genauere technische Daten wurden jedoch noch nicht publik gemacht.

Redaktion finanzen.net

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