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aktualisiert: 28.02.2020 23:38

DAX verabschiedet sich tiefrot ins Wochenende -- Dow Jones schwächer -- Volkswagen erzielt Rekordgewinn -- Munich Re steigert Gewinn -- Post, Wirecard, BASF, Beyond Meat, thyssenkrupp im Fokus

VW-Lkw-Tochter TRATON strebt Squeeze-out bei MAN an. Fed-Chef Powell: Werden angemessen auf Coronavirus-Ausbruch reagieren. Reisemesse ITB abgesagt. Neuer AUDI-Chef soll im VW-Konzern Forschung und Entwicklung steuern. RHÖN-KLINIKUM-Aktie schnellt hoch - zeitweise vom Handel ausgesetzt: Asklepios greift nach RHÖN-KLINIKUM.
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Der deutsche Aktienmarkt verfiel am Freitag in Panik und brach kräftig ein.

Der DAX rutschte immer tiefer in die Verlustzone ab und notierte zeitweise unter der Marke von 11.800 Punkten. Bereits zum Start war er um mehr als 3,5 Prozent eingebrochen. Zuletzt hatte sich der deutsche Leitindex im Oktober unterhalb der psychologisch wichtigen Marke von 12.000 Punkten bewegt. Insgesamt erlebten die DAX-Anleger die schwärzeste Woche seit Beginn der Griechenland-Schuldenkrise im Sommer 2011. Zum Handelsende verlor der DAX 3,86 Prozent auf 11.890,35 Punkte.
Der TecDAX zeigte sich ebenfalls tiefrot und weitete seine Verluste aus. Er ging 3,18 Prozent leichter bei 2.848,71 Punkten ins Wochenende.

Die Angst vor dem Coronavirus nahm zu. Inzwischen wurden immer mehr Fälle in Deutschland gemeldet und Experten wie Robert Shiller befürchten, dass es zu einer globalen Rezession kommen wird. Die WHO warnte am Donnerstag zudem vor dem "pandemischen Potenzial" des Erregers.

Im Fokus der Anleger standen daneben vor allem die Papiere von BASF und thyssenkrupp. Der Chemiekonzern legte seine Bilanz vor und rechnet beim Ausblick nicht damit, "dass die Corona-Effekte im Jahresverlauf vollständig ausgeglichen werden können". Der Stahl- und Industriekonzern thyssenkrupp hat derweil einen Käufer für seine Aufzugssparte gefunden. Auch Volkswagen fand mit zwei Nachrichten Beachtung: Zum Einen erzielte der Autobauer im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn, zum Anderen wurde bereits früher am Tag bekannt, dass nun doch ein Diesel-Vergleich erzielt werden konnte.

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An Europas Börsen setzte sich der Kursrutsch auch am letzten Handelstag der Woche weiter fort.

Der EuroSTOXX 50 eröffnete mit einem kleineren Minus, baute die Verluste aber rasch aus und rutschte tief in die Verlustzone. Er schloss 3,66 Prozent tiefer bei 3.329,49 Zählern.

Auch in Asien und den USA brachen die Börsen ein, die Vorgaben waren somit denkbar schlecht. Die Furcht vor einer Corona-Pandemie und einem damit verbundenen Einbruch der weltweiten Konjunktur werden immer größer. Das Problem sei, dass momentan niemand sagen könne, wie ernst es werden und wie lange es dauern würde, kommentierte ein Analyst.

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Für den Dow ging die Talfahrt vor dem Wochenende weiter.

Der Dow Jones eröffnete deutliche 1,92 Prozent tiefer bei 25.270,83 Punkten und blieb auch weiter auf rotem Terrain. Sein Schlussstand: minus 1,39 Prozent (25.409 Punkte).

Beim Techwerte-Index NASDAQ Composite ging es zum Handelsstart noch etwas steiler abwärts: Er verlor 3,46 Prozent auf 8.269,74 Zähler und lag auch im weiteren Verlauf überwiegend in der Verlustzone. Kurz vor der Schlussglocke konnte er sich dann aber knapp ins Plus retten. Er beendete den Tag 0,01 Prozent fester bei 8.567 Punkten.

Für den US-Leitindex war es die schlimmste Handelswoche seit der Finanzmarktkrise im Oktober 2008. Die US-Notenbank (Fed) hat deshalb bereits angekündigt, falls erforderlich mit geeigneten Maßnahmen zu reagieren.

Die Weltgesundheitsorganisation hatte angesichts der wachsenden Zahl von Fällen mit dem neuartigen Coronavirus am Freitag das Risiko einer weltweiten Verbreitung von "hoch" auf "sehr hoch" gesetzt. Vor diesem Hintergrund sieht Analyst Neik Wilson von Markets.com auch in der neuen Handelswoche das Hauptrisiko für die Börsen in einer neuen "Welle an Infektionsfällen in Europa außerhalb Italiens oder in den USA".

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Das Coronavirus ließ die Börsen in Asien vor dem Wochenende kräftig einknicken.

In Tokio befand sich der Nikkei am Freitag weiterhin auf Talfahrt und verlor bis zum Handelsschluss 3,67 Prozent auf 21.142,96 Zähler.

Auf dem chinesischen Festland gab der Shanghai Composite ebenfalls kräftig nach und fiel um 3,71 Prozent auf 2.880,30 Punkte. Auch der Hang Seng in Hongkong ging mit einem Minus von 2,42 Prozent bei 26.129,93 Punkten ins Wochenende.

"Die Angst vor einer Verbreitung des Coronavirus hat den Globus in voller Breite erfasst, weil die Fallzahlen außerhalb Chinas steigen", sagten die DBS-Analysten Chang Wei Liang und Eugene Leow. Anleger und Experten rechnen aufgrund des Coronaviurs immer mehr mit einer Konjunkturschwäche, die sich zu einer globalen Rezession auswachsen könnte, und preisen diese an den Börsen ein. Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe kündigte Maßnahmen an, um einen solchen Konjunkturabschwung zu vermeiden. An den Börsen wurde dies jedoch nicht honoriert - zu groß ist die Angst vor den Auswirkungen der Lungenkrankheit.

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