Pensionsfonds hat zur falschen Zeit Apple-Aktien gekauft

Die Umsatzwarnung von Apple kurz nach dem Jahreswechsel hat viele Anleger kalt erwischt. Auch PDN, der Pensionsfonds des niederländischen Chemiekonzerns DSM, hat Aktien des Technologieriesen zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt erworben.
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PDN (früher: Stichting Pensioenfonds DSM Nederland) hat im Schlussquartal 2018 zusätzliche 8.700 Aktien des iPhone-Herstellers gekauft. Laut einer Mitteilung an die US-Aktienaufsicht SEC hielt der Fonds damit Ende 2018 insgesamt 62.600 Apple-Anteile.
Umsatzwarnung von Tim Cook
Die Apple-Aktie zeigte im Jahr 2018 ihre schlechteste Performance seit der Finanzkrise. Daher hielt man es bei PDN anscheinend für den richtigen Zeitpunkt, um günstig zuzukaufen. Doch dann kam die schockierende Umsatzwarnung, welche den Apple-Aktienkurs nochmal deutlich einbrechen ließ.
So erwartet der Technologie-Riese für das letzte Quartal 2018 statt eines Umsatzes von 89 bis 93 Milliarden US-Dollar jetzt nur noch 84 Milliarden US-Dollar. CEO Tim Cook begründete die erste Umsatzwarnung Apples seit 15 Jahren vor allem mit einem schwächelnden Absatz in China.
Doch völlig überraschend kam der Schritt auch nicht: So waren bereits im Vorfeld Gerüchte über eine deutliche Abschwächung der Nachfrage nach iPhones kursiert. Mehrere Analysten hatten gewarnt, dass insbesondere das iPhone XR bei den Kunden deutlich schlechter ankomme als vom Konzern erhofft. Auch Apple selbst hatte die Gerüchteküche angeheizt mit der Ankündigung, künftig keine Verkaufszahlen mehr für seine iPhones zu veröffentlichen.
Eigenes Ziel verfehlt
Zwar mag das Apple-Investment ein Rückschlag für PDN sein, doch ansonsten ist der Fonds ziemlich erfolgreich. Per Ende November belief sich sein sogenanntes Funding Level auf 107,9 Prozent, womit er völlig in der Lage ist, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.
Mit diesem Wert hat er zwar das eigene Ziel von 110 Prozent verfehlt, doch verlangt die niederländische Regierung von Pensionsfonds lediglich ein Funding Level von mindestens 105 Prozent. Außerdem ist dies immer noch mehr als die meisten US-Wettbewerber erreichen.
Allerdings musste PDN einräumen, dass die Chancen auf eine Erhöhung der Pensionen in den nächsten Jahren sehr gering seien. Das Apple-Investment dürfte dabei aber nur eine untergeordnete Rolle spielen, schließlich hat PDN nur einen kleinen Teil seiner Gelder in den USA investiert.
Redaktion finanzen.net
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