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19.06.2018 20:56
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UBS-Manager: Die zurückgekehrte Volatilität ist nicht das Hauptrisiko für Investoren

Angst vor der Vola?: UBS-Manager: Die zurückgekehrte Volatilität ist nicht das Hauptrisiko für Investoren | Nachricht | finanzen.net
Angst vor der Vola?
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Wenn nun bald die Mitte des ereignisreichen und vielleicht auch unsicheren Jahres 2018 erreicht wird, ist eines klar - die Volatilität ist zurück an den Märkten. Laut dem Co-Präsident der UBS Global Wealth Management stellt diese Tatsache jedoch kein außergewöhnliches Problem dar.
Die globalen Aktienmärkte fielen zwischen Januar und März um rund neun Prozent, wobei die implizite Volatilität auf ein Niveau stieg, welches seit der globalen Finanzkrise nur drei Mal erreicht wurde. Die angestiegene Volatilität zeigt die Unsicherheit, die aktuell an den Märkten vorherrscht. Viele Investoren sorgen sich gegenwärtig um ein mögliches Ende des Wirtschaftszyklus, eine höhere Inflation oder einen Abschied von der quantitativen Lockerung der Notenbanken.

Home-Bias kostet Rendite

Laut der Meinung von Tom Naratal, Co-Präsident von UBS Global Wealth Management und Präsident von UBS Amerika, starten jedoch zu viele Anleger unvorbereitet in diese volatilere Phase des Bullenmarktes. Naratal meint, dass Investoren grundsätzlich einem sogenannten Equity-Home-Bias unterliegen, also ihre Investments überproportional auf dem Heimatmarkt tätigen. Investoren sollten jedoch besser globale Chancen nutzen und somit ihr Risiko breiter streuen.

Anleger müssen ihre langfristigen Ziele im Blick behalten

Denn nach der Einschätzung von Naratal ist nicht die Volatilität das größte Risiko für Investoren, sondern die falsche Planung für die langfristigen finanziellen Ziele. Die Schwankungsbreite des Aktien- oder Anleihemarktes wird für den Anleger nämlich erst zum Problem, wenn er seine Anteile frühzeitig liquidieren muss. In einem langfristigen Finanzplan mit langem Anlagehorizont von 10 bis 20 Jahren müssen Anleger auch abwechselnde Phasen zwischen Bären- und Bullenmarkt durchstehen. Denn auf lange Sicht wird die wirtschaftliche Expansion auch in Zukunft für ein höheres Wachstum und steigenden Unternehmensgewinne sorgen. So gehen die Experten der UBS davon aus, dass die Unternehmen in diesem Jahr weltweit wahrscheinlich ein Gewinnwachstum von durchschnittlich 10 bis 15 Prozent erzielen werden. Langfristig steigen dann auch die Aktienkurse parallel zu den Gewinnwachstumsraten der Konzerne.

Buy & Hold schlägt Market Timing

Nach der Prognose des UBS-Experten werden gerade in der späten Phase des Bullenmarktes noch einmal die höchsten Renditen erzielt. So lag seit 1928 die Rendite in den letzten Jahren der Bullenmärkte bei 22 Prozent, gegenüber 11 Prozent in den mittleren Bullenmärkten. Diese Gewinne erzielten aber nur diejenigen, die ein erfolgreiches Maß an Geduld und Perspektive besaßen. Anleger, die aufgrund kurzfristiger Risiken aus dem Markt gehen und Market Timing betreiben, setzen sich höheren Risiken aus, wie permanent investierte Anleger. Seit 1936 haben selbst die Investoren mit einem relativ guten Gefühl für Market Timing schlechter abgeschnitten als die durchgängig investierten Anleger. Investoren, die in der Lage waren genau zehn Monate vor dem absoluten Hoch zu verkaufen und genau zehn Monate nach dem absoluten Tief zu kaufen, waren immer noch schlechter gestellt als Anleger, die während des gesamten Zeitraums investiert blieben.

Trends mit Perspektive

Um an der Börse erfolgreich zu werden, sollten Anleger ihren Risikobegriff genau definieren. Beim Risiko geht es nämlich nicht um die tägliche Volatilität, sondern darum, ob das Anlageportfolio zum Investor passt, um seine persönlichen Lebensziele zu erreichen. Solche Ziele können durchaus auch mehrere Jahrzehnte umfassen. Chancen und Risiken der Anlage sollten gerade in diesem Zusammenhang definiert werden. Investoren, die sich dessen bewusst sind, können sich stärker auf die langfristigen Trends wie Altern, Urbanisierung und Bevölkerungswachstum konzentrieren.

Volatilität bietet nachhaltige Chancen

"Zeiten der Volatilität bieten Möglichkeiten, um Investitionen zu betrachten, die andere vielleicht nicht sehen oder nicht wählen", so der UBS Global Wealth Manager. Gerade in unsicheren Marktphasen müssen Investoren darauf achten, dass sie unkluge Marktaustritte vermeiden, denn diese können sich unter Umständen auch seht negativ auswirken. Bei einer richtigen Asset-Allokation und einem langfristigen Anlagehorizont können durchaus auch Schwächephasen überstanden werden.

Pierre Bonnet / finanzen.net

Bildquellen: Simon Zenger / Shutterstock.com, Pincasso / Shutterstock.com

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